Zum Inhalt wechseln


Foto

BWM - Hardwarenachrüstung


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
22 Antworten in diesem Thema

#1 Rainer Klier

Rainer Klier

    Mitglied

  • Moderator
  • 1.119 Beiträge

Geschrieben 07 Januar 2019 - 13:55

Auch interessant:

 

Und BMW-Chef Krüger auf der Hauptversammlung: "Wir sagen aber auch, wenn etwas technisch nicht sinnvoll ist: Die Nachrüstung mit Hardware. Verantwortung gehört zu unseren Werten."

Irgendwie passen für mich Video und die Aussage von Herrn Krüger nicht wirklich zusammen ...


Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen - Walter Röhrl
964 C2 cassis-metallic mit diversen, bewusstseinserweiternden Umbauten

 

Jeder Mensch macht mich glücklich… die einen, wenn sie den Raum betreten, die anderen, wenn sie den Raum verlassen.


#2 d911o

d911o

    Longrunner

  • Orga-Team
  • PIPPIP
  • 3.220 Beiträge

Geschrieben 07 Januar 2019 - 19:27

Hi,

bedauerlicherweise führen solche Sachen dazu, dass man(n) immer misstrauischer wird. Im konkreten Fall drängt sich der Verdacht geradezu auf, dass BMW ausschließlich neue Autos verkaufen will und (um das zu realisieren) mindestens einen Teil der bisherigen Kunden belügt - viel anders kann die ''Nicht-Nachrüstungsaussage'' kaum gesehen werden. VW macht es etwas anders, dort wird eine Garantie-Nichtübernahme als Feigenblatt für die Ablehnung von Nachrüstlösungen vorgebracht. Beide Verhaltensweisen sind in meinen Augen genauso unseriös wie das was im Vorfeld hinsichtlich Kundentäuschung passiert ist.

Grüße, Dirk


  • sven_c1 gefällt das
997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#3 Ummi

Ummi

    Mitglied

  • Moderator
  • 2.261 Beiträge

Geschrieben 07 Januar 2019 - 20:16

Wißt ihr bei wieviel BMW-Modellen der SCR-Umfang wie in dem Beispiel 1:1 übernommen werden kann und bei wievielen nicht?
Kennt ihr den Umrüstungsumfang und die dazu einzuhaltenden Vorschriften etc..?

Klar, wißt ihr. Sonst hättet ihr Euch ja keine so eindeutige Meinung bilden können ;)

Ich kenne den Aufwand auch und halte ihn für nicht gerechtfertigt zur Kompensation einer Adventskerze auf einer vielbefahrenen Kreuzung.

Gruß Frank
  • sry gefällt das

pue8qzxa.jpg

 

392114_5.png


#4 Rainer Klier

Rainer Klier

    Mitglied

  • Moderator
  • 1.119 Beiträge

Geschrieben 07 Januar 2019 - 20:47

Hi Ummi,

 

sind in dem Beitrag von Frontal 21 sachliche Fehler?

Es mag sein, dass eine Neuabnahme dahintersteht, aber wäre das technisch nicht sinnvoll?

 

Für mich als Laien bleibt das das Gschmäckle, dass der Steuerzahler womöglich für alles aufkommen muss.

 

Grüße

Rainer


  • sven_c1 gefällt das

Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen - Walter Röhrl
964 C2 cassis-metallic mit diversen, bewusstseinserweiternden Umbauten

 

Jeder Mensch macht mich glücklich… die einen, wenn sie den Raum betreten, die anderen, wenn sie den Raum verlassen.


#5 d911o

d911o

    Longrunner

  • Orga-Team
  • PIPPIP
  • 3.220 Beiträge

Geschrieben 07 Januar 2019 - 21:08

Hi Frank,

nein, das weiß ich nicht genau und deshalb schrieb ich "einen Teil der Kunden" und nicht "alle Kunden" ;).

Ich ging nach dem Beitrag von vielen 3er BMW-Diesel Modellen aus, da der gezeigte BMW ein Massenmodell ist.

Btw, unabhängig vom gezeigten Beispiel: was müsste denn außer dem Kat, dem Adbluetank samt Leitungen und dem Steuergerät samt Software noch alles verändert werden? Das würde mich mal interessieren.

