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E-Mobilität - Setzen auf das falsche Pferd?


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25 Antworten in diesem Thema

#1 Lothar

Lothar

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Geschrieben 26 Juni 2020 - 09:10

Moin Verbrenner-Porsche Freunde,

vorgestern wurde im Servus Sender folgender Bericht zum Thema E-Mobilität gesendet:

https://www.servustv...-247xyydbd1w12/

Es sind zwar alles keine neuen Infos, dennoch finde ich es interessant, wie er bei seiner gesamtheitlichen Betrachtung des E-Mobil- Gesamtprosses heißt Gewinnung, Betrieb, Entsorgung,  Energieerbrauch, Sicherheit, Wertbeständigkeit usw. die Aussagen der Politik "E-Auto ist sauber" in Frage stellt.

Die am Ende angesprochene Alternative 'synthetischer Kraftstoff' ist zur Diskussion vielleicht einen separaten thread wert.

Siehe gestrigen Artikel

https://www.focus.de...d_12143400.html

 

Servus aus Franken

Lothar

 


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#2 d911o

d911o

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Geschrieben 26 Juni 2020 - 09:57

Hallo Lothar,
ich habe das gestern auch gesehen und meine (schon vorhandene) Skepsis bzgl. der E-Mobilität ist dadurch nicht weniger geworden ;-). Im Nahbereich bzw. in Ballungsräumen sehe ich für E-Fahrzeuge Potential, darüber hinaus aber nicht.

Was die synthetischen Kraftstoffe betrifft, beschäftigt mich schon lange die Frage, warum das nicht stärker vorangetrieben wird. Meines Wissens wurde schon um 1930 im Chemiedreieck Halle/Leipzig bzw. im Hydrierwerk Zeitz synthetisches Benzin versuchsweise hergestellt. Die damaligen Erkenntnisse sind offenbar in Vergessenheit geraten? Oder -provokant gefragt- werden sie gar unter Verschluss gehalten?
Grüße, Dirk
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997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#3 Ummi

Ummi

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Geschrieben 26 Juni 2020 - 10:30

Es gibt auch noch H2, etwas in Vergessenheit geraten.

https://www.adac.de/...-glc-fuel-cell/

Aber die Hersteller konzentrieren sich natürlich auf den einfacheren Weg, wenn dieser von der Politik, und damit auch der Gesellschaft, sogar vorgegeben wird.
Alternativloses Denken kann nun mal sehr einseitig ausfallen. ;)
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#4 Detlef

Detlef

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Geschrieben 26 Juni 2020 - 11:24

H2 ist seit Daimlers Ausstieg tot. H2 lässt sich nicht effizient herstellen (Physik).

 

Generell hat man früher keine synthetischen Kraftstoffe hergestellt, weil es nicht nötig war. Öl war günstig und verfügbar. Woher jetzt die Nöte kommen?

 

Es ist wie bei Biogas. Wenn ich dafür tonnenweise Diesel zum Antrieb für landwirtschaftlichen Anbau verbrauche, ist die Gesamtrechnung immer negativ. Da könnte ich das Heizöl direkt verbrennen und hätte dadurch die Umwelt noch geschont.


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Viele Grüße

 

Detlef


#5 Lothar

Lothar

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Geschrieben 26 Juni 2020 - 13:41

....

 

Es ist wie bei Biogas. Wenn ich dafür tonnenweise Diesel zum Antrieb für landwirtschaftlichen Anbau verbrauche, ist die Gesamtrechnung immer negativ. Da könnte ich das Heizöl direkt verbrennen und hätte dadurch die Umwelt noch geschont.

Der Blick auf die Gesamtrechnung ist das Entscheidende. In der Formel-E stehen zig Container pro Rennteam 'sauber'  abgeschirmt hinter den Kulissen, vollgestopft mit alten Dieselmotoren, welche die Generatoren zur Aufladung der Akkus antreiben.

