Zum Inhalt wechseln


Foto

Erfahrungen mit Fluid-Film, Verträglichkeit?

Fluid Film

  • Bitte melde dich an um zu Antworten
16 Antworten in diesem Thema

#1 Ummi

Ummi

    Mitglied

  • Moderator
  • 2.474 Beiträge

Geschrieben 28 August 2019 - 13:30

Hallo Zusammen,
ich habe mich entschieden meinen T4 noch ein paar Jahre zu behalten und deshalb bekommt er eine Konservierungskur.
Ich habe mich zum ersten Mal für Fluid-Film entschieden, weil es sehr leicht zu verarbeiten ist und aktiv bleibt (härtet nicht aus, kriecht weiter).
Es wird davon abgeraten, Fluid-Film auch auf gummiartige Bauteile aufzubringen, da sich diese evtl. nicht vertragen.
Nun musste ich feststellen, das das gar nicht so einfach ist.
Man kann ja einiges abdecken/-kleben, aber eh man sich versieht ist doch wieder etwas auf einem Schlauch, Kabel etc..
Besonders blöd ist beim Camper, dass Stromkabel durch Hohlräume gelegt wurden an die man nicht so einfach rankommt um das Kabel zu schützen.
Ein Anruf beim Korrosionsschutzdepot hat mich auch nicht weitergebracht: "Es kann sein das es manchen Kabeln gar nichts ausmacht, andere aber wiederum schwer schädigen kann."
Hat jemand von Euch konkrete Erfahrungen?
Danke und Gruß,
Frank

Angehängte Datei  91C3BB69-69F5-4382-A566-9E2AF4AA78A2.jpeg   125,84K   0 Mal heruntergeladen
  • Detlef gefällt das

pue8qzxa.jpg

 

392114_5.png


#2 Reinhold

Reinhold

    Profilvernichter

  • Moderator
  • 5.371 Beiträge

Geschrieben 28 August 2019 - 15:09

ich weiß von einem Freund aus der Geländewagenszene, dass "weiche" Gummischläuche das Zeug wohl nicht so mögen, Gewebeschläuche können das wohl ab.

Ist aber keine eigene Erfahrung.


Gruß Reinhold

991.2 T "mehr Elfer braucht man(n) eigentlich nicht"


#3 Reinhold

Reinhold

    Profilvernichter

  • Moderator
  • 5.371 Beiträge

Geschrieben 28 August 2019 - 15:11

Ergänzung: dort vertraut mal eher auf Dinitrol


Gruß Reinhold

991.2 T "mehr Elfer braucht man(n) eigentlich nicht"


#4 Arno Schiebler

Arno Schiebler

    Mitglied

  • Orga-Team
  • PIPPIP
  • 1.047 Beiträge

Geschrieben 28 August 2019 - 15:58

Hallo Frank,

 

ich verwende Fluid Film (am Unterboden in Verbindung mit Perma Film) seit über 10 Jahren an allen meinen Youngtimern. Mein Ganzjahres-E30 (Bj. 1992) ist immer noch in einem sehr rostarmen Zustand, funktionieren tut es also.

Das einzige, was bisher angegriffen wurde, waren vereinzelt die weichen Kunststoff-Verschlußstopfen am Unterboden (meines Fiat). Wobei ich vermeide, Fluid Film direkt auf Gummi-Fahrwerksteile oder an Fensterdichtungen zu sprühen.

Bewährt hat sich die Hakensonde, mit der man gut in die Ablaufbohrungen (z.B. der Schweller) sprühen kann. Den langen Schlauch mit der Rundumdüse verwende ich selten. Das FF ist sehr dünnflüssig, also wirst Du das meiste davon wieder auf dem Fußboden finden (tropf...) Die Möglichkeit, das wieder zusammen zu wischen spart Material.

 

Wenn es mein T4 wäre, würde ich zur Lanze greifen. :P

 

Viele Grüße

Arno

 

 

 


  • Detlef und Ummi gefällt das
911 Carrera Coupe, Mj. 88, diamantblau-metallic, sog. "Jubi-Modell".

#5 Tom Sch

Tom Sch

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 1.013 Beiträge

Geschrieben 28 August 2019 - 16:18

Servus,

 

ich verwende FF sowohl zum nachträglichen konservieren alter Fahrzeuge als auch zum Schutz von unzugänglichen Stellen bei Neuaufbauten.

 

Solange das FF nicht wirklich unmittelbar und dauerhaft auf einem (unverträglichen) Kunststoffteil steht hatte ich noch nichts negaitves beobachtet.

