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Grundsatzdiskussion zum Thema Elektromobilität


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2 Antworten in diesem Thema

#1 Reinhold

Reinhold

    Profilvernichter

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  • 5.176 Beiträge

Geschrieben 03 März 2019 - 12:37

hier verschiebe ich den Anteil hin aus dem Ursprungsthread zu Dirks neuem Tesla


Gruß Reinhold

991.2 T "mehr Elfer braucht man(n) eigentlich nicht"


#2 Reinhold

Reinhold

    Profilvernichter

  • Moderator
  • 5.176 Beiträge

Geschrieben 03 März 2019 - 12:47

Hi Dirk, alle,

 

erstmal Gratulation Dir, Dirk, zum Auto. Jedes Fortbewegungsmittel ist legitim und jeder macht sich seine Gedanken zur Gesamt(öko)bilanz, davon gehe ich einfach mal aus. Man tendiert dazu, die Nachteile des "eigenen" Energieträgers zu vernachlässigen, zumindest mir geht das so. Öltankerkatastrophen gehören auch nicht zu den Dingen, die man mit dem wöchentlichen Tankvorgang assoziieren möchte, noch die Umweltzerstörung, die mit der Förderung einher geht.

 

Was mich bei den strombetriebenen Fahrzeugen irritiert, ist, dass auch deren Umwelteinflüsse in der gesellschaftlichen Diskussion scheinbar völlig beiseite geschoben werden. Die Förderung von Lithium und von Kobalt für die Akkus oder die Verwendung von seltenen Erden für Solarpanels scheinen keine Rolle zu spielen. Dabei wird die Diskussion "aus welcher Quelle kommt der Strom" noch hintenan gestellt.

 

Als weiteren Diskussionspunkt sehe ich die Effizienz eines akkubetriebenen Fahrzeug aufgrund der Energiedichte, die es aufnehmen kann und damit im Kontext zum Gesamtgewicht. Wenn es schon ein anderer Energieträger sein soll, dann könnte ich mir Wasserstoff eben aufgrund der Energiedichte besser vorstellen. Auch die Tankstellen könnten aus meiner Sicht einfacher aufgerüstet werden, zumindest kann ich mir 200 Bar Drucktanks, die von außen befüllt werden, besser vorstellen als ein Stromnetz, das alle Tankstellen mit Drehstrom bzw. 800V (?) versorgt.

 

Batteriebetriebene Busse soll es in Berlin schon Anfang des letzten Jahrhunderts gegeben haben. Auch in diesem Jahrhundert gibt es wieder welche. Die Mehrzahl fällt wohl regelmäßig aus oder hat extrem geringe Reichweiten von unter 100 Km am Tag. Die "Politik" preist das aber als gottgegebenen Strukturwandel nach dem Motto, was interessieren mich meine Emissionen, solange sie nicht in der Stadt anfallen.

 

So wie Arno glaube ich daher nicht an den Stromer als Allheilmittel. Mit Akku betriebene Fahrzeuge können eine gute Alternative sein für Kurzstrecken und für kleine, leichte Vehikel. Besonders das e-Bike finde ich gelungen, meinetwegen auch das so viel geförderte Lastenrad. Auch die Postzustellung als e-Bus kann ich mir noch vorstellen. Meine Vorstellungskraft verblasst aber spätestens, wenn ich mir imaginiere, mit einer Stromer-Limousine ohne "Reservekanister" auf der A4 im Wintersturm zu stehen und nicht genau zu wissen, wann es weiter geht. Immer nur mit Biwakausrüstung Auto zu fahren, stelle mich mir irgendwie doppelplusungut vor.

 

Walter Röhrl hat übrigens zwar den neuen Stromer von Porsche bezüglich seiner Fahreigenschaften gepriesen, aber dann noch ein Video hinterhergehauen, in dem er klar sagt, dass er diese Form des Antriebs für Humbug hält.

 

Wie sagen die Sportler so schön? Ich warte die B-Probe ab. So halte ich es mit dem Umstieg auf den Stromer auch. Ich warte erstmal ab, was dabei herauskommt.

