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Passende Felgen- / Reifengröße


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25 Antworten in diesem Thema

#1 Thomas Pilz

Thomas Pilz

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Geschrieben 09 Dezember 2020 - 21:17

Guten Abend,

ich möchte mich nochmal mit einer Frage an dieses Forum wenden.

leider habe ich überhaupt keine Ahnung von Reifen und Felgengrößen und meine Recherchen im Internet haben mich auch nicht wirklich weitergebracht.

ich fahre einen 1985er 911 Carrera.

meine Reifen sind auf Fuchsfelgen die ab Werk verbaut wurden.

Mein Fahrzeugschein sagt nun dass ich folgende Bereifung fahren darf:

Vorne: 185/70 R 15 71W 

Hinten: 215/60 R 15 84W

oder

Vorne: 205/55 R 16 91V 

Hinten: 225/50 R 16 92W

 

Ich schwärme nun für BBS Mahle Alufelgen bin aber nicht sicher ob ich die fahren darf und da ich in diesem Forum gelesen habe dass mit den falschen Reifen die Betriebserlaubnis erlischt bin ich doch vorsichtig.

Kann mir also jemand erklären ob ich diese Reifen-/Felgen- Kombination fahren darf?
7 und 8 x 16 Zoll ET 23 und ET 24

205/55ZR 16 91Y

225/50ZR 16 92Y

KBA40355 und KBA40356

 

Ich hoffe es ist nicht zu viel des Guten so lange Anfragen zu schicken.

Viele Grüße

Thomas

 

 



#2 Frank 928

Frank 928

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Geschrieben 09 Dezember 2020 - 23:08

Hi Thomas,

für die von Dir begehrten BBS Mahle Felgen müsstest Du ein entsprechendes Gutachten (Kombination: Felge, Reifen, Fahrzeug) vorweisen können zur Eintragung beim TÜV. Bezweifle mal, dass es ein solches gibt. Die Kombi 7 Zoll mit den 205/55ZR 16 91Y und 8 Zoll mit den 225/50ZR 16 92Y geht meines Wissens nach. Standard ist glaub 6 und 7 Zoll. Bei den ET bin ich mir nicht sicher, ET23 sind es vorne, die hinten ist bei den 9 Zoll gleich 15. Bei 8 Zoll weiss ich es nicht auswendig.

Grundsätzlich schauen die 16 Zöller auf einem G-Modell sportlicher aus und es gibt m.W. mehr Auswahl bei den Reifen, die 15 Zöller sind aber progressiver, weil sie mehr Dämpfung haben.

Kannst ja mal eruieren, was die komplette Umrüstung mit neuen Fuchs Felgen und neuen Reifen kosten würde.

VG Frank


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1989er 911 Carrera, 1993er 928 GTS


#3 Thomas Pilz

Thomas Pilz

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Geschrieben 09 Dezember 2020 - 23:21

Vielen Dank für die schnelle Antwort Frank.

ich finde dieses Reifenthema wirklich sehr kompliziert.

Kannst Du mir zufällig sagen wo ich so ein Gutachten bekommen kann?

Kann man sich da einfach bei TÜV oder Dekra beraten lassen?

Viele Grüße und noch einen schönen Abend!



#4 d911o

d911o

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Geschrieben 10 Dezember 2020 - 08:51

Hi Thomas,
schreib mir mal per PN deine Mailadresse.
Grüße, Dirk
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997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#5 Frank Plegge

Frank Plegge

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Geschrieben 10 Dezember 2020 - 09:53

Moin,
http://gutachten.bbs...a99_porsche.pdf

Für die Felgen gibt es ja für Dein Auto ein Gutachten.
Wenn Du damit zum Tüv fährst sollte die Eintragung kein Problem sein.
Gruß
Frank
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#6 Ummi

Ummi

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Geschrieben 10 Dezember 2020 - 10:40

Lange Frage, lange Antwort :)
Ich schreibe jetzt mal etwas ausführlicher um zu zeigen, dass da durchaus einiges geht wenn man sich näher mit dem Thema beschäftigt.

Im Prinzip wird jedes Rad eingetragen, wenn du die Prüforganisation von gewissen Voraussetzungen überzeugen kannst.
1) Die Felgen sollten ein KBA Gutachten mit zum Fahrzeug passenden Traglasten haben. Ist in diesem dein Fahrzeug mit entsprechenden Reifen aufgeführt, bist du schon am Ziel. Wenn nicht:
2) Die Felgen sollten zusammen mit der gewählten Reifengröße in das Rathaus passen und die Fahrwerksgeometrie nicht zu sehr verändern. Hier sind also ausschlaggebend die Befestigung (Lochkreis und Zentrierung, da gibt es ggf. auch Adapter) Breite, Einpresstiefe (ganz wichtig) und Abrollumfang.
Überprüfen kannst du das im Vergleich zur Serienausrüstung schnell mit diesem Rechner:

https://www.reifenrechner.at

An dem Ergebnis kann man dann sehr schön sehen, wo es kritisch ist und ggf. Massnahmen ergreifen, wie z.b. eine Tachoanpassung bei zu großer Abweichung im Abrollumfang oder durch Einsatz von Distanzscheiben um das Rad im Radhaus etwas weiter innen oder außen zu positionieren. Hierbei muss man sich natürlich immer an der ursprünglichen Einpresstiefe des Fahrzeugs orientieren, zu große Abweichungen sind besonders an der Vorderachse zu vermeiden (Lenkrollradius).

