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ein(?) Kroatien-Bericht


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24 Antworten in diesem Thema

#1 d911o

d911o

    Longrunner

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Geschrieben 06 Oktober 2019 - 13:22

Hi,
nachdem meine Frau und ich vor einigen Jahren Südengland/Cornwall/Wales + London als auch Andalusien per selbst organisierten Trip mit dem Auto erkundet hatten, geisterte ein gleicher Trip durch Kroatien schon lange durch unsere Köpfe. Die Idee an sich entwickelte sich nach 2 Besuchen in Dubrovnik, was wir als Kreuzfahrttouristen/Tagesgäste besuchten. Dieser Besuch ist (zum Glück) vor dem Dreh von Game of Thrones gewesen. Aufgrund dieser Besuche, diverser Reiseberichte im Fernsehen sowie Berichten von Freunden und Bekannten konkretisierte sich „der Plan“ Ende vorigen Jahres und wir begannen, eine Reiseroute zusammen zu stellen. Weil Triest bei einer Tour per Auto mehr oder weniger an der Strecke nach Kroatien liegt, haben wir das gleich mit aufgenommen. Ziel unserer Reise sollte keine maximale Erholung, aber auch keine maximales Sightseeing a la Städtereisen im Geschwindschritt sein – irgendwas dazwischen halt. Wir hatten ja auch keine Ahnung, wie gut uns der Wettergott gesonnen sein würde und wie das „reale“ Ergebnis unsere per Internet gebuchten Unterkünfte sein würde.
Mit Rennweg (Katschberg in Österrreich, Zwischenübernachtung), Triest, Pula, Opatija, Zadar, Split und den Plitvicer Seen war unser Tourplan für 3 Wochen irgendwann komplett. Heimwärts haben wir noch in Villach gestoppt, das Thermalbad wollten wir bei dieser Gelegenheit noch mitnehmen. Außerdem wäre die Heimfahrt sonst zu weit und damit zu stressig gewesen, das wollten wir nicht. Aufgrund der Länge der Reise sind wir nicht mit dem 997 gefahren. Im Nachhinein betrachtet, wäre das aber auch gegangen. Hier die Route unserer Tour https://goo.gl/maps/LcajgX772bFMiB5o7

Wenn sich Jemand fragt, warum die Plitvicer Seen mit auf dem Tourplan stehen, dann ist die Erklärung einfach: Die Karl-May-Filme/Bücher bedienen zwar allerhand Klischees, ich mag sie trotzdem. Was lag also näher, den Silbersee einmal in der Realität zu sehen und das Gebiet zu durchwandern? Vorab kann ich verraten, dass es sich gelohnt hat.

Erlebt haben wir Vieles, aber der Reihe nach. Insbesondere möchte ich auch zu den Unterkünften das eine oder andere Wort schreiben, ggf. ist es mal Jemanden nützlich? Priorität bei der Wahl unserer Unterkünfte war innerörtliche Lage, Frühstück und ein Parkplatz fürs Auto.

Der Gasthof Post https://www.gasthofpost-rennweg.at/ in Rennweg am Katschberg ist als Zwischenstopp auf dieser Route ideal, sehr freundlicher Service und helle, saubere Zimmer sowie eine gutbürgerliche Küche laden ein. Da vor uns eine Reisebusbesatzung am Frühstücksbuffet war, war dieses danach etwas eingeschränkt, aber immer noch ok. Hervorzuheben ist die herzliche Freundlichkeit des Personals, es sind bis auf den Seniorchef alles Frauen aus dem Ort.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Triest, dort hatten wir in der Innenstadt das Urban Hotel https://www.urbanhotel.it/de/ gebucht, um innenstadtnah zu sein. Innenstadtnah heißt aber auch immer, wo soll/kann das Auto stehen bleiben? Da in ca. 200-300m Entfernung zum Hotel ein Parkhaus ist, in dem man als Hotelgast außerdem 10% Ermäßigung bekommt, fiel die Wahl auf das o.g. Hotel. Die Anfahrt nach Triest klappte gut, beim Überschreiten der slowenischen Grenze wurden wir zur Kontrolle der Mautplakette gestoppt. Mit sowas verstehen die Slowenen keinen Spaß, man sollte die Rechnung und die abgezogene Rückseite der Mautplakette vorzeigbar dabei haben. Das Hotel in Triest und das Parkhaus haben wir schnell gefunden. Danach gingen wir gleich auf Erkundungstour, Triest ist geschichtlich sehr interessant, nicht nur aufgrund der k.u.k-Zeit. Natürlich überwiegen die Bauwerke aus dieser Zeit, es ist schlichtweg pompös. Der Abend klang in einer der vielen Altstadtkneipen aus, dolce vita eben. Am nächsten Tag wollten wir eigentlich eine Stadtführung mitmachen. Da es erwartungsgemäß keine klassischen Stadtführungen auf Deutsch gab und unser Englisch als auch sonstige Fremdsprachenkenntnisse ehr flach sind, haben wir uns für eine „selbst geführte“ Stadttour entschieden. D.h., man holt sich an der Touristinfo einen Audioguide samt Karte und das Gerät führt den Gast per Ansage und Kartenhinweise durch die Stadt. Wir ließen uns dabei viel Zeit, wir waren fast 3 Stunden unterwegs. Tags drauf fuhren wir von Triest aus mit dem Bus zum Castell Miramare http://www.miramare.beniculturali.it/ Das ist sehr sehenswert, aber auch so eine italienische Busfahrt im Berufsverkehr ist ein Erlebnis.

Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen von Triest, wir fuhren die Küste entlang in Richtung Pula. In Pula hatten wir uns 4 Tage im Park Plaza Histria http://park-plaza-hi...-istria.net/de/ eingebucht, etwas Erholung braucht der Mensch schließlich auch. Die haben wir dort zur Genüge bekommen, wir waren aber auch in Pula unterwegs. Dazu haben wir den Hop-on/Hop-off Bus genutzt, eine Haltestelle lag praktischerweise ganz in der Nähe des Hotels. Da wir am Nachmittag zu der Bustour gestartet sind, konnten wir tags drauf am Vormittag die Tickets weiter benutzen, sie sind 24h gültig. Aber der Reihe nach. An jenem Nachmittag fuhr der Bus zuerst durch wenig attraktive Stadtgebiete bis zur römischen Arena https://www.kroati.d...arena-pula.html Dort stiegen wir aus und besichtigten die Arena, fuhren aber dann zum Hotel zurück. Tags drauf (vormittags) fuhren wir mit diesem Bus eine Station weiter als bis zur Arena, um die Altstadt anzuschauen. Die Altstadt ist sehenswert, aber meistens von Touristen mehr als gut besucht. So war es jedenfalls an diesem Tag, wir fuhren nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die Altstadt dann ins Hotel zurück. Die restlichen Tage in Pula gingen mit relaxen schnell rum.

Das nächste Ziel war Opatija https://www.kroati.d...er/opatija.html Wir fuhren wieder die Küste entlang, um etwas vom Land zu sehen. Interessant ist u.a., dass überall Zimmer und Apartments angeboten werden, selbst im kleinsten Ort sind freie Unterkünfte vorhanden.

Zurück zu Opatija. Das ist ein typisches k.u.k. Kaiserbad mit entsprechender Architektur und Promenade. Wir blieben 2 Tage im Hotel Bristol http://www.hotel-bristol.hr/ Wir hatten zwar schon bei der Buchung um die Reservierung eines der wenigen hoteleigenen Parkplätze gebeten, aber beim Check-in wurde uns recht „nüchtern“ gesagt, dass alles voll sei und wir den oberhalb gelegenen öffentlichen Parkplatz nutzen sollten. Das taten wir dann auch, fanden aber im am anderen Ortsende gelegenen Parkhaus (von unserem Hotel ca. 800m entfernt, Kreditkartenzahlung möglich) eine bessere Alternative. Das Hotel Bristol an sich ist ok, unser Zimmer war groß und sauber und das Frühstück war auch in Ordnung. Die angebotene Halbpension haben wir nicht genutzt, wir sind lieber auswärts in kleinere Lokale gegangen. Das Personal des Hotels Bristol hat auch nach unserem Empfinden bis auf ganz wenige Ausnahmen noch nicht erkannt, dass man sich als Gast nicht nur geduldet, sondern sich lieber willkommen fühlt. Aber da wir die meiste Zeit unterwegs waren, war das auch ok. U.a. haben wir den 12km langen Küstenweg (den sogenannten Lungomare) abgewandert, siehe hier: http://www.opatija.n...kustenpromenade

Weiter geht es nach Zadar https://www.kroati.d...tien/zadar.html , wieder fuhren wir die Küste entlang und mieden die Autobahn. Eigentlich wollten wir in Rijeka stoppten, aber das Wetter war an diesem Tag trüb und grau und auf unserem Weg durch die Innenstadt von Rijeka sah Vieles nicht so einladend aus. Demzufolge fiel der Stopp aus und Zadar kam näher. Die Altstadt von Zadar liegt auf einer Insel, Hotels sind rar, meistens schlecht und oft teuer. Parkplätze sind im Innenbereich Fehlanzeige. Was tun? Daher entschlossen wir uns bei der Planung der Tour für eine Ferienwohnung, die Rooms Bura e Jugo (z.B. bei Booking.com zu finden). Diese wurden von uns aufgrund guter Kritiken gebucht. Diese Ferienwohnung liegt nah an einem der Tore der Altstadt und neben diesem Tor ist ein öffentlicher Parkplatz https://goo.gl/maps/8K1ZS4yfZYusdDzJ8 Wir mussten also vom Parkplatz aus nur 2x ums Eck und standen vor dem betreffenden Haus, einem nicht ganz so schönen Plattenbau. Später sahen wir allerdings noch unschönere/unpassendere Bauten in der Altstadt, so dass wir unseren ersten Eindruck relativieren mussten.