......und noch ein Kommentar: Ist doch clever gemacht von den Chinesen. <Zynismus ein> Zuerst weltweite Schürfrechte für die notwendigen Rohstoffe sichern, dann den RdW in die falsche Richtung laufen lassen und schließlich auf die zukunftsträchtigste Technologie setzen. So erobert man heutzutage Märkte. btw die Rohstoffe kann man dann ja zu vernünftigen Preisen an die Europäer verkaufen. <Zynismus aus> 


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#6 Bernd Ernst

Bernd Ernst

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Geschrieben 28 Juni 2020 - 08:01

Der Blick auf die Gesamtrechnung ist das Entscheidende. In der Formel-E stehen zig Container pro Rennteam 'sauber'  abgeschirmt hinter den Kulissen, vollgestopft mit alten Dieselmotoren, welche die Generatoren zur Aufladung der Akkus antreiben.

......und noch ein Kommentar: Ist doch clever gemacht von den Chinesen. <Zynismus ein> Zuerst weltweite Schürfrechte für die notwendigen Rohstoffe sichern, dann den RdW in die falsche Richtung laufen lassen und schließlich auf die zukunftsträchtigste Technologie setzen. So erobert man heutzutage Märkte. btw die Rohstoffe kann man dann ja zu vernünftigen Preisen an die Europäer verkaufen. <Zynismus aus> 

Hallo Lothar,

das sehe ich auch so, die E-  Batterietechnologie endet im größten Desaster der Automobilgeschichte.

Wenn auch die Politik und die fehlgeleiteten Umweltexperten etwas anderes behaupten.

Nach wie vor ist das E - Auto in seiner Umweltbilanz um Längen schlechter ist als die Verbrenner, ganz zu schweigen, dass bis heute niemand weiß, wie man die Altbatterien entsorgen kann.

Die einzigen Rohstofflieferanten der seltenen Erden für die Herstellung der Batterien sind China und Chile und damit entsteht eine Abhängigkeit gigantischen Ausmaßes.

 

Da haben die Chinesen in der Tat Zeit genug, die einzige Alternative, nämlich die Brennstoffzelle, zur Serienreife zu entwickeln.

 

Luftgekühlte Grüße

Bernd

 

Was soll ich mit einem E Auto das nach 250 km zügiger Fahrt in einer halben Stunde zu 80% aufgeladen werden kann, und ich höllisch aufpassen muss, wo die nächste Ladestelle ist, die auch noch kompatibel zu meinem Anschluss sein muss.

 

Diese veraltete Technologie wird auch noch gefördert und es werden  Milliarden verbrannt


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"Porsche fährt man nie aus Vernunft sondern immer aus Überzeugung"

911 SC, 9/78, RdW Coupe`, 180 PS, 285 tkm,  H - Zulassung, "matching numbers"


#7 Frank 911

Frank 911

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Geschrieben 29 Juni 2020 - 09:22

Das Ganze ist eingeleitet worden durch das EEG und damit die staatlichen (gesteuerten) Investitionen in die sogen. Erneuerbaren. So betrugen alleine im Jahr 2018 nach Berechnungen der AGEE-Stat im Auftrag des Bundes­wirtschafts­ministeriums die Investitionen in die Errichtung Erneuerbarer-Energien-Anlagen in Deutschland 13,5 Milliarden Euro. Auf der Regierungs-Website heißt es: Investitionen bis zu 550 Milliarden Euro sind bis zur Mitte des Jahrhunderts für die Energiewende erforderlich.

 

Das ist Geld, das wir, die Steuerzahler, bzw. Stromabnehmer über die Energieumlage berappen müssen oder zumindest die, die hierzulande Steuern und Strom noch bezahlen (müssen). Aus diesem schier unerschöpflichen Füllhorn an Steuerzahlergeld wird den Privatleuten, die sich Solardächer bauen lassen oder den Energiekonzernen, die Windräder hinstellen, eine garantierte Vergütung des eingespeisten Stroms ausgezahlt, die unabhängig vom aktuell an der Strombörse in Leipzig ausgehandelten Marktpreises besteht. Wenn Überschüsse bestehen - wie an windigen und sonnigen Tagen - muss Strom teuer entsorgt werden, an nichtsonnigen und nichtwindigen Tagen muss Strom teuer importiert werden, zum Beispiel aus französischen Atomkraftwerken oder tschechischen Kohlekraftwerken, da der Strom eben nicht "im Netz gespeichert" (Baerbock) werden kann.

