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Motor verölt

G50 Motor verölt Ölnebel

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16 Antworten in diesem Thema

#1 Frank Beermann

Frank Beermann

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Geschrieben 07 Januar 2021 - 21:50

Hallo und Moin Zusammen,

 

und wenns noch passt: frohes neues Jahr! Besinnlich ist ja wohl in diesem Jahr jeder reingekommen...war ja recht alternativlos...

 

Ich habe ein 911 G-Modell mit einem 930/25 Motor und 915 Getriebe im Auge. Historie ist ein wenig wackelig, kommt aus den Staaten.

Von aussen und der Substanz her in Ordnung, nur teilweise nachlackiert, da müsste ich mit einem Spezi aber noch tiefer ins Blech schauen.

 

An sich hatte ich den schon abgeschrieben, aber nun wird der Wagen aus verschiedenen Gründen möglicherweise doch wieder interessant.

 

Allerdings habe ich unter dem Wagen einen Ölverlust feststellen müssen. Und bevor ich alle Mannen aktiviere und wir uns auf den langen Weg zum Elfer machen, wäre eine größere Motorrevision das KO-Kriterium.

 

Meine Frage an die Spezialisten:

 

Was könnte das im Bestfall sein (Simmerring)?

Was könnte das im schlechtesten Fall sein?

 

Ich wäre für jeden Erfahrungswert oder -bericht dankbar!

 

Grüße aus dem Emsland!

 

Frank

 

 

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#2 d911o

d911o

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 07:43

Hi Frank,
ohne eine komplette Motorreinigung wird es kaum eine vernünftige Aussage geben können.

Bekannte Undichtigkeiten gibts an den Ölrücklaufrohren und am Öldruckschalter/-thermostat, auch die Kettenkästendeckel werden gerne mal undicht. Das Problem ist, dass durch das Gebläse das Öl großzügig überall hin verteilt wird und man nicht wirklich sieht, wo es her kommt.

Hast du Erkenntnisse zum Motorlauf? Läuft er ruhig, ohne patschende Geräusche? Wenn die auftreten, könnte auch ein Stehbolzen gebrochen sein.

Aber sorry, das ist alles nur Vermutung.
Grüße, Dirk
997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).

#3 Thomas Roller

Thomas Roller

    Kolbenquäler

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 09:09

Hallo Frank, wieviel KM ist er denn gelaufen, hast Du Unterlagen, was bislang schon gemacht wurde? Sieht aus als wäre er in D schon zugelassen gewesen oder wurde ehemals von D nach USA exportiert, weißt Du da näheres? Evtl. würde hier eine Motorrevision Sinn machen, bevor man mit alles einzeln angeht.


Porsche 993 Coupe Bj. 95, irisblau-metallic, revidierter Motor mit ca. 360 PS

#4 Uwe

Uwe

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 09:53

Hi, 
 
bei mir war zuletzt der Öldruckgeber rechts vom Lüfterrad undicht
und vorher eine Ölleitung in der Gegend vom Verteiler.
 
Grüße Uwe 


#5 Günter Schneider

Günter Schneider

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 11:10

Hallo

 

so schlimm sieht er nicht aus ....

Ölrücklaufrohre sehn neu aus

bildet sich denn ne Öllache unterm Motor .. wenn ja, wo `?

insgesamt sieht es so aus als wäre der Motor von unten "geduscht" ... die STellen die sauber sind könnten vorher Öl gewesen sein

ich würde nochmal den Motor "duschen" (heiss mit der Wasserlanze)... dann laufen lassen ... solange es geht (wegen Nachbarn usw.)

dann nochmal Sichtprüfung auf den ganzen Motor oben und unten ...

 

Preis ist natürlich auch noch ne Kenngrösse

 

Gruss Guenter


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#6 Frank Beermann

Frank Beermann

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 11:23

Moinsen!

 

Danke für die vielen Antworten, das ist wiklich toll!

 

Ich versuche mal, eine sinnige Erkenntniszusammenfassung zu geben. Dass der Wagen niemals ein Sammerstückchen werden kann, ist klar. Aber als Grundlage für einen Sommerwagen mit 5000 km/a vielleicht brauchbar.

Ich hatte das Angebot für mich schon ausgeschlossen, allerdings könnte es sein, dass der Wagen in eine preisliche Region kommt, in der man einige Macken in einem angemessenen Umfang in Kauf nehmen kann. Eine Revision oder auch nur ein abgerissener Stehbolz incl. der Arbeit dafür (Motorausbau, öffnen usw.) fällt da nicht mehr drunter. Wenn ich den Motor ausbauen lassen würde, oder selber ausbaue und dann verbringe, dann bleibt es nie bei nur den Stehbolzen.