Noch etwas zu den Parkplätzen: diese werden bis spät abends streng kontrolliert, Parksünder bekommen schnell eine Kralle angelegt. Positiv ist, dass die Kontrolleure auch beim Bedienen der Parkautomaten helfen, insbesondere beim Ziehen von Mehrtagestickets/per Kreditkarte zahlen.
Tja, die Aussicht vom Balkon der Ferienwohnung in einen Hinterhof war nicht so prickelnd, der Rest war mehr als gut. Die Vermieterin war pünktlich vor Ort, der Kontakt lief zuerst per Telefonat, dann per Whatsapp. Die von ihr gegebenen Tipps zu Sehenswürdigkeiten und guten Lokalen fürs Abendessen waren alle klasse. Ein kontinentales Frühstück fanden wir im Cafe Kadelarga https://goo.gl/maps/Mw4CeJykorPfCbXe8 nicht weit entfernt. Zum Abendessen hatte uns die Vermieterin u.a. das 4kantuna https://www.restaurant4kantuna.com/ empfohlen, das war sehr gut. Mindestens genauso gut war das Restaurant Harbour https://harbor.hr/ , dort gab es Steak :) .

Wettertechnisch erwischte uns in Zadar ein Gewittersturm auf dem Heimweg vom Abendessen, unsere Regenjacken hielten stand – alles andere war patschnass. Auf den Straßen stand das Wasser 20cm hoch, die Fallrohre entleeren einfach auf die Straße. Meine Schuhe warf ich danach weg. Am nächsten Morgen war der sprichwörtliche eitel Sonnenschein, als wäre nie etwas gewesen.

Aber noch etwas zu Zadar, insbesondere zur Altstadt. Zadar ist im Krieg stark zerstört worden. Die Lücken wurden unpassend aufgefüllt und Vieles (egal aus welcher Epoche) hat einen sehr morbiden Charme. Aber es lohnt sich trotzdem durch die Gassen zu gehen, den Turm in der Altstadt zu besteigen, am Meer entlang zu bummeln und dabei der Meeresorgel http://www.kroatien-...orgel-in-zadar/
zuzuhören oder an gleicher Stelle den Sonnenuntergang mit einem Drink zu genießen – nach Alfred Hitchcock’s Meinung der schönste Platz für das Anschauen des Sonnenuntergangs. Am anderen Stadtende findet sich der Platz der 5 Brunnen und oberhalb dieses Platzes liegt auf einer alten Festungsbastion ein Park mit einer Bar, wo man den Abend gut ausklingen lassen kann. Siehe da, Zadar lohnt also doch – der zweite Blick bringt‘s.

Nachdem wir uns von Zadar verabschiedet hatten, fuhren wir die Küstenstraße weiter nach Split https://www.kroati.d...tien/split.html , unserem südlichsten Ziel in Kroatien. Für Split fanden wir bei der Planung sehr wenige Unterkünfte, die uns geeignet erschienen und buchten zentrumsnah ein kleines Hotel, die Villa Diana (z.B. über Booking.com zu finden). Vorteilhaft ist die Lage zur Altstadt sowie die hoteleigenen Parkplätze gegenüber. Die Inhaberin und ihr Bruder gaben uns viele Tipps, sehr herzliche Leute. Einziges Manko dieses Hotels ist die Lage an einer recht stark befahrenen Straße, nachts war es demzufolge ziemlich laut. Alles andere war sehr gut!

In der Altstadt von Split wird man von der Pracht des Diokletian-Palastes bzw. dessen Überresten und der darin entstandenen Stadt förmlich erschlagen. Man weiß gar nicht, wohin man zuerst schauen soll. Wir hatten dort auch Glück mit einer deutschsprachigen Stadtführung, ein pensionierter Lehrer führte uns und ein weiteres deutsches Paar gut 2 Stunden durch die Stadt. Das war sehr interessant. Ebenso interessant ist das Nachtleben direkt vor dem Diokletian-Palast bzw. vor dem Turm der Kathedrale. Dort treten fast jeden Abend live Musiker auf, ein Erlebnis. Besonders, wenn das Publikum „mitgeht“, z.B. ein paar Besucher aus der Karibik zelebrierten temperamentvoll no woman no cry von Bob Marley, den der Musiker dieses Abends gekonnt spielte. Die Versorgung mit Drinks erfolgt per Kellner vom gegenüberliegenden Lokal, was auf die Stufen des Palastsäulenganges Kissen und eine Getränkekarte auslegt. Setzt man sich dort hin, steht in 30sec. ein Kellner parat.

Unweit von Split liegt das Örtchen Trogir, es befindet sich auf einer Insel direkt an der Küste und ist von Split aus mit dem Boot in einer knappen Stunde erreichbar. Das war ein Tipp vom Hotelier. Trogir ist komplett mittelalterlich erhalten, es ist als Ausflugsziel sehr empfehlenswert. https://www.kroati.d...ien/trogir.html Uns hat es dort sehr gut gefallen.