Grüße, Dirk


997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#6 sry

sry

    Mitglied

  • Orga-Team
  • PIPPIP
  • 1.653 Beiträge

Geschrieben 07 Januar 2019 - 22:01

Servus,

 

man enge die Betrachtung so lange ein bis man zum gewünschten "Beweis" kommt :angry:

 

- Es ist plausibel, dass dieser Umbau eine Stickoxidreduktion bringt. Ob das reicht, um zuverlässig ALLE umgerüsteten Autos unter den Grenzwert zu bringen, kann man m. E. mit so einem Einzelfall nicht belegen (= nicht repräsentativ).

 

- Es wird ausschließlich über NOx argumentiert, alle anderen Abgaskomponenten ausgelassen. Mindestens CO2 (und zugleich der Verbrauch) wird wohl steigen, allein wegen des Mehrgewichts und des Strömungswiderstands des Kat.

 

- In Deutschland muss das Ding (und auch der Rest des Autos) auch nach ein paar Vollgas-Autobahnfahrten im Hochsommer funktionieren, wenn es das nicht tut, bekommt der Hersteller erneut auf die Mütze. Und nein, im heutigen gnadenlosen Kostendruck wird BMW für die Exportmärkte höchstwahrscheinlich KEINE konstruktive Reserve für die 'german Autobahn' vorsehen.

 

- gibt noch weitere Möglichkeiten, wie z. B. dass das ein oder andere Material der verbauten Teile in Deutschland unzulässig ist oder - oder - oder

 

So sehr ich im Zeitalter der Informationsüberflutung die Sehnsucht nach leicht verdaulichen 'Informationen' (...die wollen doch nur verkaufen...) verstehen kann, so sehr besorgt sie mich....

 

CU,

Sándor

(dersichschonaufdenelektroskandalin20Jahrenfreut :P )

 

 

 

 

 

 

 

 


  • d911o, Detlef und Ummi gefällt das

Alle Rechte an Texten und Bildern vorbehalten

 

Gewinner suchen nach Lösungen, Verlierer liefern Erklärungen.

 

http://sry.i234.me/
 

 


#7 Ummi

Ummi

    Mitglied

  • Moderator
  • 2.261 Beiträge

Geschrieben 08 Januar 2019 - 07:40

Guten Morgen,
schön, dass Sándor schon einiges geschrieben hat, dem kann ich mich anschließen.

Mir geht es weniger um das technisch Machbare, da geht einiges wenn die Kosten keine Rolle spielen, sondern um die Verhältnismäßigkeit zur Ursache. Zuerst muss doch sicher sein, dass es wirklich Sinn macht was man da treibt.
Beim SCR-Kat geht es ja um das Thema NOx. Und bei diesem Thema hat sich alles verselbstständigt. Aus einem über den Daumen gepeilten Grenzwert, den damals kaum einer beachtete, ist jetzt eine Gefahr für einen nicht unbedeutenden Teil der Volkswirtschaft geworden.
Bevor wir da weiter diskutieren, schaut euch doch bitte erst einmal in der ARD-Mediathek die gestrige Doku an.
https://www.ardmedia...d-dokumentation
Ich denke, die sollte schon sehr zum Nachdenken anregen. Es dürfte auch kein Zufall sein, dass sie direkt nach der Borgward-Doku gesendet wurde. In beiden Fällen spielt die Politik eine gr. Rolle.

Gruß Frank

pue8qzxa.jpg

 

392114_5.png


#8 d911o

d911o

    Longrunner

  • Orga-Team
  • PIPPIP
  • 3.220 Beiträge

Geschrieben 08 Januar 2019 - 07:50

Hi,

danke für die Aufhellung. Als betroffener Verbraucher möchte man es (zu) einfach sehen, ist es aber nicht wie man sieht und zurück auf Los ist freilich eine Ilusion.

Grüße, Dirk


  • sry gefällt das
997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#9 Detlef

Detlef

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 830 Beiträge

Geschrieben 08 Januar 2019 - 09:17

Das ist ein ähnlicher technischer Unfug wie nachgerüstete Dieselpartikelfilter. Der DPF setzt sich -wie jeder Filter- zu und wird dann mittels Programm frei gebrannt, egal ob das Auto gerade durch die Stadt oder auf der Autobahn fährt. Sollte das nicht genügen, dann wird er eben ausgebaut und "regeneriert"; d.h. bei einer kleinen Firma in einen Ofen gesteckt, ausgebrannt, wobei die Gase dann eben dort in die Luft geblasen werden. Für die "Umwelt" ist das neutral, für den Verbraucher kostet es simpel einfach mehr Geld.