 

LG Frank

 

 

Aus meiner Sicht ist ein nicht zu unterschätzender Punkt die Infrastruktur beim Laden. Mit eigenem Haus mag das noch möglich sein, wie sieht es in der Stadt aus in einem Mehrfamilienhaus?
Was ist mit den Laternenparkern? Das kann nicht funktionieren. Ich würde hier auch die Wasserstofflösung mehr fördern.
E-Mobilität an sich macht in gewissen Bereichen Sinn. Ich bin in Brüssel mit einem elektrischen BYD-Taxi gefahren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Taxis darf der überall fahren, auch auf der
Busspur, so schnell war ich noch nie von der Messe im Hotel. Ich habe mich auch mit dem Fahrer unterhalten. Wenn die Batterie dem Ende zugeht fährt er zum Stützpunkt und wechselt nur das Fahrzeug, ähnlich wie in der Formel-E. Da macht das Sinn. BYD baut übrigens in Ungarn ein neues Werk für E-Busse, allerdings mit überschaubarer Kapazität.

 

 

Zumindest das Wasserstoffauto ist heute weitgehendst vom Tisch, für z.B. Porsche nie groß ein Thema, 1kg Wasserstoff kostet derzeit um 10 Euro, da kommt man mit Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn grad so um 50 km weit, das kann der Diesel günstiger, dazu ist der Wirkungsgrad schlechter als beim Batterie–Elektroauto , die Herstellung von Wasserstoff ist teuer, auch wenn aus „ Überschussstrom“ Solar und Windkraft Energie zur Verfügung steht.

 

Dazu kommen die Werkstoffkosten, Brennstoffzelle benötigt um 60 g Platin, um 3000 Euro.

Und so weiter und so fort.

 

Hybrid auch nur Übergangsphase, EU und China wollen das Elektroauto.

Hybrid ist auch nicht leichter als das Elektroaut., Beim reinen Elektroauto entfällt ja auch wieder viel, vom Verbrennungsmotor, Getriebe, Tank usw.

 

Batterietechnik ist wie alles der Physik unterworfen, Feststoffkörperbatterie gilt als Hoffnungsträger, ab 2025 könnte man die sehen im Auto. Die braucht keine Wasserkühlung mehr und hat eine höhere Energiedichte, dann kommt die Physik wieder ins Spiel und der Nachteil der Zukunftstechnik sind bis dato die zu geringen Stromstärken.  Das kann man ggfs wieder mit

höheren Spannungen wie beim Taycan mit 800 V wieder kompensieren, aber da wird noch viel geforscht..alles sehr komplexe Themen, es gibt keine eierlegende Wollmilchsau bei

der Speicherung von Strom.

 

 

Hallo zusammen,
Quasi oft topic.
Dieses Thema wird ja allgemein sehr kontrovers diskutiert. Unabhängig von meiner eigenen Meinung möchte ich den hier im Forum gepflegten Diskussionsstil sehr loben. Niemand braucht Angst vor Diskiminierung, persönlichen Angriffen oder Beleidigungen zu haben. Das kenne ich von anderen Foren ganz anders. Da sind wir sicher was Besonderes.
Grüße
Thomas

 

 

So wie derzeit Benzin, Diesel, Gasantrieb nebeneinander existieren, halte ich es für wahrscheinlich, dass auch in der ferneren Zukunft mehrere Konzepte im Markt sein werden.

Die „eine Technologie für alles“ sehe ich nicht, aus den bereits oben genannten Gründen.
Ich bedauere und halte es für einen Fehler, dass man nicht mehr im Bereich synthetischer Kraftstoffe unternimmt. Offenbar scheint die Politik das Konzept der lokal emissionsfreien Antriebe zu favorisieren.

 

 

Die Elektrolyse zur Herstellung von Wasserstoff ist bislang noch nicht fertig entwickelt und sehr ineffizient. So ein paar Kindergarten-Windmühlen und PV-Anlagen mit wenigen Megawatt reichen da nicht. Es braucht schon ein Gigawatt-Kraftwerk wie in Norwegen, was permanent billigen Strom in rauhen Mengen erzeugt, um Wasserstoff in relevanter Menge herzustellen. Gängig und wirtschftlich ist immer noch die Herstellung auf dem petrochemischen Weg, was aber Unmengen an CO2 abwirft. Somit sollte der Wasserstoffverbrauch weltweit auf das absolute Minimum beschränkt werden.

 

Es wird elektrische Energie in Wasserstoff gewandelt und dann in der Brennstoffzelle wieder in elektrische Energie zurück gewandelt, gesamthaft mit einem unterirdischen Wirkungsgrad. Das ist einfach nicht sinnvoll.

 

Wasserstoff ist ein gefährliches Gas (Auslöser der Fukushima-Explosionen), schwer zu handhaben und zu lagern. Wie sollte das massenhaft funktionieren? Das passende Fahrzeug herzustellen, war da nur eine leichte Fingerübung.