Wenn was nicht verträglich ist, wie manche schon oben genannten Stopfen, werden die in der Regel nur etwas weicher...

 

Ich würde es für Deinen Zweck uneingeschränkt verwenden - hätte ich bei meinem T4 auch wenn ich ihn nicht ersetzt hätte...

 

Grüße

 

 


  • Arno Schiebler, Detlef und Ummi gefällt das

#6 Lothar

Lothar

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 130 Beiträge

Geschrieben 28 August 2019 - 17:07

@Reinhold, 'Weiche ' Gummiteile ist das Stichwort. Heißt hoher Kautschukanteil.

Im Zweifel vielleicht fluidfilm direkt anfragen.

http://fluidfilm.de/faq/ 

Ich habe meine E30er alle behandelt und auf Gummidichtungen geachtet. Bei Kabelisolierungen war ich etwas nachlässig . Da habe ich bestimmt welche mit behandelt.

Grüße

Lothar


  • Ummi gefällt das

#7 Ummi

Ummi

    Mitglied

  • Moderator
  • 2.474 Beiträge

Geschrieben 28 August 2019 - 18:01

Bei Kabelisolierungen war ich etwas nachlässig . Da habe ich bestimmt welche mit behandelt.
Grüße
Lothar


Dann haben wir ja schon das Ergebnis eines Selbstversuchs :)

Ich habe heute ein paar alte Kabel und einen Bremsschlauch eingesprüht und zur Seite gelegt. Mal sehen was mit denen passiert.

pue8qzxa.jpg

 

392114_5.png


#8 Lothar

Lothar

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 130 Beiträge

Geschrieben 28 August 2019 - 18:58

Yep, hab eben gehofft, dass bei Kabelisolierungen kein Kautschuk sondern irgendein Polyschlagmichtot verwendet wird.



#9 landi911

landi911

    Mitglied

  • Orga-Team
  • PIPPIP
  • 3.010 Beiträge

Geschrieben 29 August 2019 - 01:32

Vielleicht kannst Du damit ja das altersbedingte aushärten der Isolierung umkehren :)
Den turbo vergisst man nie!

#10 GT3-Elch

GT3-Elch

    Frischling

  • Mitglied
  • PIP
  • 1 Beiträge

Geschrieben 30 August 2019 - 16:33

Ich verwende Fluid Film als Dosenspray seit rund 9 Jahren an allen Autos. Sprüh natürlich auch, ohne besondere Absicht, Gummi und Plastikteile ein. Habe aber noch nichts Negatives feststellen können. Jedes Auto kommt so alle 3 Jahre mal dran. Fahrwerksgummis werden öfters mit Silikonspray gegen verspröden vorbehandelt.
  • Ummi gefällt das

#11 Juergen Hofmann

Juergen Hofmann

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 1.303 Beiträge

Geschrieben 30 August 2019 - 20:57

Nabend,

 

die Frage gibts zweimal, deswegen auch meine Antwort zweimal.

 

Hallo,

 

ich habe das Zeug seit Jahren im Einsatz und das stellenweise auch recht großzügig.

Da das Zeug in der Tat recht kriechfähig ist und nie zur Ruhe kommt, kann man sich das Abkleben von Gummiteilen usw. eigentlich sparen.

Wenn man es auf sichtbare Gummiteile aufgebracht, kann man es auch einfach abwischen.

 

Aber: Das Zeug kommt so oder so wieder ans Tageslicht.

Speziell beim Elfer stelle ich fest, daß der Fahrtwind bzw. die Druckverhältnisse das Zeug immer wieder aus den Hohlräumen zieht.

Ist eine klasse Ausrede für Leute, die nicht so gerne putzen.

Der Unterdruck zieht bei meinem Elfer das Zeug vorne aus der Tür raus, es kommt auch an der Unterkante an der Tür raus, es kriecht sogar unter der Gummileiste auf dem Schweller raus.

An dem öligen Film wird's dann schnell schwarz.

Es zieht das Mittel sogar oben an den Schlössern vom Targadach an feinsten Ritzen raus.

 

An der Seite am Elfer haben wir doch diese Gummileiste am Schweller. Diese Leiste wurde bei meinem Auto an den Stellen, an denen das Zeug so hartnäckig ankommt, leicht wellig.

An Kabeln habe ich noch keine Veränderung feststellen können.

 

Rostschutz ist aber einwandfrei, das was MM da beschreibt, kann ich nicht nachvollziehen.