 

Das einzig wirklich Sinnvolle ist, unabhängig von der Energieform, eine Reduzierung des Verbrauchs. Das gilt ganz besonders auch für E-Antriebe.


Viele Grüße

 

Detlef


#10 Christian Stephan

Christian Stephan

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 116 Beiträge

Geschrieben 08 Januar 2019 - 12:53

Hallo zusammen,

ein paar Gedanken auch von mir zu dem Thema.

 

Ich will nicht ausschließen, daß es den Herstellern sicherlich gut passt, wenn es ein staatlich organisiertes Konjunkturprogramm gibt in Form der Erzeugung der Notwendigkeit des Kaufes neuer Fahrzeuge, da die alten auf dem zu erkennenden Weg enteignet werden, da sie für den Verbraucher ggf. nicht mehr nutzbar sind (Fahrverbote). Aber dazu sollten auch folgende Stichpunkte Beachtung finden:

 

- Ein Hersteller ist immer verantwortlich für sein Produkt (Garantie, Funktion). Das kann er gar nicht ablehnen, da ihm diese Pflicht gesetzlich auferlegt ist.

- Ein Hersteller hat eine Feldbeobachtungspflicht, d.h. er ist dafür verantwortlich, das Feld zu überwachen hinsichtlich der auf dem Markt befindlichen Teile, die an sein Fahrzeug angebaut werden können. Damit ist er auch in der Pflicht, nachträglich einbaubare Systeme zu überprüfen oder / und auf Risiken hinzuweisen. Auch dieser Pflicht kann er sich nicht entziehen. DAher kommt m.E: auch die offizielle Ablehnung von Nachrüstsystemen. DEnn der OEM müsste prüfen, wenn er diese akzeptiert.

- Die Entwicklung eines solchen Systems so, daß die Funktionalität nach heutigem Stand von Wissenschaft und Technik nachgewiesen ist, und damit die Verantwortung übernommen werden kann, bedeutet einen großen Entwicklungsaufwand (locker im 2 stelligen oder 3 stelligen Millionenbereich). Gerade auch, wenn Änderungen an  'Systemen die Software enthalten' erforderlich ist, sind aufwändige Entwicklungs- Absicherungs und Dokumentationsprozesse einzuhalten, die großteils sogar in Normen definiert sind. Das muß im übrigen auch für die Hersteller von Nachrüstsystemen gelten. Ob diese die Entwicklungsprozesse nach Stand von Wissenschaft und TEchnik überhaupt abarbeiten können ist für mich fraglich.

- Diese Entwicklungaufwände müssten natürlich wieder über den Verkauf der Systeme hereingeholt werden. Fraglich ist, ob sich das rechnet. Wird teuer und damit setze ich mich der nächsten Kritik aus mit dem Tenor, die OEM's müssten doch aus moralischen Gründen etwas tun, und die Kosten übernehmen. Das würde in der heuteigen Stimmung passieren.  Dem würde ich mich als OEM auch nicht aussetzen. Liefere ich kein System, werde ich dafür verhauen, liefere ich ein System mit de nentsprechenden Entwicklungsaufwänden, werde ich dafür verhauen, daß ich dafür Geld haben möchte ... welchen Weg würdet ihr gehen ?

- Biitte bedenkt dabei auch, daß wir hier über Fahrzeuge reden, die zum Zeitpunkt ihrer Inverkehrbringung die geltenden Vorschriften eingehalten haben. Ich bin der Meinung, daß es dafür ein unbegrenztes Nutzungsrecht geben muß. Für Fahrzeuge, für die das nicht gilt, sieht das natürlich anders aus.

