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US-Repro Fuchsfelgen


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24 Antworten in diesem Thema

#1 Bodo Warden

Bodo Warden

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Geschrieben 19 Juni 2017 - 09:00

Moin zusammen,

 

explizit OHNE in diese Thema Maxilite Felgen einzubeziehen, mit denen habe ich keine Erfahrungen, wollte ich meine persönliche Erfahrung mit Repro-Füchsen teilen und vor diesen Rädern warnen.

 

Bei Kauf waren auf meinen Wagen vorne originale 7Jx16 Füchse, hinten 8J Repros unbekannter Herkunft; das Auto kam aus den USA, selber importiert.

Ich bin kein Schwarzseher, entsprechend bin ich die Räder gefahren. ca. 5000km/Jahr, ab und an Ausflüge auf die Nordschleife. Auf den Felgen sind Semi-Slicks, trotzdem wird er nicht "am Limit bewegt" oder ist ein halber Rennwagen.

 

Rein zufällig habe ich dann vor ein paar Tagen Risse in der Felge entdeckt (eigentlich nur, weil eine gerisseene Achsmanschette Geräusche von sich gegeben hat). Ich möchte gar nicht wissen, was passiert wäre, wenn ich damit (für das WE geplant) auf den Ring gegangen wäre.

 

Ergo: gerissene Repro Felgen sind keine Geschichten aus dem Horrortraumland, sondern Realität. Wer Repros aus den USA fährt: aufgepasst.

 

PS: Ich habe exklusive Schlauchhalter günstig abzugeben. Nur für leichte Schläuche geeignet.

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#2 Detlef

Detlef

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Geschrieben 19 Juni 2017 - 09:54

Hallo Bodo,

 

nur zur Vollständigkeit: Kannst Du bitte mal die Stempel auf der Rückseite und das Gutachten hier posten?


Viele Grüße

 

Detlef


#3 Bodo Warden

Bodo Warden

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Geschrieben 19 Juni 2017 - 12:33

Die Felgen haben weder einen Herstellerstempel/Kennzeichnung noch ein Gutachten.



#4 Detlef

Detlef

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Geschrieben 19 Juni 2017 - 12:43

Uuups, also Betriebserlaubnis für das Auto erloschen.... :wacko: Das hat jetzt mit Schwarzsehen nicht viel zu tun, das ist schlicht und einfach und zu recht verboten. Schade, dass der TÜV das nicht prüft, kommt vielleicht noch, wenn er hier mitliest....

 

Da hätteste besser irgendeine passende Felge genommen und das Fuchs-Design als Pappschablone draufgeklebt :D


Viele Grüße

 

Detlef


#5 Bernd Ernst

Bernd Ernst

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Geschrieben 19 Juni 2017 - 13:41

Uuups, also Betriebserlaubnis für das Auto erloschen.... :wacko: Das hat jetzt mit Schwarzsehen nicht viel zu tun, das ist schlicht und einfach und zu recht verboten. Schade, dass der TÜV das nicht prüft, kommt vielleicht noch, wenn er hier mitliest....

 

Da hätteste besser irgendeine passende Felge genommen und das Fuchs-Design als Pappschablone draufgeklebt :D

Hallo Bodo,

Detlef hätte es nicht besser beschreiben können.

Kein Gutachten, kein TÜV, keine Zulassung, Betriebserlaubnis erloschen.

https://www.google.d...f=1497875856762

aber sehr günstig

Luftgekühlte Grüße

Bernd


"Porsche fährt man nie aus Vernunft sondern immer aus Überzeugung" 911 SC - 3,0 - 9/78, 180 PS, 279 tkm,  H - Zulassung, Turbolook, grandprixweiß, "matching numbers"


#6 d911o

d911o

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Geschrieben 19 Juni 2017 - 16:34

Hi Bodo,
schreib mir doch bitte per PN, wo du zu Hause bist. So ein Schlauchhalter hätte was ... ;-).
Grüße Dirk

997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,

Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, ansonsten Originalzustand.

Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.


#7 Harald Gebhardt

Harald Gebhardt

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Geschrieben 19 Juni 2017 - 20:41

Hallo Bodo.

Da hast Du Schwein gehabt!

Die sind echt kurz vor "Endknack"! Es gibt eine Menge Felgen, bei denen eine Rißbildung im Stern gerne vor kommt. Auf Platz 1 stehen da die Sterne der 3 Teiligen AMG 17 Zöller, Die von OZ gebaut wurden. Ich hab kaum einen Satz zum Aufarbeiten herein bekommen Der vollkommen Rißfrei war! Die Riße befinden sich immer von dem Radschraubenloch zur Mittelbohrung hinn. Auf Platz 2. ,man glaubt es kaum ECHTE Füchse. Am häufigsten betroffen Flat Six und 8x15. Da verlaufen die Risse nicht wie die Oben zu sehenden im Nabenbereich, sondern unten wo der Ausschnitt im Stern am breitesten ist und laufen von Öffnung zu Öffnung zu, so das die Felge irgendwann in Bett und Stern aufteilt.  Eine echte empfehlung, aber keine Panikmache von mir: haltet die Dinger immer mal genau im Auge! eine beginnende Rißbildung kann man gut ohne Röntgen erkennen, Man muß es aber wissen und richtig hinn Schauen.

 

Gruß Harry


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jetzt bloß nicht den sand in den kopf stecken

#8 Jens Schumacher

Jens Schumacher

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Geschrieben 19 Juni 2017 - 21:37

Hallo Bodo,

 

kein Schwein weiß, welcher Hillbilly deine Felgen im Moonshine-Rausch gedengelt hat.

Würde da nicht mal von einer 'ernsthaften' Repro-Felge sprechen...

 

Ist also nicht wirklich allgemeingültig.

 

Wie du bereits geschrieben hast, nimmst du die Maxilite von der Schelte aus - gut so, die habe ich auch ;-)

 

Wer hierzulande Felgen ohne jegliches Gutachten verbaut, soll mit den Konsequenzen leben- hoffentlich wird kein Unbeteiligter bei der Scheidung zwischen Felge und Nabe abgeräumt...

 

Gruß

Jens

 

 


Porsche 911SC Targa Bj. 1980

Restaurierung unter:

http://jensschumi.00...911erCorner.php


#9 Detlef

Detlef

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Geschrieben 20 Juni 2017 - 08:50

Die hat wohl eher jemand in China am Straßenrand in eine Sandform gegossen, aus eingeschmolzenen Alu-Resten

 

Da steht kein Ami vom Sessel auf der back porch auf um so was zusammen zu pfuschen, dann lieber noch einen Schluck moonshine aus dem Gurkenglas :D


Viele Grüße

 

Detlef


#10 Thorsten Rosenfeld

Thorsten Rosenfeld

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Geschrieben 20 Juni 2017 - 14:30

Hallo Bodo.

Da hast Du Schwein gehabt!

Die sind echt kurz vor "Endknack"! Es gibt eine Menge Felgen, bei denen eine Rißbildung im Stern gerne vor kommt. Auf Platz 1 stehen da die Sterne der 3 Teiligen AMG 17 Zöller, Die von OZ gebaut wurden. Ich hab kaum einen Satz zum Aufarbeiten herein bekommen Der vollkommen Rißfrei war! Die Riße befinden sich immer von dem Radschraubenloch zur Mittelbohrung hinn. Auf Platz 2. ,man glaubt es kaum ECHTE Füchse. Am häufigsten betroffen Flat Six und 8x15. Da verlaufen die Risse nicht wie die Oben zu sehenden im Nabenbereich, sondern unten wo der Ausschnitt im Stern am breitesten ist und laufen von Öffnung zu Öffnung zu, so das die Felge irgendwann in Bett und Stern aufteilt.  Eine echte empfehlung, aber keine Panikmache von mir: haltet die Dinger immer mal genau im Auge! eine beginnende Rißbildung kann man gut ohne Röntgen erkennen, Man muß es aber wissen und richtig hinn Schauen.

