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Motoröl Empfehlung - 911 SC Targa 1981


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46 Antworten in diesem Thema

#41 AndrewCologne

AndrewCologne

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Geschrieben 09 September 2020 - 05:19

Moin,

 

die racing ... getauften Öle sind wie der Name schon sagt racing Öle. Diese sind nicht für Langzeitstabilität ausgelegt, sondern sollen nach jedem Rennen gewechselt werden. Somit für normalen Straßenbetrieb untauglich. Ihnen fehlen zB die alkalischen Reserven , um Säuren zu binden. Aber: die racing Öle haben den gesuchten hohen Anteil an Verschleißminderungszusätzen.

Öhm, das ist so verallgemeinert falsch.

Mannol hat sein 10w60 "Racing" für den Endverbrauchermarkt nicht wegen des TBN-Wertes oder wegen eines eigentlich untauglichem Straßenbetrieb so getauft, sondern vor allem, damit es sich wertiger anhört und hohe Belastbarkeit assoziiert. Es ist definitiv für den Straßenbetrieb nicht untauglich.

Texter, welche für techn. chemische Produkte texten, haben da noch ganz andere Verbesonderungen auf Lager, bis an die Grenzen dessen, was man sagen darf, ohne abgemahnt zu werden.

 

 

=> Ein Ansatz könnte ein, ein 'normales' Straßenöl mit einem racing Öl zu mischen. Damit reduziert man zwar die Langzeitstabilität, aber das sollte machbar sein, wenn man regelmäßig und lange vor Erreichen der Kilometerzahl für das Wechselintervall einen Ölwechsel macht.

Grundsätzlich müssen alle motoröle untereinander mischbar sein. Um ganz sicher zu gehen, nehmen wir mal Öle eines Herstellers

Dass man Öle für Sraßenfahrzeuge gezielt mischt, um den besten Mittelwert aus beiden zu bekommen ist mir gelinde gesagt auch neu.
 

10w60 Öle in einem Oldtimer zu füllen, den man nicht mit hoher Belastung an seine Grenzen bringt, halte ich einfach für übertrieben. Das Öl ist (nur meiner Meinung nach) für den normlen Betrieb bei Kaltstart sehr dickflüssig (sehe Datenbätter aller 10w60 Öle) und setzt in Punkto Verschleißminderung gerade bei Kaltstart den Ansatz "mehr ZDDP" durch Ölmischung ad absurdum.

 

Bei einem 911er mit Motor "im Werkszustand" und mit den Drehzahlen und sonstiger Belastung, wie er von 98% der Besitzer gefahren wird, reicht bei jährlichem Wechsel ein stinknormales mineralisches 15w40 oder 20w50 für Fahrten bei Frühlings- bis Herbsttemperaturen vollkommen aus.


- 911 SC 3.0, Unischwarz
- VW-Käfer 1955 Ovali Export, Stratosilber-Metallic
- VW-Käfer 1950 Brezel Standard, dunkelgrau

 

Der 930/16 Motor – Übersicht und Tips: http://www.elfertref...ead.php?t=26670


#42 Bernd Ernst

Bernd Ernst

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Geschrieben 09 September 2020 - 08:01

Hallo Bernd,
Danke für die Info. Dann sollte ich beim nächsten Ölwechsel wohl eher auf ein Mehrbereichsöl umsteigen. Reicht denn die Ölwechselmenge von 9 l auszutauschen, oder muss alles raus? 13 l?

Bin zwar eher der Crouser, aber ich sollte bis dahin immer schön den Motor warmfahen, speziell bei kalten Temperaturen.

LG

Uwe

Hallo Uwe,

unsere Elfermotoren haben ein Gesamtvolumen von 13 l Öl.

Wenn beide Ablassschrauben geöffnet sind, laufen konstruktionsbedingt bei einem Ölwechsel nur ca. 9 - 10 l ab, der Rest bleibt im Motor, daher kann man auch nicht von einem echten Ölwechsel sprechen sondern eher von einer Altölverdünnung, aber keine Sorge das funktioniert schon seit über 50 Jahren.

Luftgekühlte Grüße

Bernd

 

PS

Nur bei einer Motorenrevision kommen auch die restlichen 3 l raus.

 

Das Designeröl 10W60, von Porsche empfohlen, ist für mich reine Beutelschneiderei.

Ich fahre nach McOil und zahle für einen Ölwechsel mit 15W40 einschl. Filter und Entsorgung Altöl, 43,77 €


  • sry und 911Targa3.2 gefällt das

"Porsche fährt man nie aus Vernunft sondern immer aus Überzeugung"

911 SC, 9/78, RdW Coupe`, 180 PS, 285 tkm,  H - Zulassung, "matching numbers"


#43 911Targa3.2

911Targa3.2

    Frischling

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Geschrieben 09 September 2020 - 08:14

@Bernd,

Danke so werde ich es machen

Uwe
Porsche 911 Carrera Targa 3.2
Schwarz/schwarz US Ausführung 7/84

#44 sry

sry

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Geschrieben 09 September 2020 - 11:30

Servus,

Wenn beide Ablassschrauben geöffnet sind, laufen konstruktionsbedingt bei einem Ölwechsel nur ca. 9 - 10 l ab, der Rest bleibt im Motor, daher kann man auch nicht von einem echten Ölwechsel sprechen sondern eher von einer Altölverdünnung, aber keine Sorge das funktioniert schon seit über 50 Jahren.