- Im Kreuzfeuer stehen bedenklicherweise nur die deutschen OEM's. Warum ? Das ist meiner Meinung nach die größte Frechheit an der ganzen Sache. Auch ausländische OEM's haben gegen geltende Vorschriften verstoßen so wie VW. Oder aber weigern sich, genau so wie die deutschen OEM's, Nachrüstungen anzubieten. Darüber redet kein Mensch ! Das reget mich auf, wir machen mit unsrerer lokalen Öko Wohlfühlgesellschaft einen wichtigen Teil unserer Industrie kaputt und der Rest der Welt freut sich darüber. ich kann sowieso die Diskussion nicht verstehen, aber noch viel weniger kann ich verstehen, wieso sich die politische und öffentliche Diskussion auf die deutschen Hersteller beschränkt. Der m.E. blödsinnige Gernzwert (siehe ARD Doku von Gestern) ist ein europäisches Produkt. Dann sollte damit auch gesamteuropäisch umgegangen werden.



#11 Frank 911

Frank 911

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 3.230 Beiträge

Geschrieben 08 Januar 2019 - 13:49

Mir scheinen SCR-Nachrüstungen für z.B. Euro 4 und Euro 5 Fahrzeuge ein eher dickes Brett zu sein im Hinblick auf die Machbarkeit und die dauerhafte Haltbarkeit. Klar, ein Addblue Tank, die Einspritzung und ein paar Leitungen sind schnell gemacht - aaaber: man braucht 400 Watt zusätzlich für das SCR-Heizmodul; bei einer 12V Anlage ist das ein ziemlich dickes Kabel und die Frage, ob Lichtmaschine, Kabelbaum und Batterie das abkönnen? Ist meine Vermutung richtig, dass 400 Watt bei einer 12V Anlage ca. 50 Ampère bedeuten, respektive ein Kabel mit dem Querschnitt von ca. 8 bis 12mm?

 

Gleichzeitig braucht es eine Integration in die Motorsteuerung. Auch nicht die einfachste Aufgabe. Was ist, wenn es einen Fehler gibt? Das Fahrzeug abraucht? Wer haftet?

 

Der Fehler liegt, wie die gestrige TV-Dokumentation zumindest gewagt hat, anzugedeuten, im Setzen des "Grenzwerts". Er ist mehr oder weniger willkürlich gewählt worden und setzt sich nun in einer für eine Industrienation wie Deutschland einzigartigen und weitgehend unhinterfragten Verbotskette fort.

 

 


  • sry gefällt das

Testverbrauch:  493762_5.png


#12 sven_c1

sven_c1

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 1.261 Beiträge

Geschrieben 08 Januar 2019 - 20:30

Nun muss ich auch mal meinen Senf dazu abgeben, als interessierter Laie und gewissermaßen Betroffener (lebe in NRW; arbeite in Düsseldorf, wo bekanntermaßen auch ein Fahrverbot droht, habe TROTZ der ganzen Thematik einen EURO 6 Diesel im Herbst 2018 OHNE 6d-temp zugelegt). 

 

Den ARD-Bericht habe ich mir gestern angesehen. Bzgl. der Fakten war jetzt für mich persönlich nichts wirklich Neues dabei. Auch ich teile die Einschätzung des Prof. Köhler, dass der vom UBA und der DUH vertretene Zusammenhang zwischen Atemwegserkrankungs-Fallzahlen und urbanen Lebensräumen (die mit den "hohen" gemessenen Stickoxidwerten) zumindest gewagt ist, auch wenn seine Herleitung der "Widerlegung" der Todesfallzahlen wohl, nun ja, wissenschaftlich ebenso starker Tobak ist ("der Raucher kippt nicht gleich tot um" - aha....).

Auch die Aussagen des Stuttgarter Klinikarztes empfand ich ein wenig tendenziös ("die Leuten haben Angst, nach Stuttgart zu fahren").

 

Festzuhalten ist, dass die Stickoxidthematik faktisch wohl eher eine sinnfreie Diskussion ist.

Jedoch: Die Gesetzeslage ist eine andere.

Und: Da haben Wirtschaftsunternehmen zum Teil gemauschelt.

Und: Die profitieren jetzt auch noch von neuen Absatzmöglichkeiten.

 

Merkt jemand den Fehler?

 

Problematisch empfinde ich, dass die Bundesregierung nichts unternimmt, um (teils mit staatlichen Mitteln gefördert!) ein Volk durch eine kleine Umweltorganisation nachhaltig gängeln, verunsichern und teilenteignen zu lassen.