Köpfe runter bedeutet immer, dass diese auch in Schuss gebracht werden, und wenn man schon die Kolben sieht, dann schaut man sich auch die Tragbilder an. Von dort aus es bis zur Teilung nur ein kleiner Schritt, und dann liegt man bei 12-15 TEUR bei einem renommierten Spezialisten. Dann wäre ich raus. Zusaätzlich ist das auch der niedrig verdichtete Motor...

 

Zu den Kettenkästen: sollen vor Kurzen gemacht worden sein.

 

Der Wagen kommt aus dem USA und wurde vor 10 Jahren über Amsterdam importiert. Die Historie ist sehr "schwierig", der Wagen wurde mit 3 Vorbesitzern angeboten, ich selber kann mindestens sieben nachvollziehen, wobei die ersten 10 Jahre völlig offen sind. In den USA mindestens 5, in Deutschland zwei weitere, wobei der Verkaufsgrund des jetzigen Besitzers plausibel scheint. Der war wohl regelrecht entsetzt, als ich mit den ersten Ergebnissen um die Ecke kam und macht auch einen ehrlichen Eindruck, also sicher nicht unbedingt wissentlich irgendetwas verschleiert. Kennt man ja, für einen selber ist das eigene Auto immer gut... Eigentümerblindheit. :rolleyes: 

 

Zwischen diesen Zeiten wurde in den USA auch noch der Tacho getauscht, allerdings ohne Belege...damit hat der Wagen, sofern die ersten 10 Jahre nicht großartig geflunkert wurde, mindestens 200 TKM, max 300 TKM, die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen. In den USA ist der einige Male durch die Abgasprüfung gefallen. Es gibt keine Rechungen oder Wartungsbelege! Der Wagen hat eine Teilneulackierung, Carfax gibt jedoch zumindest keinen Totalschaden her. Ich habe sogar schon mit dem letzen Owner telefoniert, ein kleiner Autohändler in den USA mit einem wirklich zweifelhaften Ruf...Der Besitzer davor ist aktuell weit über 70 und wohnt in einem Ort, der als Altenressort bekannt ist. Der Rest der Vorbesitzer ist nicht mehr nachvollziehbar, ausser man fährt vor Ort durch die Gegend. Die Kilomterleistungen schwanken zwischen 11.000 KM/a für die Anfangszeiten, um dann für 17 Jahre und 3 Besitzer in den Bereich um 200 KM/a zu rutschen. Ab dem Export werden die Fahrleistungen wieder realistisch. Hat TÜv und H-Kennzeichen...

 

Es sind keine Matching Numbers.

 

Meine grosse Sorge sind die Stehbolzen und weitere, nicht sichtbare Schäden im Innern. Und wenn das Risiko einer grossen Revision mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ansteht, dann ist der Wagen nicht mehr von Interesse, so tief wird sich der Verkäufer nicht verhandeln lassen. Mein Preis wäre dann der Vergleich mit einem ähnlichen Wagen mit ebenfalls unbekannter Historie und fehlenden Belegen MINUS den Revisionskosten. Das Getriebe ist ein 915er, bei der Laufleistung mit Sicherheit auch nicht mehr Blessuren frei. Das allerdings würde ich nur teilweise in Abzug bringen, ein Restrisko muss ja verblieben. :D  Das Blech kann ich gut selber beurteilen, das kann ich mit einem Endoskop auch in tiefere Ecken schauen.

 

