Zum Inhalt wechseln


Foto

Ein kritischer Blick auf PORSCHEs Frühgeschichte


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
6 Antworten in diesem Thema

#1 Udo Jeske

Udo Jeske

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 512 Beiträge

Geschrieben 10 Juni 2019 - 20:25

Hier die ARD-Ankündigung für den 24.06.2019 um 23:30 Uhr  https://programm.ard...281061767230520 :

 

"Geschichte im Ersten: Der Mann hinter Porsche - Adolf Rosenberger

 

Adolf Rosenberger war Sohn einer assimilierten jüdischen Familie, mit 17 Jahren Kampfflieger im Ersten Weltkrieg, danach Techniker, Geschäftsmann und Werksrennfahrer bei Mercedes-Benz. 1930/31 gründet er mit Ferdinand Porsche und dessen Schwiegersohn Anton Piëch die Porsche GmbH in Stuttgart, die Keimzelle der heutigen Weltmarke.

Als Geschäftsführer zieht Rosenberger Aufträge aus der Automobilindustrie an Land, ist an der Konstruktion des später so erfolgreichen Auto Union Grand-Prix-Rennwagens beteiligt und hält als Mitgründer und Miteigentümer zehn Prozent der Firmenanteile, die er jedoch 1935 als Jude unter bemerkenswerten Umständen an Porsche abtritt.

Kurz darauf wird Rosenberger von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Kislau verschleppt. Nach seiner Entlassung emigriert er. In den USA startet Adolf Rosenberger unter dem Namen Alan Robert noch einmal ein neues, erfolgreiches Berufsleben. Doch die Sehnsucht nach seiner verlorenen Heimat bleibt.

Und nach 1945 möchte er wieder mit Porsche zusammenarbeiten. Doch weder ein Prozess gegen Porsche und Piëch noch die vermeintliche Aussöhnung mit Porsche-Sohn Ferry bringen Rosenberger zurück in das einst von ihm mitgegründete Unternehmen.

Adolf Rosenberger alias Alan Robert stirbt 1967 in Los Angeles."
 
Bemerkenswert ist, daß

• der erste, für Anfang 2019 geplante Ausstrahlungstermin ohne Angabe von Gründen und Nennung eines neuen Sendetermins zunächst ersatzlos gestrichen wurde.

• der jetzt geplante Termin auf eine Uhrzeit an einem Wochentag gelegt wurde, der nur eine geringe Sehbeteiligung erwarten läßt. Natürlich kann man das aufnehmen oder in der Mediathek aufrufen ...


  • Frank 911, Arno Schiebler, d911o und 2 anderen gefällt das

Gruß aus D´dorf

 

Udo


#2 d911o

d911o

    Longrunner

  • Orga-Team
  • PIPPIP
  • 3.341 Beiträge

Geschrieben 10 Juni 2019 - 20:31

Hi Udo,
danke - sehr interessant. In Ferry Porsches Biographie (oder war's im Buch Die PS-Dynastie?) steht nur wenig zu Adolf Rosenberger. Von daher bin ich auf den Fernsehbericht gespannt.
Grüße, Dirk
997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#3 Frank 911

Frank 911

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 3.311 Beiträge

Geschrieben 11 Juni 2019 - 16:08

Hi Udo,

 

vielen Dank für diesen wertvollen Hinweis und Blick auf diesen Teil der jüdisch-deutschen Geschichte! Mir war bekannt, dass deutsche Juden im ersten Weltkrieg für Deutschland kämpften, aber dieser Teil der Porschegeschichte war mir nicht bewusst. Der Zeitpunkt der "Abtretung" der Anteile von Rosenberger an die Porsche GmbH ist nachvollziehbar prekär und vor diesem Hintergrund stark zu hinterfragen. Bin ebenfalls sehr gespannt auf diese Sendung. In Zeiten eines TV mit Festplattenrekorders ist die Sendezeit zum Glück für mich zweitrangig, aber man muss bei der Sendeanstalt schon hinterfragen, warum dieser wichtige Beitrag nicht mal direkt nach der "Tagesschau" läuft!

 

Viele Grüße,

Frank


Testverbrauch:  493762_5.png


#4 Rolf Lieberum

Rolf Lieberum

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 887 Beiträge

Geschrieben 11 Juni 2019 - 16:45

Also nach meiner unmaßgeblichen Meinung ist das Thema hier irgendwo/irgendwann

ach was für ein schöner 70er Ausdruck im Forum behandelt worden.

Ebenso meine ich, daß das auf SWR, Phoenix oder auch Sender "One",

nachts irgendwann, nach dieser ominösen Nichtsendung lief.

Für mich war da nichts Neues. Nach der Sendung dürft ihr euch aber Fragen,

wer hier welche Propaganda lostritt.

Wenn ich zynisch wäre, sähe ich da 26 Percent z.Z.

 

OT: gem. der preußischen, später norddeutschen Bund Kriegsverordn. und irgendeinem Dekret

des preuß. Königs Wilhelm III waren Personen mosaischen Glaubens vom Kriegsdienst frei gestellt.

Freiwillig durfte jeder unter Preußens Fahne kämpfen.

Es sollen ca. 10 000 Personen mosaischen Glaubens im WK 1 gekämpft haben für Wilhelm II.

 

In F war das ja wg. Egalite, Fraternité u. Liberte nie ein Problem. Das war der Vorteil von

Napoleon. Er konnte jeden ans Messer liefern.

Gern gesehen waren die Moses-Anhänger ja nicht lt. Jean Paul: Je accuse … postete :lol: der mal

wg. dem Herrn "Dreybein o. Dreyfuß", wie der auch immer hieß.

 


Ei Guude wie, Gruß vom Lie


#5 Udo Jeske

Udo Jeske

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 512 Beiträge

Geschrieben 24 Juni 2019 - 13:05

Artikel heute in der Stuttgarter Zeitung.

Angehängte Dateien


  • Frank 911 und d911o gefällt das

Gruß aus D´dorf

 

Udo


#6 Udo Jeske

Udo Jeske

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 512 Beiträge

Geschrieben Gestern, 16:17

Noch ein ähnlich gelagerter Fall: https://kurier.at/wi...ier/285.450.574


  • Frank 911 und d911o gefällt das

Gruß aus D´dorf

 

Udo


#7 d911o

d911o

    Longrunner

  • Orga-Team
  • PIPPIP
  • 3.341 Beiträge

Geschrieben Gestern, 17:34

Hi Udo,

von dem Maikäfer und seinem Konstrukteur habe ich schon mal gehört. Je nach Sichtweise könnte man da allerhand hinein interpretieren, was die Konstruktion von Herrn Ganz letztendlich bedeutet haben könnte. In dem Zusammenhang muss man dann allerdings auch noch einen Bezug von Béla Barényi zum Volkswagen herstellen. Barényi hat den Volkswagen angeblich schon 1925 konstruiert, aber das Ganze nicht patentrechtlich abgesichert. Trotzdem hat er in den 1950er Jahren einige Prozesse gegen Porsche geführt, um seine Urheberrechte durchzusetzen.

Grüße, Dirk


  • Frank 911 und Udo Jeske gefällt das
997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).




Besucher die dieses Thema lesen: 0

Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0