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Grand Tour nach Ascari


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27 Antworten in diesem Thema

#1 Michael S

Michael S

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Geschrieben 23 November 2018 - 22:15

Hallo zusammen,

 

möchte mal in loser Folge von unserer Grand Tour letzte Woche berichten:

 

Teil 1: Vorgeschichte und Idee

 

Vorgeschichte:
Als Entwicklungsingenieure in der Motorsteuerungsentwicklung kommen wir naturgemäß viel rum (Polarkreis, Alpen, Südspanien, USA etc.), zudem kennen/nutzen wir auch viele verschiedene Anfahrrouten dieser Lokalitäten, auf denen wir die Motorsteuerung unter Kundenbedingungen validieren. Ein Teil dieser Strecken sind Traumstraßen schlechthin, und sehr oft träumt man während der Arbeit davon dort mal mit dem eigenen Auto unterwegs sein zu können. Allerdings kommt man im Alltag dann eigentlich nie dazu, keine Zeit, zu weit weg, Anreise zu teuer usw...

Ideen dazu gab es gelegentlich, sogar eine Vorplanung für einen Trip nach Südspanien hatte ich mal gemacht. Allerdings haben wir sowas letztendlich nie umgesetzt.

 

Wie es der Zufall so wollte hatte die Frau eines Freundes und Kollegen vor einigen Monaten erwähnt das sie Ihrem Mann gerne zum 40. Geburtstag etwas tolles schenken möchte, gerne auch als Sammelgeschenk ihrer gesamten Familie. Wenn möglich sollte es was mit Autos zu tun haben, da sein vor ca. einem 3/4 Jahr erworbener Lotus Evora S bisher etwas zu kurz gekommen ist. Beim einzigen Besuch eines Trackdays am Nürburgring hatte er sich zudem im ersten Stint einen Reifenschaden eingefangen, somit war dieser Tag auch gelaufen :-(

Wie aus der Pistole geschossen kam mir dann wieder mein bereits vorgeplanter Spanientrip in den Sinn:

Transport der Fahrzeuge nach Saragossa, dann 3 Tage ununterbrochenes Kurvenfahren auf traumhaften Strecken die zudem nahezu unbefahren sind !!! Endziel wäre Ronda, wo die Krönung des Trips ein Trackday bei den "Endless Summer" Veranstaltungen von Gedlich Racing sein sollte. Heimreise dann per Flug von Malaga nach FFM, Autos wieder per Transporter zurück.

Problem bei dieser Planung war auch immer das Endless Summer normalerweise zwischen 21.12. und Anfang März stattfindet, kein optimaler Zeitpunkt um mit Sportwagen über Pyrenäen und durchs spanische Mittelgebirge zu fahren...

 

 

Gruß

Michael

 


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#2 Michael S

Michael S

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Geschrieben 23 November 2018 - 22:52

Teil 2: Planung und Teilnehmer

 

Die Idee kam sehr gut an, auch wurde das zur Verfügung stehende Budget äusserst großzügig bemessen. Also stand dem nicht viel im Wege, ausser Mitfahrer in unserem Kollegenkreis zu finden die bereit sind dieses Budget bei der Hausordnung loszueisen. Die Mitfahrer bekommen es ja leider nicht geschenkt, sondern müssen alles selbst zahlen...

Es soll natürlich nur eine kleine (und eingeschworene) Gruppe sein mit max. 3-4 Autos (Motor muß zwischen Heckschürze und Vordersitzen liegen), aus Erfahrung wissen wir das mehr Fahrzeuge mehr hinderlich als spaßfördernd sind. Die üblichen Verdächtigen sind schnell ausgemacht, die Begeisterung natürlich groß.

Also mal grob Preise eingeholt, schnell macht sich bei mir Ernüchterung breit ob der hohen Kosten. Nicht für das Geburtstagskind, da liegen wir noch locker im Budget...