Was uns in Split nach auffiel: So ziemlich alle Lokale haben dieselben Gerichte in mehr oder weniger ähnlichen Zusammenstellungen aber zu verschiedenen Preisen auf der Karte. Es kommen offenbar mehrheitlich Tagesgäste? Wir haben nach einigem Suchen auch eher traditionell orientierte Lokale gefunden, das Essen dort war sehr gut. Was uns in Split noch mehr auffiel, ständig zogen Leute mit Gepäck in der Hand durch die Gassen der Altstadt und suchten ihr Quartier. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, trotz GoogleMaps mühsam - wie wir an den Gesichtern der Herumirrenden ablesen konnten.

Nachdem wir Split zur Genüge kennengelernt hatten, fuhren wir weiter zu den Plitvicer Seen. https://www.kroati.d...vicer-seen.html Auf die Unterkunft dort waren wir sehr gespannt. Die Suche danach war sehr mühsam gewesen, denn lt. Internet hatten wir wenig Angebote gefunden und auf ein eher dünn besiedeltes Gebiet getippt. Die wenigen Hotels direkt am Naturpark Plitvicer Seen hatten wir von vornherein ausgeschlossen, die Bewertungen im Internet waren ernüchternd. Bis zum Südende der Plitvicer Seen war das, was wir von Land und Leuten sahen, auch eher als ernüchternd anzusehen. Na ja, mal sehen.
Nachdem wir an beiden Haupteingängen der Plitvicer Seen vorbei gefahren waren, fanden wir zwei Orte weiter nahe Grabovac das von uns gebuchte Zrinka Haus https://zrinka-house.business.site/ (z.B. auch über Booking.com zu finden). Dass es ein modernes Haus ist, wussten wir aus dem Internet - das war einer unserer Buchungsgründe- aber was danach kam, war einfach Spitzenklasse. Von der Inhaberin wurden wir ganz herzlich wie Familienmitglieder begrüßt, die nach längerer Abwesenheit wieder mal vorbeischauen. Kaffee wurde angeboten, was wir dankend annahmen. Bei dieser Gelegenheit konnten wir den Frühstücksraum und die Terrasse anschauen, alles freundlich gestaltet und gemütlich. Unser Zimmer hielt, was die Beschreibung im Internet versprochen hatte: moderne und großzügige Einrichtung, ein großes Bad und alles blitzsauber.

Nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten, fuhren wir zum Eingang 1 der Plitvicer Seen und kauften ein 2-Tages-Ticket. Dieses Ticket ist nicht viel teurer als das normale Ticket, man ist aber in der Ein- und Ausgangszeit frei (beim normalen Ticket gibt es Zeitvorgaben!) und wir hatten auf diese Weise auch erst mal Zeit für einen allgemeinen Überblick. Wir gingen natürlich zuerst zu den großen Wasserfällen, sehr beeindruckend. Nach einer Stunde kehrten wir zu unserer Unterkunft zurück, um für das Abendessen eines von der Wirtin empfohlenen Lokale zu besuchen. Wir fuhren zum Restaurant Degenjia https://goo.gl/maps/5Y8nzmy5efS77Ezp8 und staunten über den vollen Parkplatz. Wir bekamen recht schnell einen Tisch, Essen und Service waren sehr gut. Auf dem Weg zur Unterkunft hielten wir noch an einem kleinen Laden, um uns mit Obst für den nächsten Tag zu versorgen.

Am nächsten Morgen wurden wir von der Wirtin in den Umfang des Frühstücks eingewiesen, das Buffet bog sich vor Vielfältigkeit, es fehlte an nichts. Neben den Servietten lagen auf dem Tisch mehrere kleine Tüten. Wir sollten davon regen Gebrauch machen, um uns für die Tour im Park der Plitvicer Seen ausreichend Sandwiches zu machen – no problem. So etwas haben wir noch nirgends erlebt. Gut ausgerüstet brachen wir zum Park auf, es war noch etwas neblig, aber die Sonne kam dann schnell raus. Trotz der frühen Tageszeit war es im Park schon sehr voll, an manchen Stellen übervoll. Dabei ist die Besucherzahl schon auf 10.000 pro Tag beschränkt, voll ist es trotzdem. Wir hatten uns bereits am Vortag für eine der längeren Runden entschieden, in der Hoffnung, dass die Bustouristen nur die kurzen Routen nehmen würden. Falsch gedacht. Also änderten wir unsere Taktik, zuerst gingen wir mit der Menge einfach mit und machten Fotos. Dann gingen wir die Runde noch einmal, um uns ohne schussbereite Kamera umzusehen. Dabei haben wir die Lücken zwischen den größeren Besuchergruppen genutzt, das hat recht gut geklappt. Insgesamt kamen wir auf gut 16km Wanderstrecke an diesem Tag, aber man merkt davon eigentlich nichts, obwohl es immer bergauf geht. Die Ansichten der einzelnen Seen, die vielen Wasserfälle usw. erzeugen ein Staunen egal wohin man schaut. Gerät man doch (wieder mal) in eine größere Menschenansammlung, dann hilft nur Ruhe bewahren und möglichst seitwärts gehen. Am rücksichtslosesten sind die asiatischen Reisegruppen, danach kommen aber gleich (dem Aussehen nach unzweifelhaft) deutsche Reisegruppen fortgeschrittenen Alters. Da wird gerempelt und gemeckert … . Erschreckend ist, wie viele nicht gut zu Fuß seiende Menschen sich den Weg über die Knüppeldämme zumuten. Wir sind uns sicher, dass die Park-Ranger oft erschöpfte Besucher holen müssen. Insgesamt war es aber ein schönes Erlebnis, die unberührte Natur rund um die Seen zu erleben. An manchen Stellen hat man regelrecht erwartet, dass ein Trupp Indianer um die Ecke kommt oder der kauzige Sam Hawkens (… wenn ich mich nicht irre, hihi …) seine Nase aus dem Gebüsch streckt und über die „Greenhörner“ wettert.

