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Die Volkswagen Story


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8 Antworten in diesem Thema

#1 sven_c1

sven_c1

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Geschrieben 16 November 2015 - 20:16

Heute abend 23:15, ARD.

"Volkswagen steht im Mittelpunkt eines der größten Skandale der deutschen Industriegeschichte. Der finanzielle Schaden ist enorm, der Imageverlust gewaltig. Gegen zahlreiche Topmanager wird ermittelt, Strafzahlungen in Milliardenhöhe sind absehbar, eine riesige Rückrufaktion steht bevor. Wie konnte der mächtige Konzern derart gegen die Wand fahren?"
Viele Grüße,


Sven

Porsche 911 Carrera 3.2 Bj. 1987 / Mj. 1988 - EURO 2 Kat - 930/25 Motor - Bilstein Sportlich Straße - 15 Zoll Bereifung - Originalzustand

#2 winfried wf911h

winfried wf911h

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Geschrieben 16 November 2015 - 22:49

tja, ein solitäres ereignis ist der skandal ja nun leider nicht...deutsche bank, dfb, siemens, heckler+koch, adac...etc.

wie sagte helmut schmidt zu lebzeiten? ,,..vor ein paar jahren wäre kein mensch in deutschland auf die idee gekommen, einem vorstandsvorsitzenden (=angestellten) 15 mio euro zu zahlen...im nachhinein betrachtet hinausgeworfenes geld, das trotz miserabler leistung, weil ergaunert, nicht zurückgefordert werden kann.

porsche kann im nachhinein heilfroh sein, dass sie diesen laden damals nicht übernommen haben, sondern lediglich ,,tochter,, geworden sind. sonst sässe die marke voll in der sch...äh patsche.

grüsse, winfried 


1911: Grossvater fährt das erste Auto im Ort! 2011: Nach 100 Jahren; Enkel kauft einen Porsche 911. Es lebe der Neun-Elfer!

#3 Detlef

Detlef

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Geschrieben 17 November 2015 - 00:15

Ein lächerliches Medientheater. Bei der Konkurrenz sind dank schlechter Qualität Menschen zu Tode gekommen, hier werden nur ein paar Papierdaten nicht richtig eingehalten, ohne greifbare Wirkung. Was ein Schwachsinn...
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Viele Grüße

 

Detlef


#4 Ummi

Ummi

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Geschrieben 17 November 2015 - 10:48

Ein lächerliches Medientheater. Bei der Konkurrenz sind dank schlechter Qualität Menschen zu Tode gekommen, hier werden nur ein paar Papierdaten nicht richtig eingehalten, ohne greifbare Wirkung. Was ein Schwachsinn...

 

Hallo Detlef,

das sehe ich etwas weniger Tolerant und halte Relativierungen für wenig hilfreich.

Sollte ich den ambitionierten Kaufpreis teilweise mit Falschgeld begleichen, wird man mir mit Sicherheit auch nicht tolerant begegnen, nur weil es Vergleichsfälle gibt in denen Kunden den vollen Kaufpreis geprellt haben.

 

Wenn VW mir als Eigenschaft eine definierte Abgasstufe zusichert erwarte ich zu recht, dass das Fhzg. diese Gesetzteskonform erfüllt. Und natürlich hat das eine Wirkung, die von VW gewählte Vorgehensweise führt mit Sicherheit zu einen größeren realen Schadstoffausstoß.

 

Gruß, Frank


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#5 Detlef

Detlef

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Geschrieben 17 November 2015 - 11:44

Hallo,

Der Fernsehbericht hat ja klischeehaft gezeigt, dass es außer ein Anhörung in USA noch keine Verhandlungen mit Ergebissen gegeben hat. Bis dahin gilt doch wohl die Unschuldsvermutung.

Dass der VW -Chef USA sich in der Anhörung von Psychofragen wie "können Sie noch schlafen?" beeindrucken lässt, ist seiner Unerfahrenheit geschuldet. Als Deutscher hat man in USA in solcher Situation eh keine Chance. Wo war der Rechtsbeistand?
Dann stellt er sich auch noch vors Publikum und spricht in Gossensprache (Zitat: "VW totally screwed up"). Schlimmer gehts nicht.

Mir bleibt es ein Rätsel, wieso VW ohne Gerichtsbeschluss überhaupt etwas zugegeben hat. Das machen andrre Firmen schon mal gar nicht.