 

 

H2 kann und muss ähnlich sorgsam behandelt werden wie Erdgas. Es hat aber eine deutlich höherer Reaktionskinetik und ein weitaus empfindlicheres Band des explosionsfähigen Mischungsverhältnisses, so wie Acetylen, knallt aber besser.

https://de.wikipedia...xplosionsgrenze.

Lecks sind doof und Funken auch.

Und so manches Erdgasauto hat auch schon dran glauben dürfen.

 

Da ist also Transport und das Umfüllen die Herausforderung.

 

 

So ein batterieelektrisches Auto macht im Falle einer Havarie (Brand) auch noch so manches Problem...
https://www.zeit.de/...wehr-sicherheit

 

 

naja, mit brennenden Autos hat Porsche ja glücklicherweise Erfahrung...

;)

https://www.welt.de/...zu-brennen.html

 

 

Das gilt dann aber auch für den Stromer und reduziert dessen Reichweite nach meiner Erfahrung erheblich!
Im Extremfall wird sogar die Leistungsabgabe beschnitten und der Spaß hat sofort ein Ende.

Gruß, Frank

P.S. Ich war von Anfang an ein Befürworter der E-Fhzg.-Entwicklung solange diese auch entsprechend ihrer Vorteile eingesetzt werden. Inzwischen erwische ich mich aber immer öfter beim kritisieren, weil das E-Fhzg. inzwischen als die eierlegende Wollmilchsau dargestellt wird.

 

 

die aber nur für die Pendelei zwischen 2 Standorten mit 17 km Distanz genutzt werden  ;)  

 

 

hallo thomas,

vermutlich meinst du ,,atomstrom,,...die franzosen haben meines wissens kaum ökostrom aus erneuerbaren energiequellen. 

der weiterverkauf als ,,grünstrom,, ist einfach, man siehts den kilowatten ja nicht an...ww

 

 

Klar, das war auch ironisch gemeint. Jemand stellt sein einziges AKW noch vor Inbetriebnahme ein, importiert
Atomstrom (gegen den ich nichts habe, insofern er aus sicheren AKW‘s stammt) aus Frankreich und verkauft ihn
uns als grünen Strom, weil wir ja unsere AKW‘s abgeschafft haben. Toll, oder?

 

 

ich verstehe nicht, warum die Diskussion über ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug immer gleich so fundamentalistisch geführt werden muss. Porsche Fahrer werden dann gleich zu radikalen Ökoaposteln und grüner als es Anton Hofreiter jemals werden könnte. Wahrscheinlich tankt ihr Super Plus bei Ebl. Natürlich "fairtrade" und es verbrennt ökologisch abbaubar. Könnte man die Fundamentalisten denn nicht in einem einem eigenen Thema diskutieren lassen? Etwa "Sinn und Unsinn von Elektromobilität". Ich habe ja nichts dagegen, das Thema kontrovers zu diskutieren, solange man höflich bleibt. Bis dahin habe ich Spass an meinen Mobilitätsvehikeln - elektrisch oder verbrennend ;-)

 

 

Off topic
Derzeit ist Schempp-Hirth aus Kirchheim-Teck die einzige Firma, welche aus dem Modellbau seit vielen Jahren genutzte Technologie auf Hochleistungseinsitzer überträgt. Das Flugzeug fliegt super, die Bedienung ist denkbar simpel und damit stressresistent.Allerdings gelten auch hier die bekannten Einschränkungen : Akkugewicht, Kapazität, Akkupreis. Ich hoffe auch hier auf den Fortschritt, der sicher kommt.
Ende oft topic
Thomas

 

 

... Da fangen die praktischen Probleme der e-Mobilität an. Bei uns am Campus sehe ich morgens um 7 Uhr bereits immer die gleichen i3, Mercedes Plugin Hybrid und Co die Ladesäulen belegen.
Ich weiß ja noch nicht mal, ob ich die Betreffenden kritisieren kann.
Nach dem Laden umrangieren ist auch doof... Cool wäre, wenn die Fahrzeuge vollautonom einen freien Parkplatz antuckern würden, sobald voll geladen. Kommt bestimmt mal irgendwann.

Ladestrategie: sorry für meine Unbewandertheit - ich hätte vermutet, dass man irgendwo im Fahrzeug einstellen kann, bis zu wieviel % man standardmäßig maximal den Akku laden möchte...