Überraschter bin ich dann allerdings das einer der potentiellen Mitfahrer (Manuel) trotz gerade frisch erworbenem GT4 im Neuzustand noch Budget für diesen Trip übrig hat ("...macht man ja nur 1x im Leben..."). Somit wären wir schon zu Dritt, ich muß ja schließlich als Planungsverantwortlicher und Rottenführer mit guter Streckenkenntnis sowieso mit :D

Ein weiterer Kandidat aus unserer "Sportwagenclique" hätte zwar Interesse, geht aber davon aus das er das daheim nicht genehmigt bekommt. Trotzdem erzählt ganz nebenbei seiner Frau mal von unsere Idee, worauf sie vollkommen unerwartet entgegnet: "Mensch Frank, gönn Dir doch auch mal was"  :huh:  :D 

Somit sind 4 Teilnehmer beisammen, also geht die Detailplanung los.

 

Um es abzukürzen:

Der Plan mit dem Hinflug nach Saragossa und just in time Anlieferung unserer Autos an den Flughafen müssn wir aus Kostengründen verwerfen, wir fahren lieber 2 Tage mehr durch Frankreich durch. Diese ca. 1800 Zusatzkilometer sind aber für Frank zu viel, er möchte nicht sooo viele Kilometer nutzlos auf seinen 991 GTS draufbrummen. Rennstrecke würde er auch nicht mit dem GTS fahren, er ist eher so der Sammler.

Deshalb fährt er nur als Beifahrer mit, da er sich aber an den Transport.- und Kraftstoffkosten beteiligt ist er ein gern genommener Gast und Ersatzfahrer :rolleyes:

 

So laufen die Planungen im Verborgenen, NIEMAND auf der Arbeit darf davon erfahren, ansonsten würde innerhalb der Vorlaufzeit sich garantiert jemand beim Geburtstagskind Daniel verplappern und die ganze Überraschung versauen :(

Einzig unser Chef wird eingeweiht, muß er doch den Urlaub für das Geburtstagskind ohne dessen Wissen genehmigen (was er auch problemlos tut).

 

Ein weiterer Punkt der uns in die Karten spielt ist das diesjährige Timing der Endless Summer Veranstaltungen. Erstmalig startet die Trackdaysaison bereits am 17./18. November, also noch bei ziemlich moderatem Wetter. Da Daniels Geburtstag am 8.11. ist, ist die zeitliche Konstellation perfekt. Daniels Ehefrau ist begeistert und gibt das GO, also werden Hotels, Heimflüge und der Heimtransport der Fahrzeuge gebucht. Es gibt kein Zurück mehr, fehlt nur noch eine ansprechende Präsentation der Überraschung an der Geburtstagsfeier am 10.11.

 

Dazu bereitet Manuel eine geniale Videopräsentation aus TopGear / GrandTour - Inhalten vor, die mit perfekt inszeniertem Spannungsbogen zum Trackday im Ascari Drive Ressort überleitet. Als dann zum Schluß noch das Abfahrtsdatum 12.11. um 8:00 Uhr preisgeboten wird ist die Überraschung beim Geburtstagskind riesig, und es fliessen sogar Tränen der Rührung ;) 

 

Gruß
Michael


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#3 Michael S

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Geschrieben 23 November 2018 - 23:45

Teil 3: Start und Überführungsetappen ins Land der Kurven

 

Montags früh geht es los, alle sind pünktlich und das Geburtstagskind Daniel immer noch geflasht. Zu Glück haben wir heimlich sichergestellt das sein Lotus in guter Verfassung ist, sogar passendes Reserveöl zum Nachfüllen haben wir organisiert.

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Die erste Etappe durch Frankreich (970km) läuft ziemlich entspannt, das Wetter ist auch gut.

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Allerdings macht der GT4 recht zeitig Probleme, heftige Klappergeräusche von der Vorderachse führen dazu das wir am 2. Tag sicherheitshalber mal nachschauen ob irgendetwas locker bzw. auffällig ist. Witzigerweise war Manuel 7 Tage zuvor noch auf dem Bilster Berg, da war noch alles in Ordnung.