 

Wenn man sich dann noch vor Augen hält, dass die von der EU beschlossenen Schadstoffgrenzwerte für Luft aus einer WHO-Studie mehr oder weniger unhinterfragt einfach übernommen wurden, schließt sich ein Kreis. Man könnte denken, dass einerseits die Automobilindustrie deindustrialisiert werden soll und andererseits wir diese Dekonstruktion über die Erneuerbaren-Energien-Umlage auch noch bezahlen müssen, ganz zu schweigen vom Verlust der Arbeitsplätze der Autoindustriemitarbeiter. Ein Teufelskreis des Irrsinns, so möchte man sagen, bei dem man sich fragt, wo rationale, auf marktwirtschaftlichen Prinzipien beruhende Entscheidungen geblieben sind.

 

Das E-Auto ist daher aus meiner Sicht nur das i-Tüpfelchen dieser Fehlentscheidungskette - es vervollkommnet sie sozusagen, denn weder ist der Strom (siehe Einkauf bei Wind- oder Sonnenflaute) "sauber", noch ist es die Batterienproduktion, noch die Fahrt, bei der sehr wohl Luftschadstoffe in Form von Bremsen- und Reifenabrieb stattfinden, noch die bereits angesprochene Entsorgung der Batterien "umweltfreundlich". Es findet im besten Fall eine Verlagerung der Luftschadstoffe aus den hippen Innenstadtbereichen, in denen - praktischer Weise- die Unterstützer und Wähler dieser Fehlentscheidungen wohnen, heraus in ländliche Gebiete oder andere Erdteile, ggf. sogen. Schwellenländer, statt. Diese Rechnung ist an Doppelstandards und an Zynismus so gesehen nicht zu überbieten.

 

Wie sagte Herr Habeck kürzlich in einem Zeitungsinterview? "Das Primat der Politik (gilt) auch gegenüber Wirtschaft und Kapital." Und weiter: Durch Liberalisierung und Privatisierung ist die Wirtschaft anfällig geworden.


1989er 911 Carrera, 1993er 928 GTS


#8 Detlef

Detlef

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Geschrieben 29 Juni 2020 - 11:51

Bernd:

Da haben die Chinesen in der Tat Zeit genug, die einzige Alternative, nämlich die Brennstoffzelle, zur Serienreife zu entwickeln.

 

Die Brennstoffzelle ist weder neu, noch müsste die serienreif gemacht werden. Allein der Brennstoff, also Wasserstoff wird nicht in relevanter Masse herzustellen sein. Von Transport und Logistik mal abgesehen. Die BuReg plan mit unserem Geld die Herstellung (mit 20% Wirkungsgrad) in Australien per PV. Der Transport erfolgt dann mit Dieselschiffen und Diesel-LKW. Das ist doch zum Lachen.


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Viele Grüße

 

Detlef


#9 Jens Schumacher

Jens Schumacher

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Geschrieben 30 Juni 2020 - 00:29

H2 ist seit Daimlers Ausstieg tot. H2 lässt sich nicht effizient herstellen (Physik).

 

Generell hat man früher keine synthetischen Kraftstoffe hergestellt, weil es nicht nötig war. Öl war günstig und verfügbar. Woher jetzt die Nöte kommen?

 

Es ist wie bei Biogas. Wenn ich dafür tonnenweise Diesel zum Antrieb für landwirtschaftlichen Anbau verbrauche, ist die Gesamtrechnung immer negativ. Da könnte ich das Heizöl direkt verbrennen und hätte dadurch die Umwelt noch geschont.

 

Mir ist nicht bekannt daß Daimler mal was 'Ernsthaftes' mit H2 gemacht hat, deren 'Ausstieg' ist denn auch im Grundrauschen untergegangen...