Ziemlich erschöpft kamen wir nach dem Parkbesuch wieder an unserer Unterkunft an. Die Tochter der Wirtin bot gleich Kaffee an, den wir dankbar annahmen. Nachdem sie uns den Kaffee auf die Terrasse gebracht hatte, erschien sie 2 Minuten später mit Kuchentellern. Den könnten wir jetzt sicher gebrauchen, meinte sie. Ich glaube, sie kann Gedanken lesen (grins).

Abends fuhren wir wieder in das o.g. Lokal zum Abendessen, das sehr reichlich ausfiel. Nachdem wir wieder am Zrinka Haus angekommen waren, machten wir noch einen Spaziergang durch das Wohngebiet. Kaum am Zrinka Haus angekommen, stand die Wirtin in der Tür und wollte natürlich wissen, wie ihre Lokalempfehlung von uns eingeschätzt wird. Sehr gut und wir haben einfach zu viel gegessen, sagten wir. Sie grinste, holte eine Flasche Slivovice und gab eine Runde aus. Den unmittelbar nach uns eintreffenden Reisenden, die auch von einem reichhaltigen Abendessen kamen, bekamen auch gleich vom Allheilmittel. Laut der Wirtin ist dieser Schnaps für und gegen alles gut, auch gegen Cellulite (Zitat!)

Am nächsten Tag packten wir nach dem Frühstück etwas traurig unsere Sachen, so langsam ging unser Urlaub dem Ende entgegen. Wir haben übrigens bei unserer Abreise weder Kaffee noch Schnaps bezahlen müssen, das lehnte die Wirtin kategorisch ab! Natürlich gab es ein sehr ordentliches Trinkgeld und eine Topbewertung bei booking.com für das Zrinka Haus. Wer sich im Gebiet der Plitvicer Seen umschauen möchte, dem können wir diese Unterkunft bestens empfehlen.
Auf dem Weg in Richtung Norden stoppten wir noch in einem kleinen Ort namens Rastoke https://goo.gl/maps/mgsWD5KNbsPXFPqa6 Dort gehen Wasserfälle direkt durch einen kleinen Ort aus Steinhäusern. Sehr sehenswert. Danach erreichten wir recht schnell Zagreb und die slowenische Grenze, Villach wir kommen. Die Fahrt dorthin verlief zügig und ohne Stau.

Um nach den vielen Unternehmungen noch etwas zu entspannen, hatten wir uns zum Abschluss unserer Reise für das Hotel Warmbaderhof in Villach samt HP entschieden. Nach dem Check-in fuhren wir noch einmal direkt nach Villach hinein, es ist ein schönes, aber überschaubares Städtchen. Zurück am Hotel war die Therme unser Anlaufpunkt, das Abendessen war sehr gut, das Personal sehr freundlich. Eine Kellnerin hatte eine sehr harte Aussprache, anstelle von „Guten Appetit“ wünschte sie „bitte Genuss“ :D . Ja, es war ein Genuss.

Auffällig war, dass wir den Altersdurchschnitt im Warmbaderhof ziemlich drückten, aber so ist das nun einmal bei einem Kurhotel. Sehr angenehm war der höfliche Umgang unter den Gästen, sowohl beim Abendessen als auch beim Frühstück begrüßten sich die Gäste untereinander. Das ist leider nicht mehr überall gebräuchlich, macht aber die Atmosphäre umso freundlicher.

Zwei Tage später fuhren wir über Salzburg, die B20 und Regensburg gen Nürnberg und immer weiter der Heimat entgegen, alle anderen Autobahnen waren an diesem Tag aufgrund von Unfällen und Staus mehr oder wenig völlig dicht L. Auch wir hatten dichtes Verkehrsaufkommen, 740km in 9 Stunden war für uns unter den gegebenen Voraussetzungen immer noch ok.