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Um den 2. Tag etwas aufzulockern geht erst erstmalig für einige Zeit runter von der Autobahn, quasi zum Anwärmen der Reifen:

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Auch ein schöner Rücken kann entzücken:

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Noch ein paar Impressionen:

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Andere haben wohl eine ähnliche Idee. 4 Transporter voll mit schweizer Porsche:

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Abends in einem Parador-Hotel eine gute Gelegenheit für ein paar schöne Fotos:

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Gruß

Michael

 

 

 

 


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#4 Michael S

Michael S

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Geschrieben 24 November 2018 - 00:31

Teil 4: Pleiten, Pech und Panne

 

Der 3. Tag startet erstmal mit einem Rundumcheck des GT4 Vorderwagens. Das Klappern ist immer noch vorhanden, je nach Fahrbahnzustand so laut als würde gleich der ganze Radträger abfallen. Am Vorabend noch schnell einen zweiten Wagenheber gekauft um das Fahrzeug zum Prüfen von Stabi und Koppelstanden spannungsfrei anheben zu können. Auch ziehen wir alle Fahrwerksschrauben nach, aber da ist alles fest. Zumindest kann es in unseren Augen nichts gefährliches sein...

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Dann geht es vorbei an riesigen Mandarinenplantagen ins gelobte Kurvenland:

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Straßenarbeiten erfordern auch mal das Fahren auf Schotter, sehr zum Leidwesen eines neuwertigen GT4. Ein Zurück gibt es aber nicht...

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Aber es kommt noch schlimmer: Plötzlich meldet die Reifendruckkontrolle stark abfallenden Luftdruck am linken Vorderreifen des GT4. Und das MITTEN im Nirgendwo, ohne Ersatzrad natürlich. Mutmasslich hat ein scharfer Stein den Reifen aufgeschlitzt. Obwohl wissentlich nirgendwo drübergefahren, könnte das ein Folgeschaden der Schotterfahrt sein. Die war aber schon etliche Kilometer her...

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Ohne viel Hoffnung kommt das TireFit zum Einsatz, das läuft aber quasi nur durch :-(

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Und so könnte der Übeltäter ausgesehen haben:

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Das folgende Geschehen in Kurzfassung:

Auto kann da nicht stehenbleiben, nächste Großstadt ist 1,5h im Tiefflug entfernt. Also Rad in meinen Elfer auf die Rückbank, Manuel und ich machen uns auf den Weg zum dort ansässigen Porschezentrum. Daniel und Frank bleiben zurück und passen auf den GT4 auf. Leider gibt es dort keinen Handyempfang :-(

Unterwegs wieder Mobilnetz, dabei kommt heraus das das PZ vor einem Jahr geschlossen hat. Schnell spanischen Ex-Kollegen in Barcelona (den wir am Vortag noch kurz besucht hatten) angefunkt, er möchte doch bitte versuchen telefonisch einen Reifen zu organisieren. An diesem Tag geht da allerdings nichts mehr, müsste aus Barcelona oder Valencia angeliefert werden. Für uns aber keine Option einen Tag zu warten, Auto kann nicht in der Wildnis stehen bleiben. Die Tour wäre dann kaputt und Zeit nicht mehr aufzuholen. Glücklicherweise organisiert unser Telefongehilfe einen 255er PS4s (statt 245er), den nehmen wir. Leider ist erstmal Siesta, in Summe dauert die Aktion ca. 6h bis wir zurück und das Rad samt Reifen wieder montiert ist.

Der eigentlich kürzeste Tag der Tour wird somit zum längsten Tag. Somit entgeht Daniel die Schönheit dieser nächtlichen Station, war er doch als einziger von uns beruflich noch nicht dort:

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Wenigstens stehen die Autos über Nacht sicher in der Hotelgarage:

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Gruß

Michael

 


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#5 d911o

d911o

    Longrunner

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Geschrieben 24 November 2018 - 09:42

Hi Michael,

danke für's mitnehmen, ganz tolle Geschichte :) .