Eher im Gegenteil, es kommt halt wirklich auch in alle Falze und da habe ich selbst an 50 Jahre alten Türen keine Probleme.

 

Das Zeug stinkt auch irgendwie nicht mehr so stark. Ende der 80er Jahre gab es ein Mittel, das hieß Liquid Gel. Prinzipiell das Gleiche, nur das hatte deutlich gerochen. Fluid Film riecht nicht so stark wie LG.

Die Mittel gibt's in unterschiedlichen Konsistenzen (Fett und Öl).

Ich verwende beides.

 

Noch ein Anwendungstip zur Verarbeitung.

Das Fett lässt sich nicht mit einer Becherpistole (wie Unterboden) verarbeiten, die Dose reißt es Dir weg.

Ich habe mir verschieden lange Bremsleitungen hergerichtet. Vorne sind die zugequetscht und seitlich mit einem 1er Bohrer angebohrt.

Das zugequetschte Ende etwas verrunden.

 

Pistolenseitig habe ich dann eine Überwurfmutter (wie für Bremsen) verwendet und die Leitung ist gebördelt. In das Mundstück der Presse habe ich dann einfach ein Gewinde M10x1 (ausm Gedächtnis, kann auch 1,25 sein) geschnitten.

Und als Presse verwende ich eine Druckluftfettpresse von Westfalia.

Anstelle der Kartusche habe ich ein Rohr aufgeschraubt (das steht dann nach oben) in der das FF oder LG reinkommt.

Dieses Rohr kann man mit dem Heißluftföhn beheizen, wenn man das Fett verwendet, das Öl bekommt man so durch.

 

Mit einer PET-Flasche lässt sich schön probieren, wieviel da rauskommt, wenn man abzieht.

 

Und dann gehe ich mit der Bremsleitung bis zu 1,5 Meter tief in die Rahmen und Schweller und beim Rausziehen schieße ich mit der Presse um mich :-)

 

Das mit den Bremsleitungen brauchte ich mal für ein Auto mit Leiterrahmen, so lange Leitungen braucht man für ein Normalauto nicht, aber die Idee hat echt was. Hab damit den Rahmen von meinem Transit (auch Leiter/Kasten) auf ganzer Länge versorgen können.

In ganz speziellen Fällen war ich mit diesen Bremsleitungssonden auch schon in der A-Säule, B-Säule oder in Querträgern zwischen den Längsträgern.

 

Für die schnelle Ölung der Radhäuser und sichtbaren Unterbodenbereiche vor der großen Urlaubsfahrt oder einmal jährlich habe ich eine normale Becherpistole (die roten Becher in den Billig-Sets), die steht nur für diesen Zweck bereit. Damit sprühe ich die Radhäuser und den Unterboden schnell mal ein, bevor ich auf große Fahrt gehe.

 

Gruß

Jürgen


  • Frank 911, Arno Schiebler, Karsten M und einem anderen gefällt das
Der Glaube versetzt Berge, das Wissen bringt sie wieder zurück.

#12 Detlef

Detlef

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 907 Beiträge

Geschrieben 03 September 2019 - 20:56

Hallo Frank, ich verwende auch FF an allen meinen Fahrzeugen seit mehr als 10 Jahren. Es gibt verschiedene Gummidichtungen auf Kautschukbasis, die leicht angegriffen werden, also etwas quellen oder leicht wellig werden. Meiner Erfahrung nach aber nur, wenn man das Zeug lange nicht wegreinigt. Ich reinige mit Waschbenzin, bislang keine Probleme. PVC (Leiterisolierungen, Kabelmäntel), PE (Kabelmäntel, etc), PP (Behälter) werden meiner Erfahrung nach nicht angegriffen.

 

Anders als TimeMaxx oder andere Kollegen würde ich, besonders am T4 mit Übernachtung, nicht alles sinnlos vollsauen. Neben den von Jürgen erwähnten Problemen kommt dann noch das -je nach Geschmack- gewöhnungsbedürftige Odeur dazu. Du hast dann das Gefühl, Du schläfst im Schafstall mit 100 nassen Schafen.

 

Ich würde beim T4 entweder mit der Endoskopkamera schauen oder die vielen YouTube-Videos zu Schweißarbeiten sichten und dann nur gezielt konservieren. Das Teil rostet nicht überall.

 

Vorne habe ich Kunststoff-Lokaris eingebaut. Die sind meiner Meinung nach ein Muss zum Schutz der vorderen Holme. Hinten sind bei mir (2000) bereits welche ab Werk.