BMW hatte 'ernsthaft' auf flüssig gesetzt, war blöde für Tiefgaragen und den Wagen für'n Urlaubstrip abzustellen..

Wasserstoff geht mMn. sinnvoll nur über Brennstoffzelle - wo viele Autobauer 'wieder' dran sind.

Ausnahme Toyota - die haben zwischenzeitlich nicht aufgehört.

Die Frage des Wirkungsgrads und ob der Wasserstoff 'grün' ist, brauchen wir hier nicht zu diskutierern.

Akkus mit den bekannten Problematiken braucht man dafür aber nicht bauen...

 

Gruß

Jens


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#10 Jens Schumacher

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Geschrieben 30 Juni 2020 - 00:32

 

. Die BuReg plan mit unserem Geld die Herstellung (mit 20% Wirkungsgrad) in Australien per PV. Der Transport erfolgt dann mit Dieselschiffen und Diesel-LKW. Das ist doch zum Lachen.

 

 

Haste dafür mal 'nen Link?

Ist natürlich Schwachsinn, aber ich glaube nicht daß irgentjemand sowas vorhat...

 


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#11 Detlef

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Geschrieben 30 Juni 2020 - 09:38

Bitte sehr, Jens: https://www.bundesre...erstoff-1732248

Läuft schon, das Geldausgeben, so ganz ohne demokratische Entscheidungen.

 

Habe ich zuvor schon von meinen Berliner Kontakten gehört.


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Viele Grüße

 

Detlef


#12 Detlef

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Geschrieben 30 Juni 2020 - 10:30

Zum Thema e-Mobilität und Wasserstoffantriebe heir ein paar wissenschaftliche Erläuterungen von Prof. Indra:

 

https://www.lautgut....09-fritz-indra/

 

Er hat ja an den Themen wirklich geforscht, und nicht als Politiker wirre Entscheidungen auf Basis gefährlichem Halbwissens getroffen. Die Politik versucht in ihrer Ausweglosigkeit die Heilsbringung im guten alten Wasserstoff zu suchen. Dabei wird geklittert und gelogen, was das Zeug hält (u.a. CO2 Ausstoß bei Kernernergie, Verschweigen von Wirkungsgraden). Grotesk ist, dass die gleichen Jünger völlig überzognene Mrd-Subventionen durchwinken, die das bei Kernenergie immer kritisiert haben. Die Subventionierung der Kernenergie ist gegenüber dem "Erneuerbaren"-Unfug jedoch kaum erwähnenswert.


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Viele Grüße

 

Detlef


#13 Lothar

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Geschrieben 30 Juni 2020 - 12:27

In dem o.g. Bericht der Bundesregierung wird nirgends klar erklärt WIE und mit welchem Energieaufwand der H2 hergestellt wird.

Hier heißt es lediglich:

"Für eine erfolgreiche Energiewende muss der Einsatz fossiler Brennstoffe weiter zurückgefahren werden." und weiter

 

"...  sollen Partnerschaften mit Ländern wie Afrika oder Australien entstehen, wo die klimatischen Gegebenheiten und somit auch die Produktionsvoraussetzungen für grünen Wasserstoff oft besser sind als in Deutschland. "

Hier wird suggeriert, dass in diesen Ländern der Strom durch Solar gewonnen wird. Wir wissen, dass in  Australien die Stromerzeugung u.a. für H2 überwiegend mit Kohlekraftwerken stattfindet.

usw ...usw ...


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#14 Jens Schumacher

Jens Schumacher

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Geschrieben 30 Juni 2020 - 19:54

Bitte sehr, Jens: https://www.bundesre...erstoff-1732248

Läuft schon, das Geldausgeben, so ganz ohne demokratische Entscheidungen.

 

Habe ich zuvor schon von meinen Berliner Kontakten gehört.

 

Und wo steht da was von:

 

. Die BuReg plan mit unserem Geld die Herstellung (mit 20% Wirkungsgrad) in Australien per PV. Der Transport erfolgt dann mit Dieselschiffen und Diesel-LKW. Das ist doch zum Lachen.