Grüße, Dirk


997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#6 Günter Liebelt

Günter Liebelt

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Geschrieben 24 November 2018 - 10:39

Hallo Michael,

 

Chapeau, was für ein packender Reisebericht den ich mit Spannung gelesen habe. Danke, dass wir teilhaben durften!

 

Beste Grüße

Günter

 

 



#7 Thomas Roller

Thomas Roller

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Geschrieben 24 November 2018 - 10:52

Wow, super Bericht, bestimmt ein tolles Erlebnis! Beneidenswert!


Porsche 993 Coupe Bj. 95, irisblau-metallic, revidierter Motor mit ca. 360 PS

#8 Michael S

Michael S

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Geschrieben 24 November 2018 - 11:17

Danke, aber es geht natürlich noch weiter. Sind ja erst bei Tag 3, quasi Halbzeit...

 

Gruß

Michael



#9 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 24 November 2018 - 12:51

Hi Michael;

 

bisher schon eine coole Story :)

 

So was gefällt mir, auf eigener Achse mit dem Renn/Sportwagen Land/Leute und dann die Rennstrecke "erfahren".

Leider gibt es da auch immer "negative" Erfahrungen, aber diese gehören dazu.

Sonst lernt man ja nicht.......

 

Warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung:

-was hat der GT4? (außer nem Platten)

-wie findet ihr Ascari?

Steht bei mir auch auf der Wunschliste, ich war auch noch nie mit in Spanien.

Städtetouren(Barcelona, Madrid) ausgenommen

uvm.

 

Danke schon mal vorab für Deinen Reisebericht.

 

Gruß

hwp

 



#10 Michael S

Michael S

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Geschrieben 24 November 2018 - 14:19

Teil 5: Königsetappe

 

Am 4. Tag starten wir optimistisch in die Königsetappe. Der GT4 hat trotz überbreitem Reifen die vorabendlichen 280km Landstraße ohne Probleme gemeistert. 1-2x leichtes Schaben an der Radhausschale, mehr nicht. Schnell kann ich das Tempo etwas anziehen, ich merke das daran das mir Manuel permanent am Heck klebt. Soll mir recht sein, Wetter und Strecken sind traumhaft, die Farbenvielfalt kann locker mit den besten kanadischen Indian Summer mithalten !!!

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Die Strecken variieren zwischen eng, wellig und flüssig und glatt, bekommen mittlerweile von uns Schulnoten. Wir bewegen uns hier permanent zwischen 1 und 1-:

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Eine atemberaubende Allee lädt ein zum Verweilen, jeder will sein Auto einmal schön in Szene gesetzt haben und wir machen Mittag und fotografieren bis der Arzt kommt:

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Wohin man schaut, einfach tolle Landschaften und Strecken:

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Leider dann die böse Überraschung. Ein Check der Reifen offenbart das Drama:
Auf einer ziemlich welligen Etappe am Vormittag hat der Platz im Radhaus wohl doch nicht gerreicht, die Reifenflanke wurde vom Kotflügel zeitweise bis auf die Karkasse aufgeschnitten:

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Luft ist aber noch drin, und seit der welligen Piste sind mindestens schon 1-2 Stunden vergangen. Trotzdem heißt es safety first, und im Schneckentempo aus dem Nirvana in zivile Gefilde. Bestenfalls natürlich bis zum nächsten Hotel zu kommen. Leider müssen wir auf "gerade Strecken" ausweichen, den schönen Nationalpark müssen wir baldmöglichst verlassen :-(

40km enge Kurven können aber ziemlich lang sein mit 30km/h im Durchschnitt, da bleibt aber Zeit für das eine oder andere Landschaftsfoto:

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Gruß

Michael

 

 



#11 Manfred Witte

Manfred Witte

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Geschrieben 24 November 2018 - 15:47

hättet ihr nicht zum nächsten reifenfritzen fahren können ? und dann einen gummiflicken auf das loch ?

oder war das loch zu groß ?

woher bekommt ihr einen neuen reifen ?