Tja, noch etwas zu Land, Leuten und dem Preisniveau in Kroatien: Kroatien fanden wir geschichtlich wie topografisch/landschaftlich hoch interessant, die Leute sind bis auf wenige Ausnahmen freundlich und zuvorkommend. Als generell billiges Urlaubsland (so meine bisherige Wahrnehmung aus Berichten von Schulkameraden) würden wir Kroatien nicht einstufen. Dabei schließe ich die Kosten für die Unterkunft in der Betrachtung aus, weil das Jeder für sich individuell entscheiden kann/soll. Ich meine die Kosten für Essen, Getränke, Benzin usw. Das erschien uns eher auf deutschen Niveau bzw. knapp darunter. Benzin ist genauso teuer wie in Deutschland, die Preise in den Supermärkten sind auch auf diesem Niveau. In den von uns besuchten Lokalen empfand ich die Getränke als recht günstig, die Speisen als normal bepreist. Daraus ergibt sich für mich Preis-Wert, alles war seinen Preis wert, aber es war keinesfalls Schnäppchenalarm angesagt. Den hatte ich -ehrlich gesagt- auch gar nicht erwartet. Wer einen reinen Badeurlaub in Kroatien machen möchte, ist m.E. auf dem Festland nicht an der richtigen Stelle (keine Sandstrände). Dazu muss man wohl auf eine der zahlreichen Inseln. Da waren wir aber nicht, somit können wir dazu kein Urteil abgeben.

Wenn man in Kroatien unterwegs ist, sollte man die Parkgebühren nicht außer acht lassen, die sind teilweise recht sportlich. Viele Automaten nehmen nur Münzen oder nur die kleineren Scheine. Für uns war das Parkhaus in Opatija bzw. der Parkplatz in Zadar, wo man am Automaten mit Kreditkarte zahlen konnte, sehr angenehm.

Noch angenehmer war für uns, dass meistens keine Menschenmassen anzutreffen waren. Ich denke, da hat sich die Nebensaison bemerkbar gemacht. Mit Ausnahme in Split und an den Plitvicer Seen, da war es voll.

So, das war (m)ein Kroatienbericht. Ich hoffe, es war unterhaltsam und regt den Einen oder Anderen an, mit seinen eigenen Kroatienerfahrungen/-empfehlungen hier fortzusetzen. Zufälligerweise weiß ich, dass es hier einige erfahrene Kroatienurlauber gibt. Auf deren Erfahrungen und Erlebnisse bin (nicht nur?) ich gespannt.

Grüße, Dirk
PS: Fotos folgen, sobald ich weiß, wie ich die unter Win10 komprimiert kriege
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Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#2 Ummi

Ummi

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Geschrieben 06 Oktober 2019 - 14:20

Hallo Dirk,
Danke für den umfangreichen Bericht. Werde ich lesen wenn ich etwas Zeit habe, freue mich schon darauf. ;)
Zur Bildbearbeitung benutze ich schon seit ewigen Jahren den Faststone Imageviewer, mit dem man auch Fotos in kürzester Zeit komprimieren kann.
https://www.chip.de/...r_16554652.html
Wenn man sich etwas in das Programm eingearbeitet hat möchte man es nicht mehr missen.
Gruß Frank
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#3 Michael Tylla

Michael Tylla

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Geschrieben 06 Oktober 2019 - 17:00

Dirk,
Danke fürs teilen!
Gruß
Michael
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#4 d911o

d911o

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Geschrieben 06 Oktober 2019 - 20:25

Bilder Triest und Castell Miramare

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#5 d911o

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Geschrieben 06 Oktober 2019 - 20:28

Bilder Pula

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#6 d911o

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Geschrieben 06 Oktober 2019 - 20:29

Bilder Opatija

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#7 d911o

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Geschrieben 06 Oktober 2019 - 20:31

Bilder Zadar

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#8 d911o

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Geschrieben 06 Oktober 2019 - 20:32

Bilder Split

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#9 d911o

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Geschrieben 06 Oktober 2019 - 20:34

Bilder Trogir und unterwegs

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#10 d911o

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Geschrieben 06 Oktober 2019 - 20:36

Silbersee und weitere Plitvicer Seen ...

Grüße, Dirk

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#11 Rainer Klier

Rainer Klier

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Geschrieben 07 Oktober 2019 - 08:20

Vielen Dank für den tollen Bericht.

Was mir u.a. neu war, dass man in Slowenien auch die abgezogene Rückseite der Mautplakette mitführen soll. Wir hatten unsere beim ADAC gekauft und da bekamen wir nur den Hinweis den Kaufbeleg dabei haben zu müssen.

 

VG, Rainer


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Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen - Walter Röhrl
964 C2 cassis-metallic mit diversen, bewusstseinserweiternden Umbauten

 

Jeder Mensch macht mich glücklich… die einen, wenn sie den Raum betreten, die anderen, wenn sie den Raum verlassen.