  • Arno Schiebler und Ummi gefällt das

Viele Grüße

 

Detlef


#13 Arno Schiebler

Arno Schiebler

    Mitglied

  • Orga-Team
  • PIPPIP
  • 1.047 Beiträge

Geschrieben 05 September 2019 - 07:27

Kleine Anmerkung am Rande: Unser langjähriger VW-Nutzfahrzeugverkäufer (wir fahren in der Fa. VW-Transporter) hat mir gegenüber einmal gesagt, dass die Nachfolger des T4 zu teuer geworden wären, hätte man die Qualität beibehalten. ;)


  • Ummi gefällt das
911 Carrera Coupe, Mj. 88, diamantblau-metallic, sog. "Jubi-Modell".

#14 Detlef

Detlef

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 907 Beiträge

Geschrieben 05 September 2019 - 13:20

Arno, das bezieht sich aber auf die Technik, die teilweise liederlich ist. Auch die 4-Zylinder-Diesel aus den Jahren sind nicht der Hammer.

 

Die Karosserie ist rundum besser verarbeitet. Gesamthaft ist erst der T6 richtig gut.

 

Wir hatten zwischendurch mal einen Sprinter, nach einem langen T4 (ACV). Der ist im Vergleich megaschlecht verarbeitet (deutlich schlechter als der damals baugleiche Crafter). Das sind so richtige Wegwerfautos.


  • Arno Schiebler und Ummi gefällt das

Viele Grüße

 

Detlef


#15 Wanderdüne

Wanderdüne

    Mitglied

  • Orga-Team
  • PIPPIP
  • 4.937 Beiträge

Geschrieben 05 September 2019 - 20:16

Hi,

 

ich hatte damals ja den ganzen Elfer und auch den Jeep mit dem Zeug behandelt. Es war letztendlich wirklich überall und Rost war selbst am Jeep-Rahmen nach 12 Jahren Ganzjahresbetrieb nicht zu sehen. Aber die Scheibendichtungen haben es nicht gemocht, die wurden wellig. Ich würde auch gerne meine Wanderdüne in den Schwellern/Längsträgern behandeln, traue mich aber nicht so richtig, weil ich gesehen habe, dass dort Kabel verlaufen. Wie oben schon angesprochen: Weiche Gummis mögen kein Fluid Film. Ich habe in der Wanderdüne mal die Innenseite des Kofferraumdeckels leicht behandelt und beobachte jetzt die Kabel für die Kofferraumbeleuchtung und den Druckschlauch für die Zentralverriegelung. Bis jetzt (halbes Jahr) ist alles gut.


  • Ummi gefällt das
Viele Grüsse Thorsten

#16 Jens Schumacher

Jens Schumacher

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 327 Beiträge

Geschrieben 05 September 2019 - 22:05

Die Kabel haben PVC-Umhüllungen, das Bougierrohr ist wohl auch aus PVC.

Das sollte resistent gegen FF sein.

 

Gruß

Jens

 

PS:

ich vermute, daß bei FF der Effekt auf Gummi/Kautschuk/Silikon identisch zu Benzin/Öl ist.

Und der ist brutal...

 


  • Ummi gefällt das

Porsche 911SC Targa Bj. 1980

Restaurierung unter:

http://jensschumi.00...911erCorner.php


#17 Martin Röpke

Martin Röpke

    Mitglied

  • Mitglied
  • PIPPIP
  • 217 Beiträge

Geschrieben 06 September 2019 - 13:17

Moin Frank,

 

habe ja auch vor 7 Jahren meine ganzen Hohlräume etc. mit FF geflutet - nach der Anleitung von Thorsten S. und Frank S. - und diese Gummiventile am Unterboden sehen immer noch so aus wie vorher, hatte probehalber mal einen rausgenommen - und die sind ja auch sehr "weich" !

 

Aaaaber - wie oben schon öfters erwähnt gibt es ja leider unterschiedliche "Gummis" :P - also kein Freifahrtschein  :wacko: 

 

Gruß Martin


  • Ummi gefällt das

„Eine Garage ohne Porsche 911 ist doch ein ödes, leeres Loch!“   Zitat Walter Röhrl

 

 

7 Zoll vorne,Grüne Konis rundherum,Ruf-Auspuff,Fahrwerk einstellen lassen bei Stimming in Bad Segeberg.

Routes des Grandes Alpes

 





Besucher die dieses Thema lesen: 0

Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0