 

gruß, MW



#12 Michael S

Michael S

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Geschrieben 24 November 2018 - 16:00

Hast du mal versucht in spanien einen passenden reifen für einen gt4 zu bekommen ?
Am nächsten tag wäre das per transport aus einer der metropolen möglich. Aber das war bei unserem zeitplan bzw. Unseren routen fernab der zivilisation nicht möglich. Hotels waren ja auch alle gebucht...
Beide reifenschäden waren zudem irreparabel, wobei der zweite reifen zumindest noch luft hielt und das auto somit fahrbar blieb.

Gruss
Michael



#13 Michael S

Michael S

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Geschrieben 24 November 2018 - 18:28

Teil 6: da waren es nur noch zwei...

 

Der 5. Tag ist einerseits die eigentlich letzte Etappe zu unserem letzten Hotel, andererseits auch etwas ganz besonderes für uns. Hier geht es die Sierra Nevada hoch, dem größten Skigebiet Spaniens (2500m). Ausserdem kennen wir das Gebiet gut von unserer Arbeit, hier ist es quasi Plicht Beweisfotos für unsere Arbeitskollegen zu machen das wir einmal mit unseren Privatautos dort oben gewesen sind. Ich bin sogar zum dritten Mal dieses Jahr hier, dieses mal erstmals mit richtig Qualm unter der Haube :-)

Manuel hingegen ist untröstlich. Nicht nur das er diese tolle Tagesetappe nicht mitfahren kann, er wollte unbedingt auch die Sierra Nevada mit hochfahren. Wir hatten uns am Vorabend darauf verständigt das er die letzte Etappe bis hinter Marbella via Autobahn absolviert, während der Rest Überland fährt. Glücklicherseise konnte der Veranstalter des Trackdays in Ascari am Vortag über seinen Kooperations- und Technikpartner (ein Rennteam) noch organisieren das wir einen passenden Reifen (Michelin PS4S N0) für den GT4 um 18 Uhr in Marbella montiert bekommen. Zumindest das sollte laufen...

 

Zunächst aber zu zweit auf eine klare Note 1 Route, vorbei an Stauseen und die Sierra Nevada hoch mit Blick auf Granada:

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Während wir noch an Arbeitstätten, Hotels und Bergstrecken auf Fotosafari sind, entscheidet sich Manuel doch mit seinem angeschlagenen Reifen ebenfalls den Berg raufzufahren. "Der Reifen hat jetzt so lange gehalten, und ich muß einfach einen Haken an dieses Gruppenfoto auf 2500m machen" begründet Manuel seine Entscheidung, "aber so langsam ist wohl noch nie ein Porsche den Berg raufgefahren".

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Wärend Manuel sich anschließend gemütlich auf den Rückweg macht, lassen wir es etwas sportlicher angehen. Zurück am Fuße des Berges gönnen wir den Autos aber erstmal eine Wäsche, die haben sie sich verdient:

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Wärend Manuel wieder Autobahn fährt, geht es für uns kurz hinter Granada wieder ins Geschlängel. Je näher wir der Küste kommen, desto grüner wird die Natur. Teilweise kommt man sich vor wie in Mittelamerika, so bewachsen ist es hier:

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Da wir noch etwas Progamm haben (Reifen einfassen in Marbella, Einchecken im Hotel, Empfang des Veranstalters und Drivers Diner), lassen wir es gut sein und absolvieren den Weg um Malaga auf der Autobahn um pünktlich in Marbella auf Manuel zu treffen:

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Dann die schlechte Nachricht. Der Technikpartner bekommt nun doch keinen Reifen für den GT4, für Manuel bricht eine Welt zusammen. Erst läuft alles gegen ihn, und dann kommt auch noch Pech dazu. Und das wo er unbedingt den Trackday in Ascari fahren wollte !!!

