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Stromzange, Zangenamperemeter


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14 Antworten in diesem Thema

#1 d911o

d911o

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Geschrieben 07 Januar 2019 - 21:16

Hi,

wer sich wie ich durch die spinnende Elektrik quälen will oder muss, dem empfehle ich die Stromzange von Voltcraft VC 521. Für 75 Euro bekommt man ein Messgerät, das berührungslos Gleich- und Wechselstrom messen kann. Da die Auflösung 0,01A ist und der Messbereich quasi bei Null beginnt, eignet sich diese Stromzange auch sehr gut für Ruhestrommessungen an Fahrzeugen. Andererseits geht der Messbereich bis 400A, mit Abstufung auf 40A im ersten Schritt. Außerdem kann man das Gerät auch für Gleichspannungs- und Wechselspannungsmessungen verwenden. Messleitungen mit Spitzen sind dabei,  mit dem ebenfalls mitgelieferten Temperatursensor lassen sich auch Temperaturen messen. Sorry für das schlechte Handyfoto.

Grüße, Dirk

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997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#2 Jens Schumacher

Jens Schumacher

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Geschrieben 07 Januar 2019 - 23:14

Hmm,

vergleiche mal einen so gemessenen Ruhestrom mit einem *in Serie* geschalteten Multimeter.

Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, daß da was Verwertbares rauskommt, ist halt nur die Auflösung des Displays  - die Dinger sind für hohe Ströme gedacht, wo man ungerne ein Kabel abbaut und sich selber in den Stromkreis 'integriert'.

 

Übrigens:

wie das mit Gleichspannung funktionieren soll, erschließt sich meinem simpelen elektronischen Verständnis allerdings nicht.

Diese Geräte messen Magnetfelder - die treten aber nur bei Wechselspannung auf.

 

Geistige Erleuchung wird gerne angenommen B)

 

Gruß

Jens

 


Porsche 911SC Targa Bj. 1980

Restaurierung unter:

http://jensschumi.00...911erCorner.php


#3 Karsten M

Karsten M

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Geschrieben 08 Januar 2019 - 05:03

Hallo Jens,

Deine 1. These relativierst Du mit "Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, daß da was Verwertbares rauskommt,..." ja selbst. Deswegen gehe ich auch nicht weiter auf sie ein.

Deiner 2. These nach, würde übrigens ein schnödes 12V-Gleichstrom-Relais oder die mit 12V-Gleichstrom betriebene Zündspule nicht funktionieren.

Hier wird das gut erklärt: http://wikifinum.zum...er_(Magnetfeld)

 

Viele Grüße, Karsten

 


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#4 d911o

d911o

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Geschrieben 08 Januar 2019 - 06:31

Hi,

ich habe den Ruhestrom zuerst mit einen dazwischen geschalteten Multimeter und später auch mit der Stromzange gemessen, es misst denselben Wert   :) . Wie es technisch funktioniert, kann ich auch nicht exakt erklären. 

Grüße, Dirk


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997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
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#5 Ummi

Ummi

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Geschrieben 08 Januar 2019 - 07:12

Übrigens:
wie das mit Gleichspannung funktionieren soll, erschließt sich meinem simpelen elektronischen Verständnis allerdings nicht.
Diese Geräte messen Magnetfelder - die treten aber nur bei Wechselspannung auf.

Geistige Erleuchung wird gerne angenommen B)

Gruß
Jens


Hallo Jens,
Du liegst richtig, aber es gibt noch eine andere Methode. Auszug aus WIKI:

Gleichstromtaugliche Zangenstrommesser können wegen der fehlenden Wechselfelder nicht nach obigem Prinzip gebaut werden. Hier werden Hallsensoren oder magnetfeldabhängige (magnetoresistive) Widerstände, die auch statische Magnetfelder erfassen können, in einem Luftspalt des Kerns angebracht. Die erzeugten schwachen Signale müssen elektronisch verstärkt werden. Deshalb müssen diese Messgeräte über Batterien oder Netzgeräte mit Energie versorgt werden. Diese Messgeräte sind auch für Wechselströme geeignet.