Es fehlt dem Verbraucher die Orientierung, wie der individuelle Mobilitätsbedarf zukünftig (und zukunftssicher!) befriedigt werden kann.

 

Der Schuss geht nach hinten los, wie man wunderbar an den im letzten Jahr gestiegenen CO2-Flottenwerten bei Neuzulassungen sehen kann - kein Wunder, der Benziner ist wieder auf dem Vormarsch. Dass der CO2-Anstieg Klimawirkungen hat, ist den meisten Menschen (vielleicht mit Ausnahme eines Donald T.) wohl bewusst.

 

Nichtsdestotrotz - meine Meinung - müssen die Hersteller zunächst einmal und zuvorderst für nachgewiesesene betrügerische Manipulationen geradestehen und betroffenen Konsumenten eine Lösung anbieten, die sie wirtschaftlich nicht schlechter stellt als vor Bekanntwerden der Manipulation. Ich denke, dem wird hier keine widersprechen.

 

Bezogen auf das Thema "freiwillge" Nachrüstungen: Der KFZ-Markt ist - zumindest momentan - gestört. Es gibt derzeit nicht mehr allzu viele Menschen, die nach Abwägung von Pros und Cons noch zum nunmehr zu Unrecht totgeredeten Diesel greifen.

Die Effekte werden meines Erachtens weitreichend sein, besonders auch für den Fahrzeughandel. Mittlerweile sind die Höfe mehr denn je gefüllt mit gebrauchten Dieseln, die Kreditkosten für die nicht drehenden Gebrauchten und vor allem die nicht mehr aufgehenden Leasingkalkulationen werden über kurz oder lang eine Menge Händler runterreißen und damit viele Menschen, die wahrlich nichts dafür können, ihren Job kosten.

 

Bezogen auf den ZDF-Bericht: Was hindert die BMW AG an einer sachlichen Stellungnahme, so dass der zahlende Kunde nicht dumm sterben muss? Ist der Ingenieurkonzern BMW nicht in der Lage, ein in anderen Ländervarianten seinerzeit erhältliches Entgiftungssystem zur Nachrüstung hier in D anbieten zu können? Oder steckt da, um den ehem. CEO der VW AG zu zitieren, hinter, nicht in die Vergangenheit investierten zu wollen?

Gleichermaßen bekleckern sich auch andere Teile der deutschen Autoindustrie gerade nicht unbedingt mit Ruhm in Sachen Transparenz. Was hat wohl die VW AG geritten / muss hinter den Kulissen passiert sein, dass sie, kurz nachdem die Rahmenbedingungen für Hardwarenachrüstungen vom Bundesverkehrsministerium in der Öffentlichkeit bekanntgegeben wurden, von selbigen abrät?

 

Auch ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, unbegrenzt nach Nachrüstungen zu schreien. Irgendwo muss eine sinnvolle Grenze gezogen werden.

Technisch sinnvoll dürfte es aber allemal sein, bei Varianten, die schon in der regulären Serie mit entsprechenden Vorrichtungen erhältlich waren, Nachrüstlösungen anzubieten bzw. Drittfirmen die Entwicklung entsprechender Lösungen zu ermöglichen.

Wahrscheinlich wird die technisch sinnvolle Grenze bei Fahrzeugen ab EURO5 Norm angesiedelt sein.

 

Den ach so gebeutelten Konzernen ist es meines Erachtens durchaus zuzumuten, ein paar EURO in diese Thematik hinein zu investieren. Schließlich ist ein Auto (noch?) nicht ein Wegwerfartikel, sondern neben einer Immobilie die teuerste Anschaffung, die sich Menschen leisten.
 

Ggf. wiederholt sich der Wahnsinn von 2009 (=> Abwrackprämie). Ich will nicht lamentieren über den Energie- und Ressourcenaufwand, den die Herstellung eines Autos bedeutet.

Und auch nicht davon, welche Riesen-Umweltproblematik die Elektromobilität nach sich zieht (man informiere sich z.B. mal über die Auswirkungen des Lithium-Abbaus).

