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Donington Park International Circuit 14./15. Juli

Porsche 911 Donington trackday

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Eine Antwort in diesem Thema

#1 Frank 911

Frank 911

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Geschrieben 20 Juli 2016 - 16:33

Hi zusammen,

 

im so schön war es bei unserem Treffen am Nürburgring-Thread klang es ja schon mal an: habe die folgende Woche in England verbracht bei einem guten Freund, den ich jetzt schon ein Vierteljahrhundert kenne und der mich eigentlich zum Motorsport brachte. Dieses Mal wollten wir Doninton Park International Circuit angehen, nachdem wir in UK schon in Oulton Park, Cadwell Park, Brands Hatch, Snetterton und Rockingham gewesen waren.

 

Donington wird ja vornehmlich als Motorradrennstrecke verwendet, daher auch die Kurvennamen Schwantz und Foggerty. ;)  Es gibt relativ viel run-off und zumindest der International Circuit ist mit 4Km einigermaßen im Bereich einer "GT-Strecke". Die Strecke war auch mal im Gespräch für die F1 Anfang der 2010er Jahre und  Hermann Tilke sollte dort Hand anlgegen. Schließlich gab es aber einerseits Kräfte dagegen und andererseits entschied sich Ecclestone für Silverstone. Was schön ist, ist wie die Strecke mit Berg und Tal in die Landschaft eingebettet erscheint. Man muss wissen, dass die meisten trackdays dort bei 98dB drive-by begrenzt sind, was manche Fahrzeuge vor Herausforderungen stellt.

 

Zur Abendsession am Donnerstag war das Wetter sehr angenehm mit Sonne und um die 20°C. Noch ohne Instruktor gelangen mir ein paar schöne Runden mit Passagier, jedoch fühlte sich die Abfolge von Redgate, Craner Curves, Old Hairpin und Schwantz Curve noch nicht richtig an. Wie sehr das eine Rolle spielen sollte, will ich Euch später erzählen. Insgesamt war der Event im open pit lane Format gehalten und nicht sehr stark besucht, was es uns ermöglichte, sehr viel freie track time zu bekommen.

 

Man fährt also am Ende der pit lane von links auf die Strecke und gleich in Redgate im 3. Gang, welche einen späten Scheitelpunkt besitzt. Craner Curves wird bergab, short shifting in den 4. Gang zunächst mittig, dann rechts angefahren und schließlich nach links eingelenkt, was einen, wenn man es richtig macht, gerade auf die Bremszone der Old Hairpin zufahren lässt.  Sie wird als early apex in der Talsohle eingelenkt und man kann als trackday Fahrer über den grünen Bereich jenseits der Curbs drüber fahren. (Im Rennen ist das nicht erlaubt.) Von der Old Hairpin aus geht Schwantz voll über die Curbs links und dann ganz von rechts und auf McLean zu links wieder über den Randstreifen; erst dann wird wieder gebremst und in den 3. herunter geschaltet für McLean, die wiederum einen späten Scheitelpunkt besitzt. Aus McLean heraus geht es entweder im 3. oder 4. Gang auf Coppice zu, dort bergauf nur mit einem kurzen Druck auf die Bremse, vor der Kuppe blind rechts eingelenkt und wieder über den Abweiser. Der zweite Randstreifen innen wird nicht mitgenommen, statt dessen lässt man den Wagen schön weit nach links heraus tragen. Auf Starkeys Straight kann man kurz durchatmen und die Gurte nochmal nachziehen, bevor es von ca. 185 Km/h herunter auf 90Km/h für die Foggerty Esses geht, eine links-rechts-Kombination die im Porsche sehr viel Spaß macht und bei der es einem beim Anbremsen buchstäblich den Rotz aus den Nebenhöhlen zieht.

 

Die anschließende Gerade führt wieder bergab, was das Anbremsen auf die Melburne Hairpin für einige Teilnehmer zur Herausforderung machte. (Mein Instruktor: "That is your most favourite bit.") Hier drehten sich einige heraus vor oder hinter mir. Es ist die einzige 2. Gang Kurve, sie besitzt einen sehr späten Scheitelpunkt und die Sperre hat sich dort am stärksten bemerkbar gemacht. Wieder bergauf nach Goddards hin auf die Start/Zielgerade entpuppte sich diese als Kurve, die mich vor die meisten Herausforderungen stellte, sowohl beim Bremspunkt (häufig zu spät) als auch bei der Linie. Schließlich fand ich erst am Freitag Nachmittag auf den letzten Runden eine Teernaht quer davor, an der ich zumindest das Anbremsen justieren konnte. 

 

Nach einer halben Stunde mit einem Instruktor am Freitag Morgen fühlte ich mich viel sicherer vor allem in der o.g. angsprochenen Kurvenkombi Redgate-Craner-Hairpin-Schwantz. Wenn man Redgate zu früh einlenkt, kann man Craner nicht mittig anfahren, kommt dann zu spät zum Einlenken auf die Hairpin, damit zu weit nach links an deren Ausgang und schließlich findet sich hier ein Beispiel, wie sich dort die Fehler akkumulieren können: https://youtu.be/C9w9h5mYQtE

 

An Freitag Mittag begann es dann zu regnen, was es nochmals viel interessanter machte. Die zweite Instruktor-Session war dann auch im Regen, und es gab wesentliche Erkenntnisse zur Naßlinie. Dabei konnte ich auch den track präparierten Boxter überholen, was mir im Trockenen vorher noch nicht vergönnt war. Mir fiel auf, dass dieses Mittelmotorkonzept zwar bei trockener Strecke eine echte Waffe zu sein scheint in den Kurven hat auf nasser Strecke ggf. einen Nachteil bei der Kontrolle des Fahrzeugs. (Das ist wirklich nur eine Vermutung und kann  sich ggf.  auf das bestimmte Fahrzeug beziehen.)

 

Was die Zeiten angeht kam ich runter bis auf eine hohe 1min58 am Freitag Mittag noch im Trockenen und sehr komfortable (kein superspäter Bremspunkt, McLean und Coppice in 4. Gang) 2m03 bis 2min05 am Freitag Abend auch wieder im Trockenen.

 

Ich muss hier abschließen für heute Abend. Videos von der eigenen Fahrt folgen. Die heatmap der schnellsten Runde hänge ich hier nochmal an. :D

 

viele Grüße, Frank

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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#2 Marcus Bletz

Marcus Bletz

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Geschrieben 20 Juli 2016 - 21:19

Schön geschrieben Frank. Bin auf das Video gespannt.


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