Gruß Frank
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#6 d911o

d911o

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Geschrieben 08 Januar 2019 - 07:32

Hi,

ja, es müssen 2x AA-Batterien ins Gerät.

Grüße, Dirk


997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
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Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#7 Jens Schumacher

Jens Schumacher

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Geschrieben 08 Januar 2019 - 22:57

Hallo Jens,

Deine 1. These relativierst Du mit "Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, daß da was Verwertbares rauskommt,..." ja selbst. Deswegen gehe ich auch nicht weiter auf sie ein.

Deiner 2. These nach, würde übrigens ein schnödes 12V-Gleichstrom-Relais oder die mit 12V-Gleichstrom betriebene Zündspule nicht funktionieren.

Hier wird das gut erklärt: http://wikifinum.zum...er_(Magnetfeld)

 

Viele Grüße, Karsten

 

Häh???
 


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#8 Jens Schumacher

Jens Schumacher

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Geschrieben 08 Januar 2019 - 23:01

Hi,

ich habe den Ruhestrom zuerst mit einen dazwischen geschalteten Multimeter und später auch mit der Stromzange gemessen, es misst denselben Wert   :) . Wie es technisch funktioniert, kann ich auch nicht exakt erklären. 

Grüße, Dirk

 

Wow,

 

bin ernsthaft imponiert.

 

Aber wie auch immer - Gegencheck mit 'konventionellen' Mitteln ist Pflicht bevor man den eckigen (digitalen) Zahlen blind vertraut...

 

Gruß

Jens


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#9 Jens Schumacher

Jens Schumacher

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Geschrieben 08 Januar 2019 - 23:05

Hallo Jens,
Du liegst richtig, aber es gibt noch eine andere Methode. Auszug aus WIKI:

Gleichstromtaugliche Zangenstrommesser können wegen der fehlenden Wechselfelder nicht nach obigem Prinzip gebaut werden. Hier werden Hallsensoren oder magnetfeldabhängige (magnetoresistive) Widerstände, die auch statische Magnetfelder erfassen können, in einem Luftspalt des Kerns angebracht. Die erzeugten schwachen Signale müssen elektronisch verstärkt werden. Deshalb müssen diese Messgeräte über Batterien oder Netzgeräte mit Energie versorgt werden. Diese Messgeräte sind auch für Wechselströme geeignet.

Gruß Frank

 

Danke dir für dein Update.

 

Mein Kenntnisstand ist auf diesem Gebiet irgentwie rudimentär bis rustikal... B)

 

Gruß

Jens

 

 

 


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#10 Detlef

Detlef

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Geschrieben 09 Januar 2019 - 14:23

 

Aber wie auch immer - Gegencheck mit 'konventionellen' Mitteln ist Pflicht bevor man den eckigen (digitalen) Zahlen blind vertraut...

 

Das mit dem "Gegencheck" stimmt Jens, jedoch bringt es wenig, einen zu messenden (unbekannten) Strom mit zwei verschiedenen Messmethoden zu "checken".

 

Sinnvoll ist eine Überprüfung des Messgerätes mit einem vorher definierten Strom. Das gilt für Reihengeräte ebenso wie für Zangenamperemeter. Zangenamperemeter sind im Profibereich schon lange etabliert.

 

Das Vertrauen zu den Messgeräten ist bei mir eher von der Qualität dieser abhängig. Da steht Fluke ganz oben und Conrad/Voltcraft eher weiter unten und Aldi ganz tief unten. Wobei für grobe Prüfzwecke ein kleines 10€-Multimeter mit aufgeklebtem Magnet auf der Rückseite auch schon praktisch ist. Man muss eben wissen, was damit geht und was nicht.


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Viele Grüße

 

Detlef


#11 Lothar Machulka

Lothar Machulka

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Geschrieben 09 Januar 2019 - 17:31

 Da steht Fluke ganz oben und Conrad/Voltcraft eher weiter unten und Aldi ganz tief unten. 

Hallo Detlef,

.. und das dann folglich auch im Preis. Das Fluke 325 (ich hoffe ich habe ein Vergleichbares korrekt gegoogelt) geht bei 230€ los.

Das hat bestimmt x Funktionen die Otto Normal (ich) sowieso nicht verstehen und somit benutzen.