 

 

Haha, das erzähl mal denen, die sich extra wegen der guten innerstädtischen E-Parkplätze (Ladestationen) einen Plug-In-Hybrid zugelegt haben. Und das fördern wir bei Dienstwagen auch noch steuerlich, während viele von denen überwiegend mit dem Verbrenner fahren weil ihnen zuhause der private Strom zu wertvoll zum Laden erscheint :)

 

 

Das vermeidet man bereits, indem man den Ladetarif mit dem Parken kombiniert. In Nürnberg macht man das eigentlich ganz clever.

 

Grundsätzlich sind E Fahrer keine anderen Menschen als die Fahrer von Verbrennern, Motorrädern oder Fahrrädern. Quer durch die Gesellschaft gibt es halt von umsichtig bis rücksichtslos jegliche couleur ;-)

 

 

das war sicherlich hauptsächlich ein Imagethema.

Hintergrund war aber auch, dass täglich viele Menschen zwischen den beiden Standorten Meckenheim und Bonn Auermühle pendeln müssen und die Parkplatzsituation im Bonner Standort besch.... ist. Dafür wurden die I3 hauptsächlich angeschafft. Ich fürchte die Ladezustände werden nicht überwacht oder optimiert, das bleibt sicherlich den Nutzern überlassen und damit weiß man ja, was dabei rauskommt.

2 Kollegen, die neulich so eine Kiste genutzt haben, hatten jedenfalls Angst die Sitzheizung zu benutzen, weil sie sonst wahrscheinlich nicht mehr in Meckenheim angekommen wären.....

Die Ladesäulen sind ausdrücklich nur für diese Karren, und sollen nicht von Mitarbeitern genutzt werden....

 

 

...stellt Euch mal vor, wir würden alle seit Jahren elektrisch fahren, unseren Tagesablauf den Ladezyklen unterordnen, in ständiger Angst Leben, dass der  "Saft" nicht reicht...

 

...UND JEMAND ERFINDET DEN VERBRENNUNGSMOTOR!!!

 

:D

 

 

*Ironiemodus an*

stellt Euch mal vor, es gäbe im Winter 2023 wieder ein völliges Schneechaos und die Autobahn in Richtung Alpen ist gesperrt.

Und da stehen 100te von E-Autos und haben irgend wann keinen Strom mehr.....

Einen Tankwagen zum Mobilisieren von Verbrennern könnte man ja hinfahren, aber wo bekommt man so einen großen mobilen Stromerzeuger her und den passenden Tieflader? Und wie lange dauert es bis die E-Kisten dann wieder losfahren können, das ist doch dann bestimmt auch "Kriechstrom" ? 

*Ironiemodus aus*

Ich glaube es gibt vor der Massennutzung von e-Autos noch viele Dinge zu lösen...

 

 

...zuerst einmal ein Dutzend neue AKW´s bauen, sonst wird das sowieso nix...

 

 

Oder so ...

 

 

 Laut Cleantechnica ist die Zulassung von Verbrenner Autos in China im letzten Monat um 18% gefallen. Gleichzeitig haben die Elektroautos um 175% bei den Neuzulassungen zugelegt. Aktuell sind 4,8% bzw. 96000 Stück der Neuzulassungen in China Elektroautos. Wenn das Wachstum der Neuzulassungen von Elektroautos von über 100% weiterhin anhält. So wäre der Marktanteil Ende des Jahres bei 10% bis 12%. Im nächsten Jahr dann locker über 20%.

 

Porsche versucht sich neben Tesla weltweit zum Technologieführer zu machen. Ich empfehle den Artikel im aktuellen Spiegel:

(kein Volltext)

 

http://www.spiegel.d...00-000162534105

 

 

....Yipp - und man sollte sich auch mal fragen ob dieser Weg der ist, den man weiter gehen sollte !!??

 

Ich arbeite ja auch bei einem "kleinen" Energieversorger und wir bauen ja auch Ladesäulen etc., habe mich letztens mal mit einigen Leuten aus den Abteilungen unterhalten, wie das so ist betreffend Akkus, Reicheite, dementsprechender Ladebedarf, vorhandene Kapazität an Leistung, heruntergerechnet vom 110KV Netz bis zum NS Netz,... -  wenn die E-Mobilität so steigt wie sich das die entsprechenden "Leute" wünschen dann sollten wir mal anfangen ein paar Kohle-KW wieder zu aktivieren oder ein paar neue AKWs bauen...und das gesamte NS-Netz "aufbohren"  :lol:

"Was für ein Schenkelklopfer - ich hau mich wech"         Bitte wachwerden - E-Mobilität ist nun wirklich nicht der Zug wo alle aufspringen müssen und erst recht nicht die Lösung für die Probleme von denen "die" alle reden.