 

Schauen wir mal, was so in nächster Zeit noch alles passiert. Schwerwiegend wird ja auch sein, was hieraus wird: https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-12/diesel-stickoxid-grenzwerte-eu-kommission-eug-urteil

 

 

 

 


  • Frank 911, d911o und Rainer Klier gefällt das
Viele Grüße,


Sven

Porsche 911 Carrera 3.2 Bj. 1987 / Mj. 1988 - EURO 2 Kat - 930/25 Motor - Bilstein Sportlich Straße - 15 Zoll Bereifung - Originalzustand

#13 Manfred Witte

Manfred Witte

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 1.614 Beiträge

Geschrieben 08 Januar 2019 - 22:45

off Topic

 

wollen wir doch mal praktikabel in die Zukunft schauen. 992 heißt das objekt der Begierde.

 

laß die anderen doch diesel fahren . wir warten alle auf Gerichtsentscheidungen und die werden kommen .

dann geht die Sache hoffentlich in die nächste Verbraucherfreundliche  runde .

 

was mir aber ad hoc bei dieser diskusion einfiel : hat schon jemand den partikelfilter vom 992 gesehen ? einen , oder zwei ? ( oder hat der 992 keinen ) ?

mich würde doch interessieren wie der aussieht , wenn er einen hat ? ( besonders von innen ) und wie der verbaut ist ?

und ob der dann alle 20 tkm , für 350 euro plus Mwst. freigebrannt werden muß ?

 

gruß, MW



#14 sven_c1

sven_c1

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 1.261 Beiträge

Geschrieben 09 Januar 2019 - 07:56

Hi Manni,

 

es gibt auch noch eine Welt neben den Porsches, der eine oder andere fährt da auch Diesel. Vereinzelt soll es sogar PORSCHE Diesel geben  ;)

(OT: abgesehen davon halte ich die Diskussion als relevant für alle Fahrzeughalter, Stichwort Fahrverbote für ältere Benziner!)

 

Zum 992: Der hat zwei Partikelfilter an Bord. Wenn ich folgenden Artikel richtig deute, ist der OPF Bestandteil des Kats, so dass hier vom Vier-Wege-Kat gesprochen wird.

 

https://newsroom.por...-388-16348.html

 

Freibrennen: Die Panik habe ich nie verstanden. Ich habe einen AUDI Diesel mit DPF besessen, mit 72tkm gebraucht gekauft und selbst rd. 80tkm gefahren, nie irgendwelche Probleme gehabt. Die Technik ist im Feld weit erprobt. Ich sähe jetzt keine besondere Herausforderung bei Otto-Motoren. Die haben ja eher heißere Abgase als Diesel (denke ich).

 

 

 


  • Frank 911 gefällt das
Viele Grüße,


Sven

Porsche 911 Carrera 3.2 Bj. 1987 / Mj. 1988 - EURO 2 Kat - 930/25 Motor - Bilstein Sportlich Straße - 15 Zoll Bereifung - Originalzustand

#15 Frank 911

Frank 911

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 3.230 Beiträge

Geschrieben 09 Januar 2019 - 09:27

Ich finde, Sven bringt es gut auf den Punkt, und auch die anderen Beiträge. Der eigentliche Skandal ist aber aus meiner Sicht, dass es Leute in der EU-Kommission gibt, die offenbar starkes Zeug rauchen den ganzen Tag und dann solche Vorgaben machen: in der Schweiz haben wir für die NOx den 15-fachen Grenzwert, im "ach so strengen" Kalifornien immerhin fast den zweieinhalbfachen. Es gibt also in diesem Gefüge offenbar einen politischen Mechanismus, bei dem Vorgaben von den EU-Mitgliedsländern völlig unhinterfragt und unkritisch übernommen werden, obwohl es ein Europäisches Einspruchsverfahren gibt, in dem man länderspezifische Interessen sehr wohl wahrnehmen könnnte! Könnte(!), weil dieser Kontrollmechanismus von Deutschland so gut wie nicht wahrgenommen wird, und das betrifft fast alle EU-Vorgaben. Der Fehler liegt also aus meiner Sicht ursächlich in einem viel zu laxen "Management" dieses Staates, der sich inhaltlich mit den Vorgaben nicht auseinandergesetzt noch sie hinterfragt hat.