 

Gruß Harry

Hallo!

Aber da sieht man mal aber auch das die "Originalen" auch oft am reißen sind! Es kochen am Ende nähmlich alle nur mit Wasser. Und wieviel diese Felgen jeweils alle an Laufleistung auf dem Buckel hatten bis sie solche Risse bekommen kann hier auch keiner sagen. Also kann dir das am Ende mit einer 30 Jahre alten in der Zeit vieleicht 5x aufbereiteten "Originalen" Felge dann auch passieren das sich bei dir die Felge von der Nabe trennt wenn du es nicht siehst. Also würde ich das nicht alles gleich sooo pauschalisieren das diese Repro Felgen jetzt alle gleich am Reißen sind. Egal ob Euromeister oder Maxilite. Es wird auf jedenfall  auch mal auf den Umgang mit den Felgen ankommen( Stichwort: Randstein rauf, Randstein runter, Rennstrecke, usw.) und auch auf die Laufleistung der Felge.

 



#11 Detlef

Detlef

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Geschrieben 20 Juni 2017 - 17:22

Gegen Repros oder Gussfelgen mit Stempel/Gutachten kann man wenig sagen, aber hier ging es ja um Felgen ohne Kennzeichnung. Damit darf man aus guten Gründen weder hier noch in USA fahren.

 

Kaputt bekommt man sicherlich jede Felge. Bei gebrauchten Felgen hat man sicherlich das Risiko, dass man kein Nachweis über die Vorbehandlung und die Anzahl der materialabtragenden Aufbereitungen hat. Wenn so eine Aufbereitung mit Neu-Eloxieren und Nachweis in Leonberg bei Fuchs gemacht wurde, hat man eine gewisse Sicherheit. Wenn da einfach nur Farbe drübergespritzt wurde, gar gepulvert oder abgedreht und poliert, wäre ich sehr skeptisch. Das verbietet sich eigentlich bei Schmiederädern.


Viele Grüße

 

Detlef


#12 Thorsten Rosenfeld

Thorsten Rosenfeld

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Geschrieben 20 Juni 2017 - 17:37

Ja klar ist es auf jedenfall schon mal besser eine Felge zu fahren die ein Gutachten hat und Tüv geprüft ist. Aber wie du hier ja lesen konntest ist das auch keine 100% Sicherheit das diese Felgen nicht auch Risse bekommen können. Ich meine wenn ich jetzt mal einfach aus dem Bauch raus sagen sollte welche Felge zuerst einen Riß bekommen könnte. Einen neue z.b. Euromeister oder eine 35 Jahre alte Fuchs felge dann wär ich mir nicht so sicher das die Fuchs doch noch länger halten würde ohne Risse als die andere. Jedenfalls hab ich noch nirgends gelesen das eine Euromeister oder Fuchs oder auch eine Maxilite komplett abgeknackt ist so das der Wagen verunfallt ist.Egal jetzt ob mit oder ohne Tüv. Aber vieleicht hatte da ja jemand anderes schon mal eine Erfahrung und kann dazu was sagen.



#13 Armin

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Geschrieben 24 Juni 2017 - 09:11

Am ehesten fallen einem solche Schäden bei regelmäßiger Reinigung auf. Gilt für das gesamte Fahrzeug. Damit meine ich nicht mal eben durch die Waschstraße ;)

Grüße, Armin

#14 Tom Sch

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Geschrieben 25 Juni 2017 - 10:06

Angehängte Datei  schaden3.jpg   77,9K   2 Mal heruntergeladen

 

Nur mal so als Beispiel wie das dann bei originalen Füchsen aussehen kann...