 

 

Servus,

 

nachdem das hier ja von einem Erfahrungsbericht zum E-Auto in eine E-Auto Grundsatzdiskussion mutiert ist, hier ein paar meiner Gedanken mit der Bitte um Prüfung durch die kundigen hier. Vorausschicken möchte ich, dass ich in Physik in der Mittelstufe gut bis sehr gut, in der Oberstufe aber unterirdisch war, von daher bitte vorab um Verzeihung ob meines fachlichen Dilettantismus.

 

Meine Überlegung war: So lange noch irgendein Gebäude nicht elektrisch beheizt wird, sollte kein E-Auto fahren :o

 

Zur Vereinfachung gehe ich mal davon aus, dass bis zur Entnahmestelle alles identisch ist: Der Strom wird mehr oder weniger umweltfreundlich erzeugt und verteilt. Ab dann passiert folgendes:

 

Im Haus: elektrische Energie wird in Wärmeenergie umgewandelt.

Im Auto: elektrische Energie wird in chemische umgewandelt (darf man das so nennen?), dann wieder umgekehrt, und dann wiederum in Bewegung.

 

Also 3 jeweils mehr oder weniger verlustbehaftete Umwandlungen vs. eine, richtig? Und selbst wenn man für Spitzenbelastungen einen Energievorrat im Gebäude vorhalten müsste, wäre es ein Anteil, nicht alles wie beim Fahrzeug. Und während die zusätzliche Masse das Fahrzeug bzw,. dessen Energiebilanz zusätzlich im Wortsinn belastet, ist das beim Gebäude wurscht was die Masse betrifft und Volumen ist ein wesentlich geringeres Thema.

 

So habe ich mir in meiner technischen Einfalt die Welt erklärt und wollte mich über umweltfreundliche Elektroheizung schlau machen doch oh Schreck - das ganze Gegenteil ist der Fall! Tenor der meisten Quellen, die ich dazu fand: Die Stromerzeugung macht Elektroheizung mega-pfui! Beispiel: http://www.bund-rvso...ngen-teuer.html

 

Zwingende Schlussfolgerung: Die E-Autos werden exklusiv mit dem umweltfreundlichen Strom betrieben, alle anderen Verbraucher mit 'schmutzigem', oder??

 

CU,

Sándor

 

 

Der Boom in China hat wohl eine recht simple Ursache: seit 2019 gibt es eine E-Auto-Quote von Gesetzes wegen.
Hersteller, die das nicht bedienen, verabschieden sich mal eben vom wichtigsten Zukunftsmarkt. https://www.faz.net/...n-15222043.html


OT Die kostenfrei sichtbaren Absätze des SPIEGEL Artikels zeigen mir schon mal wieder, aus welchem Grund ich persönlich diesem Magazin nix abgewinnen kann. Sachunkundig („EURO 4 Plakette“ - ich dachte immer, das wäre die Schadstoffgruppe 4 Plakette).
„Schlechte Abgaswerte [...] gehörten quasi zur DNA der Marke“. Aha. Sülz, sülz.

 

 

 Das verstehe ich nicht....

 

Der Srukturwandel trifft das Ruhrgebiet hart. Mit dem Ende des Bergbaus und dem Abschalten gerade neu gebauter Kohlekraftwerke  werden Luft und Wasser geradezu unanständig sauber; und die Lungenfachärzte der Knappschaft klagen auch schon.

Mit dem eingesparten Rohöl kann man umgerüstete Kohlekraftwerke wahrscheinlich weiter betreiben. Die Leute haben wieder Arbeit.  Die Emissionen sind dort zentralisiert, wo man sie gewohnt war und und woanders kann dann die Schickeria elektrisch fahren. Der "Pötti" kauft sich  sowieso lieber bezahlbare Autos vom Schlage Skoda Fabia: Leicht, billig, sparsam, viel Platz.

 

Ähem...

 

Gruß  Thomas

 

 

 

 

Das ist jetzt etwas OT, aber vielleicht hat der eine oder andere auch schon Bekanntschaft gemacht mit dem Thema Passivhaus und Luft-Wasser-Wärmepumpe, und dazu würde ich gerne Deinen Beitrag, Sándor, als Aufhänger nehmen. Ich glaube, Deine Überlegungen sind grundsätzlich richtig, vor allem die zur verlustbehafteten Umwandlung von Energie in Bezug auf Gebäude und auf Fahrzeuge.

