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Zwischenwellenlager 996


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15 Antworten in diesem Thema

#1 Lothar

Lothar

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Geschrieben 28 August 2019 - 08:57

In der neuen Gebrauchtwagen-Profis Folge ging es am Montag um das 996 Cabrio.

Hier noch mal der link:

https://www.dmax.de/...DCB486140003100

Zentrales Thema war das Zwischenwellenlager.

Bei CARTRONIC wird dieses Thema ja auch sehr ausführlich behandelt.

 

In der Sendung wurde jedoch dramatisch dargestellt , dass das ZWL UNBEDINGT bei 100.000km gewechselt werden muß.

Wie seht ihr das? 

Es wurde nicht näher darauf eingegangen, ob 1reihig oder 2reihig. Wobei Aussagen wie 'ein zweireihiges Lager stabiler ist wie ein fragiles 1reihiges Lager' können auch nicht weiterhelfen.

Und dann wurde beim Einbau am Block gefräst und eine 'Hülsen-Konstruktion' eingesetzt. Mit der Begründung offene Zylinderrollenlager könnten nicht optimal geschmiert werden an dieser Stelle (dies sei auc der Grund des geschlossenen Laers). Bedeutet letztendlich , dass eine Revision mit offenen Lagern das Problem mittel/langfristig auch nicht löst.

Kennt jemand dieses Teil?

 

Mich hat es etwas irritiert.

 

Servus

Lothar

 

 



#2 d911o

d911o

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Geschrieben 28 August 2019 - 09:29

Hallo Lothar,
das sind bedauerlicherweise sehr pauschale Aussagen, die in der Sendung getroffen wurden. Soweit mir bekannt ist, gibt es je nach Modelljahr verschiedene Zwischenwellenlager und teilweise können die ohne Motorzerlegung gewechselt werden. Das trifft aber nicht auf alle zu, u.a. hat Cartronic selbst einmal in einem Videobetrag/Workshop diffuse Angaben zu diesem Thema gemacht.
Ich persönlich halte dieses immer-wieder-hervorholen des Motorschadenthemas bei 996/997 für PR-Aktionen und den o.g. Fall des vorbeugenden Wechsels für reine Panikmache. Seriöse Infos sehen aus meiner Sicht anders aus.
Grüße, Dirk

Nachtrag: hier https://www.elferlis...hl=motorschadenhatten wir schon mal diskutiert.
997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#3 Detlef

Detlef

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Geschrieben 28 August 2019 - 10:47

Also was bei den modernen Motoren unbedingt mindestens jährlich gewechselt werden muss, ist das Motoröl. Dieser Longlife-Mist war wohl eher kontraproduktiv und funktioniert nur bei wenigen Maschinen.

 

Bei Redhead Zylinderkopftechnik (Youtube) wurde kürzlich ein 996 Motor überholt, da waren nicht das Zwischenwellenlager und auch nicht der KWS das Problem, sondern gerissene Köpfe und in Folge Kolbenfresser, weil der Fahrer offensichtlich einfach Kühlflüssigkeit nachfüllte und gefahren ist, bis nix mehr ging. Am Ende war noch ein Nockenwellen-Versteller defekt, was vorher nicht zu diagnostizieren war. Der daraus resultierende schlechte Motorlauf könnte sogar eine Ursache für die Kopfüberhitzung (neben der Fahrer-Ignoranz) gewesen sein.

 

Ich meine, dass ein Großteil der Schäden auf ungenügende und mangelhafte Wartung zurück zu führen ist. Natürlich ist das Ding vergleichweise komplex, wenn man das Trumm mal so auf der Palette sieht und entsprechend ist die Wartung teuer. Aber es ist ja auch ein toller 300 PS-Sportwagen.


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Viele Grüße

 

Detlef


#4 Lothar

Lothar

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Geschrieben 28 August 2019 - 11:47

Halo Dirk,

ich stimme Dir zu: 'Viel Panikmache' , sollange nichts klappert gut pflegen und .. weiterfahren.

Zu dem Thema ist auch genug gesagt worden u.a. im o.g. thread (kenn ich, hab ja selbst meinen Senf dazu beigetragen). 

 

Primär ging es mir um Technische Verständnis und der Aussage, dass aufgrund der Ölversorgung und Lage bewußt bei der Konstruktion ein geschlossenes Lager von Porsche  verwendet wurde und kein Offenes. Scheint ja zunächst einmal einleuchtend. Die Frage : Ist diese Aussage korrekt? 

Wenn ja, dann irritiert jedoch, dass renommierte Werkstätten auf offene Zylinderrollenlager schwören. 

Lagen  die Porsche Ingenieure falsch oder hat man bei den Offenen das geringere Übel , das auch bei nicht optimaler Schmierung länger hält?

 

Und zweitens ging es mir, um das Teil das die Gebrauchswagenprofis eingebaut habe. Ist das die Lösung?

Wer kennt das Teil,  'wer hats erfunden'  und was haltet ihr davon? 