 

Grüße

 



#15 Bodo Warden

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Geschrieben 26 Juni 2017 - 09:33

Sieh an.
Da war die US-Reprofelge wohl doch gar nicht schlecht.
Reisst sogar an der selben Stelle wie das Original... :)

Ich werde nun zunächst mal auf Maxilite 8J umsteigen, vorne lasse ich die originalen Füchse druff. Da sind keine Risse zu sehen.



#16 landi911

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Geschrieben 26 Juni 2017 - 16:39

Bei so alten Felgen kann man eine Rissprüfung übrigens auch ohne Röntgenprüfung durchführen/ lassen. Dafür ist die Farbeindringprüfung bestens geeignet.
Man reinigt die Felge mit einem Spezialreiniger, nach dem abtrocknen wird die Felge mit einem roten Krichmittel eingesprüht.
Nach einer gewissen Zeit wird das rote Krichmittel abgewaschen und dann wird die Felge mit einer weißen Ziehfarbe eingepulvert. Sollte ein Riss oder Anriss vorhanden sein so wird aus diesem Riss die rote Farbe wieder rausgezogen und man kann diesen bzw alle anderen Arten von Fehlern ( Lunker) sofort in Lage und Dimension klar erkennen.
Gruß
Tilo
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Den turbo vergisst man nie!

#17 Jens Schumacher

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Geschrieben 26 Juni 2017 - 17:49

Es gibt für jede Schadensart 'geeignete' Prüfmethoden.

Röntgen ist für Rißprüfung ungeeignet, da man da nur Volumendefizite sieht, z.B. Poren.

Für Risse bis an die Oberfläche ist die Farbeindringprüfung richtig, allerdings klappt das nur wo Kohäsion und Adhäsion noch funktionieren - also keine 'Spalten'.

'Verdeckte' Risse kann man nur mit Ultraschall finden, da wird's aber aufwendig mit den ganzen verschiedenen Prüfköpfen die man braucht.

Außerdem ist das Handling und das Erkennen/Werten von Fehlern nicht einfach.

 

Bei 'breiteren' Rissen beurteilt man das visuell.

 

Kann mir durchaus vorstellen, daß die o.a. Risse in den Füchsen nicht mit Farb... sichtbar würden - aber die sieht man eh' ja.

 

Gruß

Jens

 

 

 


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http://jensschumi.00...911erCorner.php


#18 landi911

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Geschrieben 26 Juni 2017 - 18:04

Ich will hier keine ZFP Diskussion beginnen, aber wenn man bei der Röntenprüfung was findet dann sind das Risse....
Während wir in Europa etwas mehr auf UT setzten so wird in ASME Ländern maßgeblich geröntgt um eben Risse in Bauteilen zu finden.
Den turbo vergisst man nie!

#19 Jens Schumacher

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Geschrieben 26 Juni 2017 - 19:43

Um den Riß abzubilden, mußt du in der selben Richtung durchstrahlen wie die Fläche des Risses liegt.

Ist schwierig, weil man nicht weiß wie der liegt und um wieviele Ecken der in der Fläche läuft.

Ist mir übrigens bekannt, daß die Amis einiges an Prüfungsverfahren haben, was nicht unbedingt zielführend ist - man hat dann aber auch weniger Grund für Reparaturen...

 

Gruß

Jens

 


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#20 Detlef

Detlef

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Geschrieben 27 Juni 2017 - 11:08

Da war die US-Reprofelge wohl doch gar nicht schlecht.
Reisst sogar an der selben Stelle wie das Original...

 

Nun ja, das ist eine sehr vereinfachte Schlussfolgerung. Bei der Reprofelge ohne Daten, die Du in USA erhalten hast (woher die auch immer stammt), war die Belastung für die Rissbildung sicherlich sehr viel geringer, als bei der Schmiedefelge. Mit entsprechender Belastung gibt irgendwann jede Felge auf.


Viele Grüße

 

Detlef





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