Hätten wir das vorher gewusst hätten wir die Möglichkeit gehabt einen Reifen per Express einfliegen zu lassen. Auch ein letzter Versuch um vor Feierabend beim PZ Marbella bringt keinen Erfolg. Hier und in Malaga (die gehören zusammen) gibt es keine passenden Reifen dieser Größe vorrätig. "Hätten Sie bis 12 Uhr bescheid gegeben hätten wir heute bis 18 Uhr einen passenden Reifen aus Sevilla bekommen" sagt der hilfsbereite Serviceleiter des PZ. Hätten wir das nur vorher gewusst :-(

 

Jetzt erstmal ins Hotel zum Einchecken, der Tag war lang genug:

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Gruß

Michael


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#14 Thomas Roller

Thomas Roller

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Geschrieben 25 November 2018 - 09:22

Wow, was für ein Drama! Ich hoffe, es gibt noch ein Happy End!


Porsche 993 Coupe Bj. 95, irisblau-metallic, revidierter Motor mit ca. 360 PS

#15 Reinhold

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Geschrieben 25 November 2018 - 13:09

Hammer Geschichte, leider nur für 2 von euch.
Danke dafür. Und ich bin gespannt auf den Rest der Story

Gruß Reinhold

991.2 T "mehr Elfer braucht man(n) eigentlich nicht"


#16 Manfred Witte

Manfred Witte

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Geschrieben 25 November 2018 - 13:22

schöne Story .

bitte die Fortsetzung.



#17 Michael S

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Geschrieben 25 November 2018 - 18:50

Teil 7: Trackday Ascari Drive Ressort

 

Nach dem ganzen Trubel stand am Freitag Abend erstmal das Einchecken im 5-Sterne Palast ein, in dem zufällig gerade die Vorstellug des neuen Macan stattfand. Deshalb noch Porscheflaggen am Eingang und ein Macan im Garten...

Noch während der Akkreditierung bekommt Manuel die Info des Technikpartners das er zwei gebrauchte Cup2 für den GT4 parat hat. Eine andere Alternative gibt es eh nicht, also sagt Manuel zu.

Noch vor der Begrüßung durch den Trackday-Veranstalter Markus Gedlich und den Hoteldirektor und dem anschließenden Drivers Diner im neu eröffneten, hoteleigenen Restaurant nutzen wir die Möglichkeit die anspruchsvolle Strecke auf einem hochwertigem Simulator kennenzulernen. Das habe ich bei einem Trackday auch noch nicht erlebt, das ein Simulator zur Vorbereitung zur Verfügung steht !!!

 

Ursprünglich sollte der Trackday am ganzen Tag stattfinden, aus organisatorischen Gründen seitens des Drive Ressorts musste bereits im Vorfeld der Trackday verkürzt und in ein Night Special (Strecke wird beleuchtet) umgewandelt werden. Also Fahrtzeit 16:30 - 21:30 Uhr, das kommt uns entgegen da wir um 10 Uhr die beiden Reifen für Manuel montiert bekommen sollen.

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Schlußendlich klappt das auch, auch wenn wir das eine oder andere mal zweifeln ob der spanischen Versprechungen. Auf jeden Fall fallen uns erstmal die Augen raus als wir die unscheinbare Halle des Technikpartners und Rennteams betreten und Millionenwerte an Sport- und Rennwagen dort zu sehen bekommen...

 

Zum Mittagessen lädt der Veranstalter die Teilnehmer nach Ronda ein, eine schöne Stadt mit zwei touristischen Highlights:

Der berühmten Brücke über eine Schlucht mitten in der Stadt, und der ältesten Stierkampfarena der Welt.

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Nach dem Essen und der kurzen Fotorunde geht es dann endlich ins Ascari Drive Ressort, eine beeindruckenden Anlage die sich ein holländischer Ölmilliardär nach eigenen Vorstellungen hat bauen lassen. Alles vom Feinsten, und das Streckenlayout setzt sich zusammen aus dem who is who der schönsten Kurven weltweiter Rennstrecken !!!