Servus

Lothar

 

 

 


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#5 d911o

d911o

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Geschrieben 28 August 2019 - 18:48

Hi Lothar,

soweit ich das als Laie verstanden habe, hat Porsche bewusst ein geschlossenes Lager mit Dauerfettfüllung verwendet, da die Ölversorgung im Serienzustand dort nicht gewährleistet ist. Wenn Jemand auf offene Lager setzt, dann müsste logischerweise die Ölversorgung "umkonstruiert" werden, oder?. Ob das so gemacht wird, kann ich nicht beurteilen. Jetzt bräuchten wir einen Motorenexperten der das so macht ... und es mal erklärt. Was die Gebrauchtwagenprofis da exakt gemacht haben und vor allem wie die Langzeitwirkung ist, werden wir vermutlich nie erfahren ;-).

Grüße, Dirk


997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
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#6 Targahorst

Targahorst

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Geschrieben 28 August 2019 - 19:20

Hallo zusammen, da habt ihr ja mal wieder ein Riesen Faß aufgemacht!

Aus meinen anderen Foren Beiträgen wisst ihr ja das mein Motor letztes Jahr wegen der Tiptronic Revision raus war. Meine Werkstatt hat das Zwischenwellen Lager nicht gewechselt, weil es bisher unauffällig war, es schwitzt zwar etwas drum herum, aber unwesentlich, ist so gering das nix abtropft. Die Begründung für den Nicht Wechsel war, das man dafür ein Spezial Werkzeug von Porsche benötigt um die Steuerzeiten wieder neu einzustellen! Und Porsche rückt diese Werkzeuge nicht raus!

Das mag zutreffen, wenn man die ganze Zwischenwelle ausbauen muss um auch das hinter Lager zu wechseln und dafür die Steuerketten demontieren muss! Siehe Schema Zeichnung aus P.Freres Buch

Im Video des 1.Beitrages wird aber nur das hinter der Kupplung liegende gekapselte sog. 2RS Lager gewechselt und durch ein zum Ölbad geschlossenes Gleitlager ersetzt, das durch eine separate Ölschmierung per Leitung vom Ölfilter versorgt wird. Die Lösung ist auch nicht billig wie im Video zu sehen, soll aber dauerhafter sein. Grundsätzlich unterliegt ein Gleitlager auch einem Verschleiß, habe daher meine Zweifel, ob das besser ist wie das 2RS Lager.

Meine Zwischenwellenlagerung ist nun von Anfang an drin und das nun mit 151.000 km und macht keine Geräusche.

Gruß Horst

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#7 landi911

landi911

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Geschrieben 29 August 2019 - 01:28

Die Zwischenwellenlager bei unserem 996 waren nach 170,000 km auch neuwertig. Haben dann aber gegen hochwertiges offenes Lager getauscht das dann auch wieder bis heute ( plus 50,000km ) gehalten hat.
Also scheinbar egal!
Den turbo vergisst man nie!

#8 Targahorst

Targahorst

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Geschrieben 29 August 2019 - 15:57

Danke Tilo, das beruhigt mich etwas! Du schreibst beide Lager getauscht, ist das richtig verstanden? Dazu musste doch dann die Zwischenwelle raus und die Kettentriebe demontiert werden, dazu braucht man doch dann das Spezial-Werkzeiug von Porsche wie vorhin von mir beschrieben...

Gruß Horst



#9 Ummi

Ummi

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Geschrieben 29 August 2019 - 17:04

Das Werkzeug gibt es um die 100 EUR (z. B. BGS8837).
Ich habe mir angewöhnt benötigtes Werkzeug einfach zu kaufen. In der Regel spare ich so viel Geld ggü. der Werkstattbeauftragung, dass das locker drin ist. Und wenn ich davon ausgehe, dass ich es in nächster Zeit nicht noch einmal gebrauche verhökere ich es danach mit geringem Nachlass auf Ebay.
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#10 Bernhard

Bernhard

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Geschrieben 29 August 2019 - 20:05

Bei Redhead Zylinderkopftechnik (Youtube) wurde kürzlich ein 996 Motor überholt, da waren nicht das Zwischenwellenlager und auch nicht der KWS das Problem, sondern gerissene Köpfe und in Folge Kolbenfresser

 

Ich habe schon mehrere Clips von Redhead angesehen und finde, dass die Motoren-Probleme und -Reparaturen sehr gut erklärt werden. Zumindest für mich als Laie. Für manchen mögen die Clips etwas lang sein, für mich war es sehr interessant. Man bekommt einen Eindruck, was bei einer Reparatur und bei einer Überholung alles dranhängt und kann das ganze Thema besser verstehen.

Hier mal der Link zum 1. Teil der 996-Story:

https://www.youtube....h?v=08bXZYct9zc

 

Viele Grüße

Bernhard
 


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Porsche 964 Targa, wimbledongrün


#11 landi911

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Geschrieben 30 August 2019 - 00:44

Danke Tilo, das beruhigt mich etwas! Du schreibst beide Lager getauscht, ist das richtig verstanden? Dazu musste doch dann die Zwischenwelle raus und die Kettentriebe demontiert werden, dazu braucht man doch dann das Spezial-Werkzeiug von Porsche wie vorhin von mir beschrieben...
Gruß Horst


Bei mir war der Motor komplett zerlegt
Bezüglich Werkzeug mache ich es wie Frank Ummi
Gruß
Tilo
Den turbo vergisst man nie!