 

In dem Punkt "Elektroheizung" fürs Haus würde ich diese Überlegungen gerne erweitern und oute mich als Passivhausbesitzer, dessen Wärmeversorgung über eine sogen. Luft-Wasser-Wärmepumpe erfolgt. Es gibt auch noch andere derartige Modelle, wie z.B. die Sole-Wärmepumpe, aber alles, was tief gegraben werden muss ist halt extra Aufwand. Es gäbe auch noch die Möglichkeit der Solarthermie, also wärmeaufnehmende Elemente auf dem Dach, aber das wird meist als Ergänzung hergenommen. Zurück zur Wärmepumpe also. Diese Wärmepumpen werden mit Strom betrieben. In meinem Fall ist das "grüner" Strom, aber auch der hat natürlich, wie schon erwähnt, ebenfalls seine eigenen draw-backs; Windräder sind nicht ohne Schaden für die Natur etc. Die Wärmepumpe hat einen sogen. COP-Wert, d.h. „Coefficient of Performance“ und steht für die Leistungszahl der Heizung; sie gibt das Verhältnis der durch die Wärmepumpe erzeugten Wärme zu der dazu nötigen Antriebsenergie (Strom) an. Für Luft-Wasser-Wärmepumpen liegt er üblicher Weise (in der Theorie und den Verkaufsprospekten) zwischen 2,5 und 3,0.

 

Ich brauche im Jahr für 220qm Wohnfläche round about 7.000 KWh Strom nur für die Heizung, was wiederum round about 675 Litern Heizöl pro Jahr entspricht. Wenn wir jetzt zurückkommen auf den COP-Wert, dann müsste, wenn wir einen COP-Wert von 3,0 annehmen, und ich richtig gerechnet habe, die an den Heizkreislauf abgegebene Wärme im Jahr 21.000 KWh betragen. Dies wiederum auf die Quadratmeter und das Jahr bezogen ergibt 95 KWh/qm, also erheblich mehr als die üblicher Weise vom Passivhausinstitut genannten 15 KWh/qm. Also kann der COP-Wert nicht so hoch sein wie angegeben und auch die Isolierung ist nicht so effizient, wie vermutet. Es drängt sich die Vermutung auf, dass der COP-Wert wohl eher so gegen 1,25 und 40 KWh/qm geht, was auch für die Verlusttheorie von Sándor spricht.

 

Wobei man in dieser ganzen Rechnung nicht vergessen darf, dass ein gleich großes konventionelles Haus round about 3.000 Liter Heizöl pro Jahr verbraucht, mit den entsprechenden Kosten und dem entsprechenden CO2-Footprint.

 

Genau daraus resultierte für mich also eher die Motivation, mich für die Gebäudeheizung so aufzustellen. Wenn wir schon beim Thema CO2-Footprint sind, so drängt sich bei manchen der Eindruck auf, man habe es mit Ökologie-Ideologen wie dem in einem anderen Betrag vorbenannten Anton H. zu tun.  Den halte ich für genauso fähig in seinem Job, wie seine Kollegin Katharina S., die zum Eisessen nach Kalifornien flog, nämlich wie den Igel zum Ar...wischen. Zum CO2-Footprint muss jeder selbst seine Entscheidungen treffen können dürfen, und wird das nach Maßgabe der Vernunft, des eigenen Wissens und in Vorschau auf die nachfolgenden Generationen auch tun. Und dieser Überzeugung bin ich auch für alle, die an diesem Forum teilnehmen - wir haben es mit vernunftbegabten Menschen zu tun, die nicht ständig von außen in irgendeiner Art und Weise gegängelt, beschränkt oder eingebremst werden müssen.

 

Das ist für mich der wahre Porsche-Spirit!

 

 

der Ursprungsthread von Dirk ist jetzt etwas mutiert zur Grundsatzdebatte, daher würde ich fast vorschlagen den Thread zu splitten.

@Dirk S.: siehst Du das auch so oder ist es für Dich ok so wie jetzt ist?

 


Gruß Reinhold

991.2 T "mehr Elfer braucht man(n) eigentlich nicht"


#3 Reinhold

Reinhold

    Profilvernichter

  • Moderator
  • 5.176 Beiträge

Geschrieben 03 März 2019 - 12:47

ich habe leider im Moment keine schönere Möglichkeit gefunden, aber ich denke zum Nachlesen taugt das...


  • sven_c1 gefällt das

Gruß Reinhold

991.2 T "mehr Elfer braucht man(n) eigentlich nicht"





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