Bei dem Motor hingegen fehlen mir die Erfahrungswerte, auffallend ungewöhnliche Geräusche sind aber nicht zu verzeichnen. Aber auch das ist nichts belastbares. Nur mal als Beispiel: Ich habe hier noch einen Zetti, den ich vor Jahren als Sommerspassauto gekauft habe (ich weiss, Schande über mich). Da habe ich mittlerweile den halben Kaufpreis an Reparaturen reingesteckt, tut aber nicht weh, weil ich an dem alles selber machen kann und der auch Wochen auf der Bühne stehen kann, ohne mir auf die Nerven zu fallen. Für mich Urlaub, wenn ich daran schraube. Nur ganz kurz: Kupplung samt ZMS, Ölundichtigkeiten bis zum Abwinken, Schaltung nudelig usw.. Ist bei einem Reihensechszylinder aber auch kein nennenswertes Problem, den bis zur Kurbelwelle runterzubauen. Stand bis zum Eigentümerwechsel gut da, die Historie ist abslolut sauber und sehr klein...Die Kupplung ist mir nach 500 km um die Ohren geflogen, und dann kam beim Zerlegen eines zum andern...in Kauf genommenes Pech, mir ist der Wagen das Wert und hat nie meine Komfortzone verlassen. Was bei dem G50 nur über de Preis gehen wird, ich gehe bei einem Kauf niemals über meine Wohlfühlgrenze, dann habe ich mit mir auch keinen Stress, wenn das Schäden auftreten. Läuft dann unter Pech und macht keine schlaflosen Nächte mit Selbstvorwürfen :P

 

Bei einem G50 sieht das schon ganz anders aus...Spezialwerkzeug, ungemein teure Ersatzteile, einige Dinge gehen immer nur zu Zweit, und zu guter Letzt braucht man dafür einen großen Baum an Erfahrung dafür ...die ich nicht habe.

Daher auch meine Frage an die Spezialisten, die im Prinzip in der Frage mündet: was würde ihr tun? Und wo würde ihr den ansiedeln?

 

 

Bei den Verölungen sind mir einige Dinge aufgefallen, aber immerhin ist der Verkäufer ehrlich und hat keine geschönten Bilder gesendet. Nur am Rande: für mich ist das deutlich mehr als nur ein bisschen schwitzen, der tropft...

 

Das Lüfterrad ist auch schon verölt, d.h. heisst, dass der schon länger und deutlich inkontinent sein muss. Bis das bis dahin hochgewirbelt wird, brauchts schon ein bisschen was an Menge. Wenn ich mir dann noch die Fehllackstellen am Gehäuse sehe, dann bestätigt das die Dauer und...die fehlende Wartung. Die Wärmetauscher sind ja auch vor vorne bis hinten angeölt, bei einem Bild sieht man auch deutlich die Tröpfchenbildung und die Verölung am hinteren Teil. Unterbodenschutz mal anders :rolleyes: Optisch und auch im Innern sieht der ganz ordentlich aus, sonst hätte ich das Thema schon lange begraben. Nicht mehr ganz original, aber nichts, was sich nicht zurückbauen liesse. Aufkleber an der Karosserie sind vorhanden, aber ob die nachgeklebt worden sind, kann man natürlich nicht mehr sehen.

 

Ich bin mir absolut unschlüssig, daher auch dieser Hilferuf.

 

LG, Frank

 

 



#7 Frank Beermann

Frank Beermann

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 11:26

Noch mal ein kurzer Nachtrag, weil gerade gesehen: die Stösselschutzrohre sind schon die Geteilten und auch an der Naht schon deutlich feucht..



#8 Frank Beermann

Frank Beermann

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 11:39

​By the way: ich habe den Thread in zwei Foren eröffnet, nur damit sich niemand wundert. Mit der Fülle von kompetenten Antworten in der kurzen Zeit hätte ich nie gerechnet, und da ich ja auch in Sachen Verhandlung zeitlich etwas limitiert bin, habe ich das für eine gute Idee gehalten.

 

Vielen Dank an alle!



#9 Ummi

Ummi

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 11:54

Das Ding hat, wie alle seine Verwandten auch, einige Jahre auf dem Buckel. Da muss man täglich mit solchen Mängeln rechnen, auch wenn die Kiste gestern noch ein Vorzeigestück war.

 

Sind die Leckagen heute schon nachzuweisen bieten sie immerhin einen guten Grund für Preisverhandlungen.

 

Gruß, Frank

 

 

 


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#10 Frank Beermann

Frank Beermann

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 12:56

Hi Namensvetter ;) ,

 

das stimmt, alle Schätzchen über 20 Jahr und mit einer realistischen Laufleistung haben das irgendwo und meistens beim Besitzerwechsel. Beim Zetti waren das z.T. Dichtungen für wenige Cent an unmöglichen Stellen, wofür die BMW Werkstatt aber 1000 EUR für die Montage (weil so aufwändig) veranschlagt hat. Alles Zusammen wären die Kosten bei BMW für alle Reparaturen zusammen jenseits der 10 TEUR gewesen, der Motor wäre hier aber nur zur max. die Hälfte der Kostentreiber geblieben.