Als Uraltporsche-Fahrer über Schadstoffausstoß auf Niveau E5 oder 6 zu sprechen, finde ich schon witzig bis absurd. Der ganze Umweltfaschismus ist mir suspekt, mein jüngstes Auto ist 16 Jahre alt, die Kats garantiert verbraucht, aber mit neuer fehlerfrei bestandener AU.

Viele Grüße

 

Detlef


#6 Manfred Witte

Manfred Witte

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Geschrieben 17 November 2015 - 14:20

Heute abend 23:15, ARD.

"Volkswagen steht im Mittelpunkt eines der größten Skandale der deutschen Industriegeschichte. Der finanzielle Schaden ist enorm, der Imageverlust gewaltig. Gegen zahlreiche Topmanager wird ermittelt, Strafzahlungen in Milliardenhöhe sind absehbar, eine riesige Rückrufaktion steht bevor. Wie konnte der mächtige Konzern derart gegen die Wand fahren?"

 

 

ja die konkurenz für die amis ist schon gewaltig.

 

gruß, MW



#7 Frank 928

Frank 928

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Geschrieben 17 November 2015 - 15:55

Inzwischen sind vom KBA ja auch andere Hersteller "positiv" getestet worden, was einerseits den Schluß nahe legt, dass entweder die Grenzwerte zu "streng" sind oder sie permanent im Zweifel von allen überschritten werden. Und andererseits zeigt es auch, dass es sich hier zumindest teilweise auch um einen Handelskrieg mit nicht tarifären Handelshemmnissen handelt.


1989er 911 Carrera, 1993er 928 GTS


#8 sven_c1

sven_c1

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Geschrieben 17 November 2015 - 23:13

Hallo zusammen,

wirklich Neues war der Doku aus meiner Sicht nicht zu entnehmen.

Die negativen Auswirkungen der Gleichteilestrategie machen sich nun deutlich bemerkbar. Auf einmal ist Porsche dank Verwendung eines "optimierten" Triebwerks aus dem Konzernregal ins Gerede gekommen.
Was waren das noch für Zeiten, als z.B. der 993 turbo als vorbildlich für seine fortschrittliche Abgasentgiftung gelobt wurde. Da hat Porsche vielleicht Tankdeckel und Blinkerhebel von VW bezogen, aber die Kernkomponenten waren eigenständig...

Bzgl. der Unregelmäßigkeiten, sowohl bei Volkswagen als auch bei anderen Herstellern: ich denke, entscheidend ist die juristische Einordnung der Geschehnisse. Was war vorsätzlicher Betrug, was war eine ggfs. nur unglückliche Auslegung von Bestimmungen. Was war schlichtweg ganz legal (wenn auch vielleicht spitzfindig ausgelegt). Und hier wird jeder Fall einzeln betrachtet werden müssen.
Bei den Verbrauchswerten ist ja offenbar der Handlungsspielraum, die Prüfbedingungen zu optimieren, unglaublich groß. Und dazu ist der Fahr-Zyklus schwachsinnig realitätsfremd, so dass Abweichungen von bis zu 40% nach oben zwischen NEFZ und Realverbräuchen nicht ungewöhnlich sind - und nicht Folge illegalen Handelns sein müssen.


Aus deutscher Perspektive ist meiner Meinung nach entscheidend unglücklich, dass der Gesetzgeber (bzw. Aufsichtsbehörden) den Unternehmen die Überprüfung und Nachweisführung überlässt. Das ist wie fehlende Gewaltenteilung.

Grundsätzlich sind die Normen zur Ermittlung von Verbrauchs- und Abgaswerten offenkundigin weiten Teilen weltfremd und damit mitunter sinnfrei.
Jedes Unternehmen, das am Markt agiert, wird natürlich versuchen, kostenoptimale Lösungen zu finden. Es sei denn, man entdeckt für sich vermarktbare Produkteigenschaften, die eine Differenzierung vom Wettbewerb erlauben (Blue Motion, Blue Efficiency und Co.). Die Eigenschaften sollten allerdings belegbar sein.

Peinlich nur, wenn man so massiv mit dem Label "German Engineering" und Clean Diesel Oma-Spot wirbt.
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Viele Grüße,


Sven

Porsche 911 Carrera 3.2 Bj. 1987 / Mj. 1988 - EURO 2 Kat - 930/25 Motor - Bilstein Sportlich Straße - 15 Zoll Bereifung - Originalzustand

#9 Frank 928

Frank 928

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Geschrieben 18 November 2015 - 08:58

Finde ich eine sehr zutreffende und kluge Analyse, Sven! :)


1989er 911 Carrera, 1993er 928 GTS





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