 

Der Schaden für uns Bürger ist sehr groß. Ich kenne keinen Verwandten, Freund, Bekannten, Nachbarn, der sich nicht ganz genau überlegt hätte, was er/sie jetzt noch für ein Auto kauft. In der Mehrzahl der Fälle wurde es ein Leasingvertrag mit Rücknahmegarantie, falls ein Fahrverbot irgendwo wegen Nichterfüllung der Abgasnorm droht. Das Problem ist hier, wie Sven auch richtig schreibt, dass wir es sozusagen mit einer "moving target" zu tun haben. Wir wissen eigentlich nicht genau, was uns als Nächstes erwartet. Werden bald Benziner ohne Partikelfilter ausgesperrt? Müssen wir mit einer CO2-Begrenzung rechnen? Was für Späße werden sich der ischiasgeplagte Komissar und seine Entourage in naher Zukunft noch ausdenken?

 

So kann man eine einstige Industrienation, bei der tausende Arbeitsplätze von der Automobilindustrie abhängen, auch ruinieren. Wie das ökonomische und teilw. auch gesellschaftliche Ergebnis einer Nation aussieht, die hauptsächlich von Dienstleistungen lebt, kann man am Beispiel der USA sehen.


  • sven_c1 und Martin Röpke gefällt das

Testverbrauch:  493762_5.png


#16 Manfred Witte

Manfred Witte

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 1.614 Beiträge

Geschrieben 09 Januar 2019 - 10:31

Hi Manni,

 

es gibt auch noch eine Welt neben den Porsches, der eine oder andere fährt da auch Diesel. Vereinzelt soll es sogar PORSCHE Diesel geben  ;)

(OT: abgesehen davon halte ich die Diskussion als relevant für alle Fahrzeughalter, Stichwort Fahrverbote für ältere Benziner!)

 

Zum 992: Der hat zwei Partikelfilter an Bord. Wenn ich folgenden Artikel richtig deute, ist der OPF Bestandteil des Kats, so dass hier vom Vier-Wege-Kat gesprochen wird.

 

https://newsroom.por...-388-16348.html

 

Freibrennen: Die Panik habe ich nie verstanden. Ich habe einen AUDI Diesel mit DPF besessen, mit 72tkm gebraucht gekauft und selbst rd. 80tkm gefahren, nie irgendwelche Probleme gehabt. Die Technik ist im Feld weit erprobt. Ich sähe jetzt keine besondere Herausforderung bei Otto-Motoren. Die haben ja eher heißere Abgase als Diesel (denke ich).

 

hallo Sven

es sollen alle ihre Autos fahren . egal ob Benziner o. diesel.und wenn machbar so sauber wie möglich , aber ohne Restriktionen.

die Autos haben alle eine straßenzulassung.

992 : zwei Katalysatoren , egal wie sie aussehen , dann erzählt man uns was vom vier wege kat. ?

Thema partikelfilter  : wo ich hinhöre . es gibt Probleme mit partikelfilter  u. AGR Ventil .

 

gruß, MW



#17 sry

sry

    Mitglied

  • Orga-Team
  • PIPPIP
  • 1.653 Beiträge

Geschrieben 09 Januar 2019 - 10:35

Sevus,

 

dann will ich mal meiner selbstgewählten Rolle als Querdenker (und -fahrer ;) ) Tribut zollen:

 

Das Zustandekommen des EU Grenzwertes ist in der Tat eine Panne, leider habe ich die Quelle nicht mehr vorliegen (die Zeit, Printausgabe), und hoffe, man kann sowohl meiner Erinnerung als auch der Quelle an und für sich trauen. Demnach hatte IIRC die EU sich nach einer WHO Empfehlung gerichtet, die aber ihrerseits eine ältere kalifornische Studie unreflektiert übernahm. Pikant dabei, dass die Autoren dieser Studie selbst einräumen, dass der Aussagewert fraglich sei.

 

Ok, sh.t happens. Wäre der politische Wille da, könnte man da auf EU Ebene eine Revision erreichen. Oder noch einfacher: Nach allem, was mir bekannt ist, wäre das Thema gegessen, wenn man die Richtlinien für die Messorte ausreizte. Das ist wohl der Weg, mit dem einige, v. a. südliche EU Länder das 'gelöst' haben. Be3ide Wege werden nicht (oder nicht sichtbar) gewählt. Warum?