Hier durchaus selber zu machen, aber ein Sechszylinder in Reihe ist auch vergleichweise einfach.

 

Beim Boxer habe ich mal in meiner "Jugend" einen 50 PS-Zweikanal-Vierzylinder komplett revidiert. Dabei habe ich geflucht wie ein Rohrspatz, weil jede Kleinigkeit zur Demontag von anderen Teilen führte, am Ende hatte ich den komplett auseinander. Ist schon Jahre her, dabei habe ich Unmengen von Handbüchern essen müssen. Der Sechszylinder bewegt sich weit ausserhalb dessen, was ich mir zutraue. Daher auch die recht ausführliche Schilderung.

 

Was meinst du denn zur Kaufpreisgestaltung auch in Bezug zur Historie? Es kristallisiert immer mehr heraus, dass der Motor zu demotieren ist ist und zumindest teilrevidiert gehört. Wobei ich für Teilrevidierungen eher schlecht zu haben bin.

Bei Teilrevidierungen und den Veränderungen Altteile im Zusammenspiel mit den Neuteilen, den veränderten Drücken und dem Zusammenspiel von allem folgt in der Regel, dass man den Motor noch einmal anfassen muss...und dafür muss der immer wieder ausgebaut werden.

 

Frank



#11 d911o

d911o

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 14:43

Hi Frank,

frag doch mal den Verkäufer, ob er eine Motorsäuberung vornimmt, denn auch jeder andere potenzielle Käufer wird mit Sicherheit von diesem Zustand abgeschreckt.

Grüße, Dirk

PS: ... dass du Unmengen von Reparaturhandbüchern essen musstest, ist aber eine irre Idee der Autokorrektur ;) :)


997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
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#12 Frank Beermann

Frank Beermann

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 14:53

Hi Dirk,

 

kein Fehler der Autokorrektur :lol:

Ich hatte damals am Ende das Gefühl, dass ich die verdauten Seiten in der richtigen Reihenfolge wieder ausscheiden hätte können. Da war ich richtig im Thema und der Szene drin. Heute habe ich davon mindestens 80% vergessen.

 

Aber wir waren ja damals so wahnsinnig, dass wir Typ 4 noch aufgebohrt und verdichtet haben...bis mir auf der Autobahn einer bei 180 vom Getriebe abexplodiert ist...eine ein Kilometer lange Ölspur, eine Einschlag des Blockes in der Leitplanke, und hinten nur ein grosses Loch. Da konnte man direkt auf die Reste der aufgerissenen Getriebeglocke schauen...War der Schlager in den Zeitungen...Da war vom Block nichts mehr größer als 20 x 20 cm..

 

Heute würde man dafür 10 Jahre kriegen, mindestens... :huh: :blink:


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#13 d911o

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Geschrieben 08 Januar 2021 - 17:50

... keine Gefangenen :).
Grüße, Dirk
997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, ansonsten Originalzustand.
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#14 Detlef

Detlef

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Geschrieben 09 Januar 2021 - 11:08

Hallo Frank B.,

 

da Du eine Bühne hast, sollte das äußere Abdichten der üblichen Stellen kein Problem sein. Den Bildern nach müsste das berüchtigte Bermudadreieck undicht sein und die Kettenkästen. Ist beides weder teuer noch schwierig, wenn der Motor mit Getriebe auf der Palette liegt.

 

Die unteren Stehbolzen sind das mögliche Hauptproblem. Um die zu prüfen, müssen die unteren Ventildeckel ab. Das werden nur wenige Verkäufer mit sich machen lassen.

 

Verölungen und „Boxerfurtz“ sind meistens Resultat von falschem Öl und zu hohem Ölstand (abgesehen von anderen Defekten). 15W50 teilsynthetisch oder mineralisch bei jährlichem Wechsel hat sich für gebrauchte Motoren bewährt. Füllstand bei richtig warmer Maschine max halb zwischen den Markierungen. Füllt man auf voll bei lauwarmem Motor, fängt es an zu drücken, wenn er heiß wird. Die 11-12  Liter dehnen sich bei Wärme um mehr als 1 Liter aus.

 

Generell sind diese Motoren und Getriebe einfach zu überholen, verglichen mit modernen Triebwerken. Die Frage ist immer, was ist wirklich defekt. Jeder Motorenbauer rät natürlich immer zum Vollprogramm. Will man das Ding nur vernünftig am Laufen halten, könnte man die unteren Stehbolzen auch ohne Komplettüberholung zu Hause tauschen. Da würde man, sollte es schief gehen, nur seine eigene Zeit verlieren.