 

Solche selbsterdachten Behauptungen (ca.4 mal Bullshit in einem recht kurzem Satz) ist mir zu blöde - bin raus.

Jens


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#15 Jens Schumacher

Jens Schumacher

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Geschrieben 30 Juni 2020 - 19:58

Zum Thema e-Mobilität und Wasserstoffantriebe heir ein paar wissenschaftliche Erläuterungen von Prof. Indra:

 

https://www.lautgut....09-fritz-indra/

 

Er hat ja an den Themen wirklich geforscht, und nicht als Politiker wirre Entscheidungen auf Basis gefährlichem Halbwissens getroffen. Die Politik versucht in ihrer Ausweglosigkeit die Heilsbringung im guten alten Wasserstoff zu suchen. Dabei wird geklittert und gelogen, was das Zeug hält (u.a. CO2 Ausstoß bei Kernernergie, Verschweigen von Wirkungsgraden). Grotesk ist, dass die gleichen Jünger völlig überzognene Mrd-Subventionen durchwinken, die das bei Kernenergie immer kritisiert haben. Die Subventionierung der Kernenergie ist gegenüber dem "Erneuerbaren"-Unfug jedoch kaum erwähnenswert.

 

Hab's mir jetzt deinetwegen nicht angehört, wahrscheinlich wieder kein Bezug zum eigentlichen Thema und nur Beschäftigungsprogramm von dir...

Der Jungspund ist wahrscheinlich in der aktuellen Entwicklung an der Speerspitze dabei...

 

Jens

Und das war's vom mir jetzt wirklich...

 


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#16 sry

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Geschrieben 30 Juni 2020 - 21:48

Gentlemen,

 

engagiert diskutieren, auch kontrovers, gerne, aber hier wird's m. M. n. doch grad arg persönlich. Schade, denn das Thema ist wichtig.

 

Sándor


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#17 Christian Stephan

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Geschrieben 30 Juni 2020 - 23:10

Nabend,

 

ich habe mir den Beitrag mit Herrn Indra noch nicht angeschaut. Allerdings schon in der Vergangenheit etwas von ihm gehört. Ist halt ein leidenschaftlicher Motorenentwickler, der in dieser Funktion auch viele Hintergründe kennen müsste, die in dem podcast der 'alten Schule' (link kann ich noch einfügen), den ich mir mal angehört hatte, allerdings leider nicht erkennbar waren.

 

Ich arbeite in der Automobilindustrie und interessiere mich daher auch ein wenig für das Thema.

 

Grundsätzlich erscheint es auch mir, als wenn die Erdölvorräte in  absehbarer Zeit nicht zu Neige gehen werden. Aber eine langfristige Abkehr halte ich der Umwelt zu Liebe auch für sinnvoll. Aber ebend laaaangfristig, nicht so übertrieben, wie aktuell in der Politk gefordert.

 

Das ganze muß sich auch auf der Zeitschiene umsetzen lassen, ohne die Menschen zu überfordern und Industrien und Arbeitsplätze zu zerstören. Diese Zeit müssen wir uns geben. Versteht man vermutlich als beurlaubter Beamter im Bundestag nicht. 

 

Desweiteren ist natürlich der Kern die umweltfreundliche klimaneutrale Erzeugung der genutzten Energieform. Gehen wir einmal davon aus, daß der Strom in der zukunft immer mehr aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Somit ist das Argument, daß der Strom selbst ja auch dreckig ist und damit die Elektromobilität aus, ein nur kurz gesprungenes.

Aber selbst wenn der Strom sauber ist halte ich Emobilität für einen Irrweg.

Infrastruktur: Fehlt, sowohl bei der Speichertechnologie und auch bei der Ladeinfrastruktur, Stichwort: Schnelladesäulen. Insbesondere dann auch dort, wo viele Fahrzeuge gelichzeitig aufgeladen werden müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine konzentrierte Ladeinfrastruktur geschaffen werden kann, in der Form einer Autobahnladestation, an der die große Masse der Fahrzeuge in einer akzeptablen Zeit geladen werden können.