Nun denk ich mal , dass bei den meisten von uns (zumindest bei mir) nur die von Dirk geschilderte Fehlersuche nach Kriechströmen relevant ist. Spricht hierfür etwas gegen das Voltcraft-Teil?

Und noch eine generelle Frage: Die Stromzange scheint mir die bequemere Lösung, aber ist das Abklappern aller Endverbraucher auch das schnellere Suchverfahren im Vergleich zur konventionelle Sicherungen-Multimeter-Suchmethode ? Gibt es Erfahrungen im Vergleich?



#12 d911o

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Geschrieben 09 Januar 2019 - 20:01

Hi,

teurer geht immer  ;)  :) . Aber ist es auch nötig  ;) ?

Grüße Dirk


997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
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#13 Detlef

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Geschrieben 11 Januar 2019 - 10:10

Also nochmal: es ging mit Jens darum ob ein Zangenamperemeter genauso gut messen kann wie ein in Reihe geschaltetes Gerät: ja es kann!

 

Dann ging es weiter darum, ob man den Messergebnissen  jeweils vertrauen kann: das hängt von der Qualität/Preis des Gerätes ab.Tendenziell je günstiger ein Gerät ist, umso mehr muss man zur Verifizierung Vergleichsmessungen mit vorab definierten Werten machen um zu sehen, was das Teil Anzeigt. Nehmen kann man ein günstiges natürlich auch, ein teures ist dafür nicht nötig.

 

Kurz: ein Fluke oder Beckmann schalte ich ein und benutze es, und wenn es mal vom Gerüst gefallen ist, macht das nix. Zudem sind diese Geräte in der Bedienfreundlichkeit und Ergonomie ganz vorn.

 

Überladen mit unsinnigen Funktionen (Temperaturmessung, Kondensatorprüfung, etc.) sind eher die etwas billigen. Die sind in der Regel auch nicht so robust, Bedienung oder Batteriewechsel, Sicherungstausch sind da dann auch eher zum Fluchen.

 

Ich mache es oft so, dass ich für häufige Verwendung das beste (meist teuerste) Werkzeug kaufe (auch weil es einfach schön ist, mit guten Werkzeugen zu arbeiten) und für seltenere Arbeiten preiswerte oder mir was leihe.


  • Frank 911, sven_c1 und Martin Röpke gefällt das

Viele Grüße

 

Detlef


#14 Jens Schumacher

Jens Schumacher

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Geschrieben 11 Januar 2019 - 19:41

Das mit dem "Gegencheck" stimmt Jens, jedoch bringt es wenig, einen zu messenden (unbekannten) Strom mit zwei verschiedenen Messmethoden zu "checken".

 

Sinnvoll ist eine Überprüfung des Messgerätes mit einem vorher definierten Strom. Das gilt für Reihengeräte ebenso wie für Zangenamperemeter. Zangenamperemeter sind im Profibereich schon lange etabliert.

 

Diese Möglichkeiten hat der typische 'Hobbybastler Ohmmeter Benutzer' aber üblicherweise nicht.

Es geht hier ja auch nur darum, die Plausibilität der Messung zu überprüfen.

Nicht darum, die Meßwerte auf 3 Stellen hinterm Komma zu vergleichen.

 

Dafür reicht für mich der 'Quercheck'  mit einem Gerät verschiedener Funktionsweise, also z.B. Zangenamperemeter querchecken mit Ohmmeter.

 

Gruß

Jens


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#15 d911o

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Geschrieben 12 Januar 2019 - 12:05

Hi,

ich denke, wir sind uns da einig: Der Profi wird immer für den täglichen Gebrauch die hochwertigen Werkzeuge/Ausrüstungen nehmen, schließllich muss er damit auch Geld verdienen. Der Laie (ich spreche von mir) ist froh, vernünftige Werkzeuge zum gelegentlichen Gebrauch mit guter Funktionalität zu bekommen, ohne gleich mehrere Huntert Euro zu investieren. Oder dann eben nur, wenn es sein muss. Dass es darüber hinaus schön ist, mit hochwertigen Werkzeugen zu arbeiten, bestätigt wohl Jeder von uns :) .

Grüße, Dirk


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Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).




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