 

Also: wenn der Motor tropft und es gar keine Reparaturhinweise aus der Vergangenheit gibt, so ist die Technik Note 4 mit entsprechendem Preisabschlag. Dann ist die Gesamtnote dann bei 3-. Gemäß Preisguide 2020 wäre das 20-40T€, je nach Restzustand.

 

 


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Viele Grüße

 

Detlef


#15 Frank Beermann

Frank Beermann

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Geschrieben 09 Januar 2021 - 12:39

Moinsen Zusammen!

 

Vorweg herzlichen Dank für die tollen Beiträge! Wenn ihr noch weitere Hinweise oder Ideen zu dem Thema habt, dann schreibt bitte dennoch (siehe unten) eure Meinungen oder Erfahrungen!

 

Was die Peisgestaltung angeht, ist das schon mal eine Richtung, die ich angehen kann. Die oberen Stehbolzen kann man also nur nach dem Ausbau des Motors vornehmen? Ich fahre hier mal parallel, aber ich denke, der "Öler" ist damit raus, ausser der Verkäufer geht um ca. 50% runter. Wird er vermutlich nicht machen, würde ich auch nicht, denn jeden Tag steht einer auf, der sich nicht so kritisch damit beschäftig und so gute Unterstützung von erfahrenen G50 Besitzern hat.

 

Ich berichte auf jeden Fall! Und da es aus vielerlei Gründen vor dem Frühjahr zu einem Kauf kommen wird, werde ich euch weiternerven. Bei einem Oldi gibt es immer etwas zu tun, und die meisten Dinge haben andere auch schon mal erlebt.

 

Was noch viel witziger ist: ich habe aus beiden Foren Hinweise auf gepflegte 911 bekommen, die ich vorher nirgendwo gefunden habe. Elferspot und Mobile sind zwar auch Marktplätze ohen Anspruch auf Vollständigkeit, aber ich habe auf Anhieb vier interessante Hinweise bekommen. Die muss ich erst mal abarbeiten :D



#16 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 09 Januar 2021 - 13:25

Hi;

 

die hier benannten Faktoren sind alle korrekt benannt und diskutiert worden.

 

Für mich wäre das first eine Frage des Preises.

Um danach zu entscheiden, ob ich mir, oder meinen Helfern, die weiteren notwendigen Arbeiten "antuen" möchte.

Unter der Vorraussetzung, das ich DIESES Auto unbedingt haben möchte.... ;)

 

Unter der Bewertung 4, mit der Annahme der Höchst-KM Zahl wäre mir der Wagen max. 15.000 Euro wert!

Dann würde ich Ihn fahren, bis es mit dem Motor nicht mehr geht.

Plus Rev. plus "Feinarbeiten", so das er MIR gefällt, sind wir dann bei ca. 40.000 Euro.

 

Und das wäre dann schon die max. akzeptable Obergrenze, weil der 11er dann trotzdem immer noch ein 3er Exemplar sein wird.

 

Subjektiv gesprochen.... :)

 

Gruß

 

 

 

 


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#17 Detlef

Detlef

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Geschrieben 09 Januar 2021 - 18:30

 Die oberen Stehbolzen kann man also nur nach dem Ausbau des Motors vornehmen?

 

 

 

Die oberen Stehbolzen sind bei den Motoren unauffällig. Man kann die nur nach öffnen der oberen Ventildeckel prüfen.

Die unteren originalen reissen auffällig häufig ab. Das liegt am Material. Es gibt unterschiedliche Theorien warum das so ist. Manche haben gesehen, dass es Spaltkorrosion ist.

Andere leiten her, dass das spröde Material besonders im Kalten sehr empfindlich ist und bei Zug (Kompression) dann schneller reisst, als das Stahlmaterial der oberen Bolzen. Dazu kämen ggf. noch Kompressionsschläge durch ölgefüllte Brennräume (Boxerfurtz).

Ich selbst finde die zweite Erläuterung sehr plausibel. Auf die Ölüberfüllung bin ich ja bereits eingegangen. Wenn das Besichtigungsobjekt schon den falschen Ölstand hat, ist schon alles gezeigt. Die Ölstandanzeige im Instrument zeigt schon vernünftig an, wenn man die denn richtig versteht. Es wird immer behauptet, das sei nur ein Schätzinstrument, was nix genaues aussagt.


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Viele Grüße

 

Detlef






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