#12 AndreasW

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Geschrieben 09 September 2019 - 11:30

Hallo,

Ich habe nach einer Sardinien-Tour im Juni leider Öl im Kühlwasser feststellen müssen und dann erstmal den Motor rausgenommen um einzugrenzen wo die Fehlerstelle ist.

Dabei musste ich leider feststellen, dass das Zwischenwellenlager ebenfalls hinüber war. Ich habe den Block ohne Köpfe zu Cartronic gebracht und die Welle überarbeiten lassen mit neuem Lager und auch neue Steuerketten einbauen lassen.

Obwohl der Motor angeblich mal überholt worden ist, war noch das originale 2-reihige Kugellager verbaut, Kilometerstand 202TKM. Den Geräuschen nach, die er schon beim Kauf gemacht hat, bei 176TKM, war das Lager wohl da schon nicht mehr in Ordnung.

Heute habe ich die böse Nachricht bekommen, dass ein Kopf einen Riss hat und wohl nicht mehr zu retten ist.

Wenn also noch jemand einen Satz Köpfe für einen 3,4l-Motor, oder eine Bezugsquelle weiss wäre ich sehr dankbar.



#13 Detlef

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Geschrieben 10 September 2019 - 08:43

Andreas,

 

gebrauchte Köpfe? Da wird wohl mehr Nachfrage als Angebot bestehen.

 

Ich habe gesehen, dass Redhead gerissene Köpfe repariert. Wäre das eine Option?


Viele Grüße

 

Detlef


#14 Christian Stephan

Christian Stephan

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Geschrieben 11 September 2019 - 16:27

Moin,

 

hilft nicht weiter in der Frage nach der Haltbarkeit bzw. der Notwendigkeit eines Austausches, aber mir ist die Konstruktion der neuen Motoren irgendwie suboptimal. Wozu hat man sich eine derart große Welle einfallen lassen, die durch den ganzen Motor verläuft ? Wenn ichdas richtig duchschaue, dann dient die Welle dazu, den Antrieb der Nockenwellen durch die Kurbelwelle darzustellen. Da muß ich an der einen Seite des Motors die Drehbewegung abgreifen um sie durch den ganzen Motor zu schicken um auf der anderen Seite dann die Steuerketten für die Nockenwellen anzutreiben ? Begreife ich nicht. Dann kann man doch auch einfacher lösen. Am besten hat man m.E. sowas gar nicht. Beim 3,2 Liter und älter ist das wenigstens nur ein doppelt gelagertes Zahnrad. Aber immerhin muß auch hier über eine Stirnverzahnung erst wieder angetrieben werden. Zum Glück im Unglück ist das ganze bei den alten Motoren aber noch auf kleinem Raum und in der Motorschmierung integriert untergebracht und nicht abstandsmaximiert über den ganzen Motor verteilt.

Die hier schon genannten Videos von Redhead habe ich mir auch angeschaut. Die da gezeigte Zylinderkopfkonstruktion erscheint mir auch noch deutliches Protential aufzuweisen. Was für eine wilde Konstruktion. Und dann sind im Kopf Bohrungen nötig nur zur Fertigung, die dann mit Verschlußstopfen verschlossen werden, an die ich nie wieder ran komme und die das Öl vom Wasser trennen ? Das sind alles Querschnitts und Steifigkeitssprünge , bei denen ich mir schon vorstellen kann, daß es dort zu Rissen kommt. Und wenn so ein armer kleiner Stopfen den Geist aufgibt, vermischt sich das Wasser mit dem Motoröl ? auhauaha ....

 

Nachdenkliche Grüße

 

Christian



#15 landi911

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Geschrieben 12 September 2019 - 16:08

Das man die Welle nicht braucht zeigen ja die Folgemotoren.
Den turbo vergisst man nie!

#16 Detlef

Detlef

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Geschrieben 13 September 2019 - 09:57

Der extrem zerstörte Motor des 996 bei Redhead ist auch ein Paradebeispiel an Wartungsmangel und Ignoranz. Man kann es sicher nicht beweisen, aber die Indizien wie verdreckte/defekte Kühler, altes schwarzes Öl, defekte Nockenwellensensoren und Basteleien deuten darauf hin. Obendrein ist das Ding noch gefahren worden, bis nix mehr ging.

 

Kurzum sind das für mich keine Belege dafür, dass der Motor ein prinzipielles Problem hätte. Gemessen an der Gesamtstückzahl dieser Baureihe sind die Schäden doch eher gering.

 

Bei den alten Motoren mit Gebläsekühlung ist  es ja eher so, dass diese nach 180- 200Tkm verschlissen sind. Die Dilavarbolzen sind ein Thema. Die Getriebe halten nicht, etc. und es betrifft alle. Da sind die modernen Autos schon wesentlich haltbarer und leistungsfähiger. Die Überholung kostet auch bei den alten genau so viel.


Viele Grüße

 

Detlef





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