 

Ich erlaube mir eine Spekulation: Unseren bedauernswerten Politiker der GroKo entgeht natürlich nicht, dass Ihnen die Wähler nicht nur zu den Braunen, sondern auch massenhaft zu den Grünen abwandern. Und jetzt eiern sie herum zwischen Auto-Lobby und Wähler halten/zurückgewinnen.

 

Im Sinne meiner Eingangsbemerkung hier nun die versprochene Provokation  ;)  : Ich bin ein EU Fan!

Abgesehen von der Tatsache, dass ein einigermaßen homogener (ich weiß, noch viel zu tun) größerer Wirtschaftsraum als Gegengewicht gegenüber den andern IMO wünschenswert ist, haben dort gefundene Regelungen eher das Potential zur Unabhängigkeit von Lobbyismus, eine Voraussetzung für ECHTE Demokratie. So mag zum Beispiel die Autolobby in D hier munter mitregieren, EU-weit ist deren Bedeutung/Einfluss deutlich geringer.

 

Und bevor irgendwer wieder die Legende von der Gurkenkrümmungsrichtlinie aufwärmt: Die wurde bereits vor 10 Jahren wieder aufgehoben, Details siehe hier: https://www.handelsb...0fGrxrKZ1Y9-ap6

Ein hervorragendes Beispiel dafür dass a) wie ich oben schon sagte es sich lohnt, den einfachen Botschaften nicht ohne Nachfragen zu glauben und b ) EU-Entscheidungen durchaus revidiert werden können.

 

CU,

Sándor

 

 

 

 

 

 

 


  • sven_c1, Michael Voß, Martin Röpke und einem anderen gefällt das

Alle Rechte an Texten und Bildern vorbehalten

 

Gewinner suchen nach Lösungen, Verlierer liefern Erklärungen.

 

http://sry.i234.me/
 

 


#18 sven_c1

sven_c1

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 1.261 Beiträge

Geschrieben 09 Januar 2019 - 21:20

992 : zwei Katalysatoren , egal wie sie aussehen , dann erzählt man uns was vom vier wege kat. ?
Thema partikelfilter : wo ich hinhöre . es gibt Probleme mit partikelfilter u. AGR Ventil .

gruß, MW

Hi Manni,

so weit ich verstehe, ist der Drei-Wege-Kat so benannt, weil er drei Schadstoffe wandelt. Der vierte sind dann die Partikel.

Für je drei Zylinder (eine Zylinderbank) ein Kat.


Wo hörst Du von Problemen mit dem Partikelfilter? Mir ist da nur was bekannt bei ausgesprochen viel Kurzstrecke. So, wie Du den Elfer fährst, wirst Du keinen Ärger haben.
AGR-Ventile: da gibt es wohl vermehrt Probleme bei den EA189-Dieseln mit Softwareupdate...
Viele Grüße,


Sven

Porsche 911 Carrera 3.2 Bj. 1987 / Mj. 1988 - EURO 2 Kat - 930/25 Motor - Bilstein Sportlich Straße - 15 Zoll Bereifung - Originalzustand

#19 sven_c1

sven_c1

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 1.261 Beiträge

Geschrieben 11 Januar 2019 - 11:09

Wen's interessiert,

 

ab 19:30 min findet man hier eine kompakte und griffige Zusammenfassung zum Thema Stickoxide / DUH / Autoindustrie et al: 

http://mediathek.das...mentId=58793954

 

 


  • Lothar Machulka gefällt das
Viele Grüße,


Sven

Porsche 911 Carrera 3.2 Bj. 1987 / Mj. 1988 - EURO 2 Kat - 930/25 Motor - Bilstein Sportlich Straße - 15 Zoll Bereifung - Originalzustand

#20 Frank 911

Frank 911

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 3.230 Beiträge

Geschrieben 11 Januar 2019 - 13:48

Wen's interessiert,

 

ab 19:30 min findet man hier eine kompakte und griffige Zusammenfassung zum Thema Stickoxide / DUH / Autoindustrie et al: 

http://mediathek.das...mentId=58793954

 

Faktenfinder! :)  B)  ^_^ 


Testverbrauch:  493762_5.png





Besucher die dieses Thema lesen: 0

Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0