 

Da es Mittags etwas geregnet hatte ist die Strecke anfangs noch leicht feucht, das macht diesem extrem rauen Asphalt aber nichts und man fährt fast wie im Trockenen. Hier ein paar Impressionen:

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Angehängte Datei  RoadTrip_341.jpg   107,63K   0 Mal heruntergeladen

 

Das Fahren im Dunkeln ist natürlich für viele eine ganz neue Erfahrung, manch einem Fahrer ist das nicht ganz geheuer und so wird die Strecke immer leerer. Ich kenne es schon von Rennen und fühle mich da wohl, wir fahren somit bis zur letzten Runde und haben die Strecke zum Schluß ganz für uns alleine:

Angehängte Datei  RoadTrip_339.jpg   82,77K   0 Mal heruntergeladen Angehängte Datei  RoadTrip_340.jpg   80,4K   0 Mal heruntergeladen

Angehängte Datei  RoadTrip_342c.jpg   69,12K   0 Mal heruntergeladen

 

Schlußendlich ein super Tag auf einer obergenialen Rennstrecke. Nicht leicht zu lernen, lange Runden, zudem äusserst anspruchsvoll !!!

Besonders freut uns das es ein Happy End für unseren Pechvogel Manuel gibt, er fährt mit Abstand die meisten Runden :-)

 

Gruß

Michael

 

 

 


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#18 Michael S

Michael S

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Geschrieben 25 November 2018 - 19:29

Teil 8: Abtransport und Impressionen

 

Der Trackday lief super, alles heile geblieben und doch ein Happy End für Manuel.

Während die meisten Teilnehmer noch einen weiteren Trackday am nächsten Tag fahren, ist für meine Freunde die Reise hier zu Ende und es geht an diesem Sonntag per Flieger heim nach Frankfurt. Ich selbst bleibe noch einen Tag länger vor Ort, ursprünglich wollte ich mit einem Bekannten noch Testfahren mit seinem 911 GT3 Cup durchführen. Leider war das Auto nicht rechtzeitig verfügbar, so konnte ich die Jungs zum Flughafen nach Malaga fahren und mich anschließend nochmal nach Ascari begeben.

Dort angekommen wartete schon der Transporteur auf die Fahrzeugschlüssel zum Verladen unserer Autos, ich unterstütze und mache ein paar Beweisfotos:

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Da es wieder leicht anfängt zu regnen setze ich mich ins Klubhaus und betrachte mir Anlage noch etwas (Stichwort: Pool nahe Boxeneinfahrt):

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Montags geht es dann auch für mich nach Hause, glücklicherweise zeigt sich das Wetter nochmal von seiner schönsten Seite und ich kann die freie Zeit für ein Paar Fotos vom tollen Hotel nutzen:

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Fazit:

Toller Trip, eine echte Grand Tour mit Dramen wie es dazu gehört (worauf wir aber auch gerne verzichtet hätten). Atemberaubende Strecken, Spanier die in the middle of nowhere wohl nie oder selten solche Autos zu sehen bekommen. Aber uns auch gelegentlich zugewunken und zum Gasgeben aufgefordert haben :D

Happy End auf toller Strecke, und die Autos haben wir auch am Mittwoch unbeschadet wieder zurück erhalten.

 

Gruß

Michael

 

P.S.: Fortsetzung folgt. Wann ?  Keine Ahnung, jetzt sind wir erstmal satt und unsere Autos bekommen erstmal ein Pflegeprogramm und (teilweise) neue Reifen :lol: :ph34r:



#19 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 25 November 2018 - 20:02

Hi;

 

Congratulation!

 

Toller Bericht, tolle Bilder!

Ein paar "kleine" Männerträume sind wahr geworden.

 

Aber etwas ist noch offen ;)

Warum hat der GT4 geklappert?

Mit dem ganzen Reifendrama kann es doch nichts zu tun gehabt haben, oder?

 

Servus

hwp



#20 Michael S

Michael S

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Geschrieben 25 November 2018 - 20:16

Das wissen wir noch nicht. Autos sind ja mittwoch heimgekommen, allerdings hatte Manuel noch keine Zeit den Vorderbau freizulegen.
Mit dem Reifenschaden hatte das Geklapper natürlich nichts zu tun, das waren einfach zwei unterschiedliche Probleme...

Ich werde berichten sobald ich genaueres weiss.

Gruss
Michael




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