Stromerzeugung in der Mege, wie notwendig - fraglich - insbeondere, wenn die Grünen und alle anderen sich selber ein Bein stellen, in dem die nicht in der BEvölkerung akzeptierte windkraft an Land forciert wird, die zwar teurere , aber mit mehr Bevölkerungsakeptanz und auch Möglichkeiten hinsichtlich der verfügbaren Fläche deutlich sinnvollere offsshore Technologie torpediert wird. Die Wende ist noch nicht wirklich in Sicht, und die 'Wohlfühlökos' schießen sich am Anfang schon in den Fuß. Das finde ich unglaublich.

 

Ladezeiten/Batterietechnologie: Muß entwickelt werden. Ladezeiten sind schon deutlich herunter gegangen. DAher glaube ich nicht an eine weitere deutliche Verkürzung in absehbarer Zeit. Die bei Schnellladung erreichten Zeiten gehen sehr start auf die Batterielebensdauer. Die heutigen Batterien zeigen einen Zusammenhang zwischen Ladezeit und Lebensdauer, kurze Ladezeiten=auch kurze Lebensdauern 

Batterierecycling: ist m.E. in den Griff zu bekommen .. ABER : dafür wird dann auch wieder Energie benötigt

 

In einem Punkt hat Herr Indra dann sicherlich recht und auch wird in unserer Politik wegignoriert. Die Konsumenten sind keine reichen Rosawolkenökos, sondern prüfen, was sie kaufen. Und der Konsument wird sich nur ein neues Auto kaufen, wenn dieses etwas besser kann, als das alte: Bedeutet, mit geringeren Betriebskosten bei mehr Komfort und mehr Sicherheit mehr Reichweite und mehr Platz bietet bei maximal gleichbleibendem Preis und maximal gleichbleibender Tankzeit .. Da kommt jetzt Elektroantrieb überhaupt nicht drin vor. Und wenn ich jetzt sagen wir mal, ab 2025 nur noch Elektrofahrzeuge zulasse , passiert meiner Meinung nach genau folgendes: Die Verbraucher kaufen sich bis dahin nochmal schnell alle einen Verbrenner und dann die nächsten 10 Jahre so gut wie nichts ... und dann ist unsere Automobilindustrie komplett Geschichte.

 

H2 Technologie: ist seit ca. 20 Jahren ausentwickelt. Fahrzeuge funktionieren. als Verbrenner sind die letzten Versuchsfahrzeuge vor 20 Jahren wieder verschrottet worden. Denke, auch Brennstoffzelle ist serienreif. Allerdings völliger Blödsinn, Wenn man schon Strom als Ernergiequelle verwendet, dann doch lieber so direkt wie möglich, und nicht über den Umweg Strom erzeugen - damit Wasserstoff machen - und mit dem dann wieder Strom. Energetisch völliger Schwachsinn. => Wenn, dann ur als Verbrenner - Problem ist die Speicherung. Entweder bei sehr hohen Drücken oder sehr niedrigen Temperaturen. Das ist das bisher nicht gelöste Problem im Hinblick auf lange Lagerzeiten. Wenn Du nach einer Woche aus dem Urlaub kommst oder während eines Corona shut downs auf einmal nicht mehr fähsrt, ist das Auto leer.  Da schon lange dran rum geforscht wird, wird sich das auch in absehbarer Zeit nicht verbessern. Aber: Technologie funktioniert und ist serienreif für regelmäßig betriebene Fahrzeuge. Taxis, Lieferverkehr, Busse .. ggf. auch Nutzfahrzeuge. Zu klären, wie gefährlich ist Wasserstoff bei einem Unfall.

 

synthetische Kraftstoffe, power to liquid oder power to gas . Aus meiner Sicht der sinnvollste weg, der aus ideologischen Gründen, die für mch nicht nachvollziehbar sind, nicht verfolgt wird. Der kapitalste Fehler der Politik seit .. schreibe ich hier jetzt nicht ... 