 

so isses. Und auch deswegen bin ich auf dem Trip "lieber häufiger wechseln als das teuerste Öl". Da ich den 11er tatsächlich auch mal höher belaste (bzw. das können können will ;)) und tiefe Außentemperaturen kein Thema sind, nehme ich ein preiswertes 10W60, das aber jeden Herbst vor der Winterpause. auch wenn ich nur 5-10.000 km damit gefahren bin. Beim 928 übrigens genauso.

 

Bei beiden ist für mich der Öldruckabfall bei heißer Maschine das Kriterium, an dem ich die thermischen Reserven festmache. Wobei ich den absoluten Anzeigewert selbst nicht so ernst nehme, ein Vergleich mit einem Präzisionsmanometer beim 11er ergab erhebliche Ungenauigkeiten. Bei beiden, 11er und 28er, gibt es ja einen "Abregelwert", beim 11er so um die 4-4,5 bar. Je früher der vom Leerlauf aus erreicht wird, desto beruhigter bin ich ;)

Richtig Angst bekam ich, als bei meinem früheren 75er 911 (2,7er mit 165 PS und dem Spar-Lüfterrrad) bei sommerlicher Autobahnfahrt die Öldruckanzeige zu sinken begann - hat sich nach moderater Weiterfahrt immer wieder gefangen.

 

'Mein' Öl kaufe ich im 20-Liter-Gebinde, dann kostet der Liter um die 5 Euro, und es hat weniger Plastikmüll als bei kleineren VPEs.

 

HTH,

Sándor

 

 

 

 

 

 


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#45 Christian Stephan

Christian Stephan

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Geschrieben 11 September 2020 - 09:23

Öhm, das ist so verallgemeinert falsch.

Mannol hat sein 10w60 "Racing" für den Endverbrauchermarkt nicht wegen des TBN-Wertes oder wegen eines eigentlich untauglichem Straßenbetrieb so getauft, sondern vor allem, damit es sich wertiger anhört und hohe Belastbarkeit assoziiert. Es ist definitiv für den Straßenbetrieb nicht untauglich.

Texter, welche für techn. chemische Produkte texten, haben da noch ganz andere Verbesonderungen auf Lager, bis an die Grenzen dessen, was man sagen darf, ohne abgemahnt zu werden.

 

 

1: wäre ja um so besser hinsichtlich meines Ansatzes

 

2.Dass man Öle für Sraßenfahrzeuge gezielt mischt, um den besten Mittelwert aus beiden zu bekommen ist mir gelinde gesagt auch neu.

 

tja, Die Hesteller machen das bestimmt auch .. und wenn nicht, dann ist es halt was neues . Wenn man nicht ab und zu mal was neues machen würde , dann würden wir alle noch als Einzeller im Meer schwimmen, weil sich zwei ERinzeller immer denken, och , irgendwie zusammen was machen ...hmm wäre was neues .. och laß mal lieber ;-)

 

Grüßchen

 

Christian
 



#46 AndrewCologne

AndrewCologne

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Geschrieben 12 September 2020 - 07:59

 

und wenn nicht, dann ist es halt was neues . Wenn man nicht ab und zu mal was neues machen würde , dann würden wir alle noch als Einzeller im Meer schwimmen, weil sich zwei ERinzeller immer denken, och , irgendwie zusammen was machen ...hmm wäre was neues .. och laß mal lieber ;-)

:-)  ... Auch der Ein- oder Zweizeller und vor allem der darraus entstehende Homo Sapiens würden nach millionen Jahren der Evolution sagen: Bevor Du anfängst Deine o.g. Öle zu mischen, dann nimm doch direkt eines, welches ein ZDDP von ca. 1200 und die entspr. Viskosität besitzt.

 

 

1: wäre ja um so besser hinsichtlich meines Ansatzes

Mit Verlaub, nein, ... Dein Ansatz zu jenem Absatz war, dass die Racing "getauften" Öle für den normalen Straßeeinsatz untauglich sind, und das ist pauschal gesagt falsch.


- 911 SC 3.0, Unischwarz
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#47 Christian Stephan

Christian Stephan

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Geschrieben 12 September 2020 - 16:09

Moin

 

zu 1. welches synthetische 0W40 hat einen wert größer 1200 ? Es ist schwierig, hier die Daten zu finden und  die , die ich gefunden habe, lagen bei kleiner gleich 800.

 

zu2. Doch Mit Verlaub doch, Du hast meinen Kommentar falsch verstanden. Ich hatte mit Einschränkungen hinsichtlich der Langzeitstabilität gerechnet, da den Racing Ölen diesen Eigenschaft aberkannt wird. Wenn das nicht so ist, ist es ja noch unkritischer, diese zuzumischen. Insofern sind wir uns da also einig. 

 

Wie gesagt, es muß gehen ohne Schaden, da alle am Markt befindlichen Öle mischbar sein müssen. Ich meine, das steht auch irgendwo. Ansonsten müßte es ja Einschränkungen geben, a la diese Öl ist nicht zu verwenden wenn sie folgende Öle vorher verwendet haben .... oder erst nach einem Reinigungsvorgang. 

 

Grüßchen

 

Christian 

 

PS: der homo sapiens wäre ja damals gar nicht entstanden, wenn sich nicht irgendwo mal zwei EInzeller zusammen getan hätten. => Sie hätten vorher keinen homo sapiens nehmen können, daher mussten sie sich mischen .. ;-)






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