#12 d911o

d911o

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Geschrieben 07 Oktober 2019 - 08:38

Hallo Rainer,
danke!
Ich habe die Mautplakette ebenfalls beim ADAC gekauft, dort bekam ich den Hinweis die Rechnung samt Rückseite mitzuführen. Ansonsten hätte ich die Rückseite weggeworfen.
Weil wir gerade beim Thema Maut sind: ich hatte auf Empfehlung in der ADAC-Geschäftsstelle die elektronische Maut für den Katschberg/Tauerntunnel hin und zurück sowie für den Karawankentunnel hinwärts (rückwärts geht nicht, die Slowenen bieten es nicht an) gekauft. Das hat super funktioniert und hat den Vorteil, dass man das Geld zurückholen kann, falls man doch eine andere Route fährt.
Grüße, Dirk
997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#13 Reinhold

Reinhold

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Geschrieben 07 Oktober 2019 - 08:44

Vielen Dank für den tollen Bericht.

Was mir u.a. neu war, dass man in Slowenien auch die abgezogene Rückseite der Mautplakette mitführen soll. Wir hatten unsere beim ADAC gekauft und da bekamen wir nur den Hinweis den Kaufbeleg dabei haben zu müssen.

 

VG, Rainer

ich gehe mal davon aus, dass wir die bei der selben Geschäftsstelle gekauft haben, mir hatte man dort gesagt, dass ich die Rückseite sicherheitshalber zusätzlich zur Rechnung mitführen soll.... ist wohl immer personenabhängig.

@Dirk: sehr schöner bericht, danke dafür!  Was hältst Du zwecks besserer Lesbarkeit davon, den Bericht ggf. in einzelne Teile aufzuteilen, z.B. pro Stadt/Gegend einen Thread? Ich werde auf jeden Fall in den nächsten Wochen ein paar Themen ergänzen aus der Ecke wo ich zur gleichen Zeit unterwegs war. 


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Gruß Reinhold

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#14 d911o

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Geschrieben 07 Oktober 2019 - 08:51

Hallo Reinhold,
danke. Ja, man kann trennen. Allerdings hängen dann meine allgemeinen Anmerkungen irgendwie in der Luft. Man könnte aber auch einfach den Thread fortführen/ergänzen, der geneigte Leser hat dann an einer Stelle viel Infomaterial.
Auf alle Fälle bin ich auf deine Erfahrungen sehr gespannt.
Grüße, Dirk
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#15 sven_c1

sven_c1

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Geschrieben 07 Oktober 2019 - 12:06

Hallo Dirk,


danke für den tollen und sehr ausführlichen Bericht!

Als langjähriger Kroatien-Besucher - genaugenommen Istrien - kann ich bestätigen, dass die von Dir geschilderten Entwicklungen, was einerseits Preisniveau und andererseits Besuchermengen anbelangt, zutreffen. Das ist kein Land (mehr) für Schnäppchentouristen.

Die Slowenen sind, was die Maut anbelangt, nicht zu Scherzen aufgelegt. Ich müsste mal nachschauen, aber ich meine, auf dem Aufkleberträger der Mautplakette steht sogar drauf, dass man selbigen mitsamt Kaufbeleg aufbewahren / vorzeigen können muss.
Obacht, auch Vergehen in Kroatien sind nicht ohne. Bin mal auf der Heimfahrt über den Grenzübergang Buzet (landschaftlich und fahrerisch schöner als über Koper) bergab rollend geblitzt worden. Freundlicherweise haben mir die Polizisten den Weg zum nächstgelegenen Bankomaten gewiesen, sonst hätte ich ein Problem gehabt (die nehmen keine EURO).

Für einen Strandurlaub - wenn sonst nichts interessiert - halte ich Kroatien für nicht unbedingt optimal.

Anregungen meinerseits wären in Istrien noch auf jeden Fall Rovinj - sollte man wirklich gesehen haben, bezaubernde Altstadt auf einer Halbinsel, traumhaft schöner Park Zlatni Rt mit schöner Badebucht.
In Poreć lohnt ein Besuch der Euphrasius-Basilika.
Dann noch das Brijuni-Archipel, im Grunde jede größere Küstenstadt südlich von Koper, ...
... Auch das Inland hat einiges zu bieten, sei es das Gebiet um Motovun mit seinen Eichenwäldern / Trüffelregion oder z.B. der kleine Ort Groznjan mit seinen vielen kleinen Galerien.

Für Strandurlauber (wenn auch kein Sandstrand) kann Krk recht interessant sein. Ist - wenn man mit dem Auto anreist - nicht zu weit südlich und erlaubt auch nette Ausflüge Richtung Opatija / Lovran / Ićići.

Dubrovnik ist wie von Dir erwähnt nach dem, was ich so höre, dank Kreuzfahrtboom und GoT Hype zur zeit katastrophal, überlaufen.
Da muss man wohl warten, bis der Hype abkühlt.