 

Ein warer Blumenstrauß an Möglichkeiten bietet sich hier, von der Nutzung von pflanzlichen Rohstoffen angefangen (ja Ackerflächen dürfen nicht zur Produktion von Kraftstoffen verwendet werden, damit es keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion gibt, allerdings lese ich auch immer wieder von Landwirten, die nicht wissen womit sie ihr Geld verdienen sollen, also statt Überproduktion dann doch lieber Kraftstoffe .. meine Meinung). Aber es gibt auch ganz andere Ansätze überLagen, die Kohlenwasserstoffe mit Hilfe von Sonnenlicht produzieren bis hin zu wirklichen extrem reinen Designerkohlenwasserstoffen, die mitt H2 und dem CO2 aus der Luft zusammengesetzt werden, und dann nachher auch rückstandsfrei weider verbrennen . Ein super Kreislauf.

Diese Technologien könnten auch in Ländern mit starker Sonneneinstrahlung betrieben werden und somit auch dort für eine neue wirtschaftliche Basis und Wohlstand sorgen. Ein ideale Entwicklungshilfe.

 

Die Infrastruktur für solche Kraftstoffe ist vorhanden und auch die heutigen Motoren könnten solche Kraftstoffe bereits verwenden. Hier muß also im Vergleich zur Elektromobilität kein einziger euro verbrannt werden.

 

Das die Chinesen zunächst alle in Richtung Elektromobilität geschickt haben und sich jetzt offenbar massiv der Erzeugung von synthetischen Kraftstoffen zuwenden ist eine ganz neue interessante Wendung. Das kann man jetzt so kommentieren, wie hier bereits getan. Mein Kommentar dazu ist allerdings ein ander: Es sollte uns zeigen, daß es nur der zweitbeste Weg ist, sich von China erzählen zu lassen was die Zukunft, sondern daß es der deutlich bessere WEg ist, das Heft nicht aus der Hand zu geben, sondern selber die Innovationen zu bestimmen die getrieben werden. Natürlich werden damit keine kurzfristigen Rediteerwartungen von ahnungslosen Kaufleuten befriedigt, sondern langfristige Strategien. Für mich zeigt sich hier auch wieder, daß es immer gut ist, wenn Ingenieure an der Spitze stehen und immer schlecht ist, wenn Kaufleute an die Stelle treten . Hier sollten wir uns als Europäer in der Zukunft dads Heft des Handelns weider zurück holen. Funktionieren tut das meiner Meinung nach, da die chinesische Industrie an sich immer noch nicht innovativ ist, sondern sich das Wissen nur zukauft. Wenn wir das nicht zulassen, sondern die sinnvollen Produkte vorschlagen , dann kann das wieder funktinieren. Aber hier schweifen wir ab.

 

 

Fazit: Verbrenner mit Designerfuels sind m.E: das einzig sinnvolle. Aber auf alle Fälle darf nicht durch die Politik schon eine, in diesem Fall auch noch ideologisch total verblendete,  Weichenstellung erfolgen. Die möglichen Technologien müssen gleichwertig gefördert werden und es wird sich wohl ein Mix der Antriebsarten einstellen.

 

 

Das war mal ein langes Wort zur Nacht

 

Davon wünsche ich euch noch eine schöne

 

Gute Nacht 

 

Christian 

 

 


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#18 Jens Schumacher

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Geschrieben 01 Juli 2020 - 18:00

Die ganze Geschichte ist in Bewegung, es gibt bislang keine 'perfekte' Lösung.

H2 braucht nachhaltige Stromproduktion, die Akku-Autos auch und dazu noch nachhaltige Akku-Produktion.

 

Die verschiedenen Wege müssen solange parallel laufen bis sich endlich die bessere Lösung gefunden hat - im Moment ist das alles noch halbgar (nicht die Technik, sondern die Energiebereitstellung)

Synthetische Kraftstoffe sind sicher eine dritte Schiene, welche verfolgt werden muß.

 

Jetzt kann man sich natürlich hinstellen und behaupten daß alles Neue Schyße ist - das bringt aber keinen weiter...

