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Seit wann sind Autos "rechts"?

Dieselskandal Politik Umweltschutz; Regulatorik;

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#21 Frank 911

Frank 911

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Geschrieben 04 Juni 2018 - 08:56

Hallo Detlef, hi zusammen,

 

zunächst: die Achse des Guten ist hervorragend geeignet zur alternativen Lektüre und Meinungsbildung, anders als die Mainstream-Medien, also sowohl Print-, als auch TV und Rundfunk. Die Artikel sind durchweg gut recherchiert und geschrieben.

 

Zum Inhalt des o.g. Artikels kann ich sagen, dass es sicherlich als unstrittig gelten sollte, dass es einen sehr unguten Teufelskreis gibt, in dem die Autoindustrien außerhalb Deutschlands und die "Regulatoren" inkl. ihrer leider klageberechtiger und teilweise fremdfinanzierter und teilweise steuerfinanzierter Handlanger wie der DUH eine große Rolle spielen. Will sagen: die amerikanische und die japanische Autoindustrie nutzen die regulatorischen Vorschriften, um einen nicht tarifären Handelskrieg zu führen und die deutsche Regierung hat dem leider erheblichen Vorschub geleistet. Wie man sich selbst so entleiben kann, bleibt ein Rätsel. Die einzige Erklärung wäre, dass man sich tatsächlich einen grünen Anstrich geben wollte vor dem Hintergrund der Vereinnahmung der linksgrünen Wählerschaft. Dass das letzten Endes zu kurz gedacht ist, reiht sich ein in so viele Entscheidungen der letzten 14 Jahre, angefangen vom Atomausstieg über die Eurorettung und nun schließlich der Situation mit den vielen geschenkten Menschen seit September 2015.

 

Wie in diesen drei Beispielen genannt fehlt mir, wie auch Sven, das Zuendedenken eine Entscheidung oder einer potentiellen Entscheidung. So hat man seitens der "Regierenden" seit 2004 die DUH klageberechtigt. Das ist ansich schon ein unglaublicher Vorgang: Man holt sich sozusagen den Scharfrichter ohne Not ins eigene Haus und finanziert sie überdies auch noch großzügig aus Steuergeldern und aus Einnahmen der Justiz. Die DUH residiert vornehm am Bodensee mit ca. 82 Mitarbeitern, die sozusagen als "Abmahnverein" fungieren. Sie ist nach eigenen Angaben politisch unabhängig, gemeinnützig anerkannt, klageberechtigt und engagiert sich vor allem auf nationaler und europäischer Ebene. Dass politisch unabhängig nicht zutrifft ist schon ein Teil des Skandals. Schlimmer noch ist, dass der "Verein" als gemeinnützig anerkannt ist. Es bedarf dringend einer Überprüfung dieses Status. 

 

Die Frage, die sich stellt, ist also: was kann man tun, was kann ich persönlich tun, um diesen Machenschaften entgegenzusteuern (sofern man die Meinung der DUH nicht teilt): zunächst können wir alle diese Missstände benennen und diskutieren. Ich finde, es geht uns alle etwas an, wenn die Absichten Einzelner der Mehrheit gegenüberstehen. Im Falle der Autoindustrie, die unbestreitbar das Rückgrat der deutschen Industrie ist, ist das so und wir alle wollen weiterhin Autofahren, insbesondere mit Fahrzeugen, die im "Verdacht" stehen, nicht so besonders umweltfreundlich zu sein.

 

Dabei spielt bei Vereinen wie der DUH leider keine Rolle, wie oft man das Fahrzeug bewegt, und inwieweit die Emissionen, die bei der Herstellung eines Fahrzeugs entstehen, bei unseren Schätzen bereits lange abgegolten sind. Will sagen: wenn ich mit einem 30 Jahre alten Gebrauchtfahrzeug 3.000 Km im Jahr fahre, ist das nicht nur vermutlich, sondern auch faktisch umweltfreundlicher, als wenn ich mit einem ein bis acht Jahre alten Tesla jeweils 20.000 Km pro Jahr fahre, noch nicht gerechnet die Kosten der Verschrottung der Batterie.

 

Was kann man weiterhin tun? Man kann an seinen Abgeordneten schreiben und man kann seine eigenen Abgaben, sofern steuerbar, lenken, so dass diese in Kanäle fließen, die diese Vereine und Regierungen eben nicht befeuern. Und schließlich kann man sein eigenes Kaufverhalten bezüglich Neuwagen lenken, also by german oder so ähnlich.

 

Es gibt auch einige wenige ermutigende Signale: So gibt es wenigstens teilweise eine Diskussion darüber, ob die Messstationen eigentlich im richtigen Abstand und an der richtigen Stelle stehen, so wie zum Beispiel in Stuttgart am Neckartor. Es gibt auch Politiker, die nichts von Fahrverboten halten und das auch sagen, so Andreas Stoch kürzlich: [Das Gutachten] sei "kein Freibrief für die Fahrverbotsphantasien von Verkehrsminister Winfried Hermann und der Grünen."

 

Schlussendlich: es liegt an uns. Wir sind die Konsumenten und die Wählerschaft in Einem, wir haben alle eine Stimme. Wir müssen sie aber auch erheben.

 

LG Frank

 

 

 

 


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