Noch ein praktischer Tipp zu den österreichischen Strecken mit Streckenmaut (z.B. Tauern, Karawanken Richtung Süd): wenn man bei https://shop.asfinag.atonline Videomaut-Tickets bestellt hat, kann man ja prinzipiell ‚durchfahren‘. Leider gibt es keine separaten Videomautspuren mehr, alle Lanes ‚können‘ mittlerweile auch Videomaut. Achtet auf die Spuren und sucht Euch gezielt die mit Schalterpersonal! Die Automaten (blaue Kästen) scheinen die meisten Nutzer zu überfordern, und man steht dort ewig...
Tipp2: man kann mittlerweile auch die Österreich-Autobahnmaut online bestellen und muss keine Pickerl mehr kleben (und wieder ablösen). Aber Achtung, der Kauf muss mindestens 18 Tage vor Gültigkeitsbeginn erfolgen.

Schöne Grüße aus Istrien, Sven
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Viele Grüße,


Sven

Porsche 911 Carrera 3.2 Bj. 1987 / Mj. 1988 - EURO 2 Kat - 930/25 Motor - Bilstein Sportlich Straße - 15 Zoll Bereifung - Originalzustand

#16 d911o

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Geschrieben 07 Oktober 2019 - 12:30

Hi Sven,
danke dir, das sind weitere tolle Anregungen für ein schönes Land.
Das was du zur Online- bzw. Videomaut für Österreich schreibst, kann ich bestätigen. Ich habe es auf Anraten des freundlichen ADAC-Mitarbeiters genauso gemacht.
Geblitzt wurde ich zum Glück nicht, der Tempomat hat mir dabei ungemein geholfen. 1x hat mich die Lichthupe eines WoMoFahreres gerettet. Zeitweise ist es schwierig zu erkennen, ob man in einer Ortschaft ist oder nicht. Die Schilder stehen entweder extrem auseinander oder fehlen (teilweise).
Schönen Urlaub!
Grüße, Dirk
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#17 Rainer Klier

Rainer Klier

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Geschrieben 07 Oktober 2019 - 12:55

[...] Das hat super funktioniert und hat den Vorteil, dass man das Geld zurückholen kann, falls man doch eine andere Route fährt.
Grüße, Dirk

 

Wieder was gelernt. Geht das dann direkt beim ADAC?

Grüße

Rainer
 


Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen - Walter Röhrl
964 C2 cassis-metallic mit diversen, bewusstseinserweiternden Umbauten

 

Jeder Mensch macht mich glücklich… die einen, wenn sie den Raum betreten, die anderen, wenn sie den Raum verlassen.


#18 d911o

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Geschrieben 07 Oktober 2019 - 13:16

Hi Rainer,
ja, so wurde mir gesagt. Man legt die Rechnung wieder beim ADAC vor, die checken den "Verbrauch" der Tunnelmaut. Damit es keine Missverständnisse gibt, das geht nicht für die online gekaufte normale Maut(z.B. die 10 Tage Maut), sondern nur für die Tunnelmaut Katschberg/Tauerntunnel und Karawankentunnel gen Süden. Diese Tunnelmaut ist ab Kauf 1 Jahr gültig, man kann sie daher auch aufheben, falls man innerhalb dieser Zeit noch einmal fährt.
Grüße, Dirk
997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
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#19 Reinhold

Reinhold

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Geschrieben 07 Oktober 2019 - 14:06

Hi Rainer,
ja, so wurde mir gesagt. Man legt die Rechnung wieder beim ADAC vor, die checken den "Verbrauch" der Tunnelmaut. Damit es keine Missverständnisse gibt, das geht nicht für die online gekaufte normale Maut(z.B. die 10 Tage Maut), sondern nur für die Tunnelmaut Katschberg/Tauerntunnel und Karawankentunnel gen Süden. Diese Tunnelmaut ist ab Kauf 1 Jahr gültig, man kann sie daher auch aufheben, falls man innerhalb dieser Zeit noch einmal fährt.
Grüße, Dirk

das hat mir die Geschäftsstelle in Fürth auch angeboten, da ich zuerst die falsche Route gebucht hatte.


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Gruß Reinhold

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#20 Reinhold

Reinhold

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Geschrieben 10 Oktober 2019 - 13:09

wie versprochen ein paar Ergänzungen von mir.

Wir waren ungefähr zur selben Zeit wie die Ossmanns unterwegs, aber nur in Istrien.

Wir hatten eine Fereinwohnung in Funtana gemietet, den Ort kann man als "Ausgangsbasis" für Istrien ganz gut empfehlen.

Der Ort hat schöne (Kies-)Strände, einen netten kleinen Hafen, eine sehr lange Promenade, es gibt gibt viele Fereinwohnungen und 2 sehr große Campingplätze.

Im Ort gibt es 10 Restaurants, davon haben wir 6 auf Empfehlung ausprobiert, die waren alle sehr gut und preiswert. Schnäppchen wäre übertrieben, aber das Preis-/Leistungsverhältnis war sehr gut und die Qualität stimmt. Auf den Fotos könnmt ihr euch einen kleinen EIndruck verschaffen, beide Gerichte lagen bei ca. 11-12 Euro.

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