 

Gruß

Jens

 


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#19 sry

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Geschrieben 02 Juli 2020 - 15:17

Servus,

 

Christians Ausführungen sind das beste, was ich bisher zum Thema in einem Forum gelesen habe, nochmal Danke dafür.

 

Ergänzen möchte ich in respektvoller Bescheidenheit, dass m. E. als Brückentechnologie Erd- und Flüssiggas flankierend in Frage kommen, da diese gegenüber Erdöl-basierten Kraftstoffen bereits ökologisch im Vorteil sind. Zum einen als Treibstoff direkt, zum anderen als Rohstoff für synthetische Kraftstoffe.

 

Und, anderswo hatte ich das schon mal ähnlich angerissen, einleitend mit Rio Reiser ;) :

 

Wenn ich König von Deutschland (oder besser: Europa, noch besser, der Welt ;)) wär'....

...würde ich Elektromobilität so lange verbieten, wie auch nur eine einzige fossile Gebäudeheizung/Gasherd/... im Einsatz ist.

 

Nehmen wir einmal an, wir schafften es tatsächlich, reichlich grünen Strom zu gewinnen, dann hat elektrisch erzeugte Wärme gegenüber Elektromobilität folgende Vorteile:

1. Kein energiefressender Speichertransport (keine E-Auto-Batterien).

2. Wesentlich weniger Netzausbau erforderlich (wenn überhaupt nötig Verstärkung der Hausanschlüsse, aber keine Schnellader etc. am Straßennetz).

3. Speicherung um Faktoren ökologischer (Latentwärmespeicher et al).

4. Zuführung lokaler Solarenergie via Solarthermie (in den Speicher, s. 3.) ist effektiver als Photovoltaik.

5. Weniger Umwandlungsverluste: Strom > Wärme im Idealfall 0 Verlust, Elektro-Fz. dagegen Strom > Akku, Akku > Strom, Strom > Bewegung...

 

Diese Überlegungen gelten im übrigen analog für den Wärmebedarf von Industrie und Gewerbe, soweit auf Elektrizität umstellbar. Kann man mit Strom z. B. Hochöfen betreiben? Habe da noch nicht recherchiert, wäre aber prima, denn "....ist es so, dass das größte Stahlwerk in Duisburg, das integrierte Hüttenwerk von ThyssenKrupp, acht Millionen Tonnen emittiert..." (Quelle: Christoph Kühleis, UBA) . Das wären allein schon 5% des gesamten Verkehrs-/Transportbereicht, inkl. Inlandsflüge und Öffis (Quelle: https://www.mdr.de/w...sionen-100.html) .

 

Da kann man auch nachlesen, dass die Energieerzeugung ca 40% der gesamten Treibhausemmissionen verursacht, ja, die Erzeugung elektrischer Energie  :wacko:

Zur Quelle selbst, das war die erste, die ich in meinen Suchergebnissen fand, gibt evtl bessere/aktuellere, aber für die Größenmordnungen dürfte es reichen.

 

Ich stelle diese These  - Elektroheizung vor Elektroauto - seit geraumer Weile da und dort zur Diskussion, widerlegt wurde sie bisher nicht, aber auch nicht mit Verve bestätigt. Nun, ich habe mich soeben entschieden: Ich nehme sie als richtig an, bis sie widerlegt ist. Und jeder FFF oder andere Tünnes, der mir Elektromobilität aufdrängen will, darf sich auf etwas gefasst machen:

 

Ich werde den Spieß umdrehen und ihn als Umweltsünder (HOW DARE YOU!) beschimpfen, wenn er nicht elektrisch heizt :D :D :D

 

CU,

Sándor

 

 

 

 

 

 


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#20 Jens Schumacher

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Geschrieben 02 Juli 2020 - 15:38

Hochöfen mit Strom sind einer der Standards, wird aber, wimre gezielt bei bestimmten Metallsorten eingesetzt.

Die fahren einfach die Kohleelektroden in den Metallschrott und dann geht's richtig zur Sache :o

 

ab ca. 0:50

 


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