Hat man sich so gründlich vorbereitet und kann seine Argumentation mit Unterlagen stützen gelingt es in der Regel den Prüfer davon zu überzeugen, dass er die Räder einträgt.
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#7 Thomas Pilz

Thomas Pilz

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Geschrieben 10 Dezember 2020 - 20:53

Vielen Dank für alle diese Informationen.

ich bin momentan wirklich absolut begeistert von den Mahle BBS Felgen mit goldenem Innenteil.

Da diese doch sehr teuer sind möchte ich natürlich kein Risiko eingehen.

 

In dem angehängten Gutachten steht die oben genannte Kombination nicht drin.

Es scheint mir als dürfe man vorne generell keine 16 Zoll Felge fahren.

Leider sind für die hier aufgeführten Kombinationen gebrauchte BBS Felgen nur sehr selten zu bekommen.

 

Viele Grüße und nochmals Danke für die Informationen!!!



#8 Thomas Pilz

Thomas Pilz

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Geschrieben 10 Dezember 2020 - 20:57

Hatte die Datei vergessen, sorry!

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#9 Ummi

Ummi

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Geschrieben 10 Dezember 2020 - 21:12

In dem angehängten Gutachten steht die oben genannte Kombination nicht drin.
Es scheint mir als dürfe man vorne generell keine 16 Zoll Felge fahren.


Man lernt jeden Tag dazu ;)
Morgen beginnt der nächste Tag :)
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#10 Frank Plegge

Frank Plegge

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Geschrieben 10 Dezember 2020 - 22:30

Hallo Thomas,
Druck Dir alle Gutachten die wir hier jetzt verlinkt haben aus und fahr damit zum Tüv Deines Vertrauens.
Der Tüv Ingenieur wird Dir dann schon sagen ob das geht oder nicht.
Mit diesen Radkombinationen fahren jedenfalls hunderte 3.2er durch die Gegend.
Für 7j x16 mit 205/55R16 muss aber der Kotflügelfalz angelegt werden.
Das geht schon so wie Du es möchtest :-)
Gruß
Frank
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#11 Thomas Pilz

Thomas Pilz

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Geschrieben 11 Dezember 2020 - 12:28

Hallo Frank,

nochmals vielen Dank für die beiden Gutachten zu den BBS Felgen.

Wo Ihr das immer alles herbekommt:)

Viele Grüße und ein schönes Wochenende!



#12 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 11 Dezember 2020 - 15:00

Hi;

 

steht zwar nicht im Gutachten, aber hinten geht noch mehr ;)

9"x16 mit 245/45.

Das hat man zumindest bis vor 10 Jahren noch eingetragen bekommen.

 

Gruß

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#13 Thomas Pilz

Thomas Pilz

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Geschrieben 11 Dezember 2020 - 17:39

Guten Abend Zusammen,

ich denke dass ich es dank Eurer Hilfe nun verstanden habe. Franks Ratschlag folgend werde ich mir vor dem Kauf die Gutachten ausdrucken und zu meinem TÜV fahren. Da die BBS Felgen ja in der Zeit verbaut wurden und den Porsche Spezifikationen entsprechen sollte das wohl kein Problem sein. 

Vielen Dank Euch allen.


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#14 Frank 928

Frank 928

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Geschrieben 17 Dezember 2020 - 16:46

Thomas, m.W. brauchst Du ein Festigkeitsgutachten für Felgen, die nicht schon eine Hersteller-Rad/Reifenfreigabe haben.

 

Ich hatte das vor Jahren mal mit einer Fikse FM 10 (https://www.fikse.com/wheels/fm10) in 17 Zoll probiert, hatte mich damals erkundigt, was das Gutachten kostet: zw. 5.000 und 8.000€. Also forget it.

 

Und ja, die 9x16 Fuchs mit 245/45R16 geht hinten immernoch einzutragen, weil das die turbo-Rad/Reifenkombi ist. Hier muss nur die Freigängigkeit gewährleistet sein, was meiner Erfahrung nach ggf. nur wegen der rechts verlaufenden Ölleitungen nach schmalen Distanzscheiben verlangt.


1989er 911 Carrera, 1993er 928 GTS


#15 Thomas Pilz

Thomas Pilz

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Geschrieben 18 Januar 2021 - 13:29

Guten Tag,

ich wollte die Gelegenheit nutzen und dieses Thema zum Abschluss bringen da ich nun endlich Felgen gekauft habe.

Ob ich diese nun eingetragen bekomme steht aber noch in den Sternen. Dieses Thema ist wirklich eine Wissenschaft für sich.

Ich habe nun Rial Felgen von 1986, Hinten 8J16H2, Vorne 7J16H2. Reifen vorn 205/55ZR 16 91Y, hinten 225/50ZR 16 92Y.

Das Gutachten/ABE sieht mein Fahrzeug vor, sollte alles also okay sein, allerdings steht dort ein Zusatz dass diese Rad/Reifenkombi nur bei Fahrzeugen mit Frontspoiler und Kotflügelverbreiterung zulässig ist.

Mein KÜS Prüfer meinte dass dies aber kein Problem sei und er eine 19.3 (???) Eintragung machen könne.

ich werde also die Felgen montieren lassen und hoffe es klappt.

Was für eine Aktion!

Ich danke allen für die vielen sehr hilfreichen Antworten.

Gruß

Thomas

 

 

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#16 d911o

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Geschrieben 18 Januar 2021 - 15:18

Hi Thomas,
das ist dann eine Eintragung aufgrund Teilegutachten gem. Paragraph 19 Abs. 3, also alles gut. Da wird nach der Freigängigkeit geschaut, dass nix schleift.
Grüße, Dirk
997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
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#17 Thomas Pilz

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Geschrieben 18 Januar 2021 - 16:09

Guten Abend Dirk,

da hätte ich dann doch noch eine Frage. Bin ich mit dieser Eintragung dann auf der sicheren Seite, heißt der TÜV oder die Polizei akzeptieren dann den Eintrag ohne Vorlage der ABE?

Sollte ich mehr machen?

viele Grüße



#18 Frank 928

Frank 928

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Geschrieben 18 Januar 2021 - 16:40

Wenn's hinterher im Fahrzeugschein steht dann bist Du mindestens auf der halbsicheren Seite. (Mich wundert allerdings, dass ein KÜS sowas eintragen kann, das konnte m.W.. nur der TÜV). Mit halbsicher meine ich, dass ein beliebiger TÜV-Gutachter die technische Änderung stets neu bewerten kann, wenn Du z.B. im Rahmen von Kraftfahrzeugrennen "auffällig" wirst. Aus eigener Erfahrung ist aber die Kontrolle durch die Rennleitung bei Fahrzeugen unseres Alters höchst selten (bin in 24 Jahren mit dem 911 noch NIE kontrolliert worden) und die Bewertung der technischen Veränderung durch Selbige im Zweifel aufgrund mangelnden Wissens gar nicht möglich/nicht gewollt.


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#19 d911o

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Geschrieben 18 Januar 2021 - 17:40

Hi Thomas,
vorab zur Klarstellung: der Prüfer trägt nichts in deine Fahrzeugpapiere ein, dass darf nur das Straßenverkehrsamt. Du bekommst eine Bescheinigung vom Prüfer, dass die Abnahme gemacht ist (sinngemäß, den Wortlaut weiß ich nicht) und die Teile regelkonform sind. Dieses Blatt führst du im Handschuhfach mit und zeigst es auf Nachfrage bei einer Kontrolle vor.

Alternativ kannst du auch mit dem Abnahmeblatt zum Straßenverkehrsamt gehen, dort werden die Änderungen am Fahrzeug in die Papiere eingetragen. Das hat den Vorteil, dass du das o.g. Abnahmeblatt zu Hause lassen kannst.
Grüße, Dirk
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997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#20 Ummi

Ummi

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Geschrieben 18 Januar 2021 - 20:32

In der Prüfbescheinigung steht drin wie eilig es ist mit dem Eintrag in die Fahrzeugpapiere.
Entweder sinngemäß "schnellstmöglich" oder man kann sich Zeit lassen mit dem Gang zur Zulassungsstelle.
Ich würde mir aber nicht zulange Zeit lassen. Ich habe es schon erlebt, dass die Zulassungsstelle den Eintrag ablehnte, weil denen die Prüfbescheinigung zu alt war. Und bei der nächsten Hauptuntersuchung gab es keinen Stempel, weil die Eintragung in den Fahrzeugpapieren fehlte :)


(Mich wundert allerdings, dass ein KÜS sowas eintragen kann, das konnte m.W.. nur der TÜV).

Seit 2019 dürfen alle Prüforganisationen techn. Änderungen abnehmen.
  • Frank 928, d911o und Thomas Pilz gefällt das
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