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Welche Zündkerzen Kupfer oder Platin?


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33 Antworten in diesem Thema

#1 Sven Burkert

Sven Burkert

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Geschrieben 02 Mai 2021 - 16:07

Hallo,

 

da bei meinem 911er (Bj. 87, 231 PS, Gad-Kat nachgerüstet) erste Zündaussetzer auftreten,

 

- Motor warm: leicht unrunder Motorlauf, sporadisches, dumpfes "Ploppen" am Auspuff, nimmt aber gut Gas an

- Motor kalt: etwas stärkerer unrunder Lauf und Ruckeln beim Gasgeben)

 

vermute ich, dass die Zündkerzen raus müssen. Ich sehe gerade, dass die Zündkerzen 8 Jahre alt sind und ca. 3000 km Fahrleistung haben.

 

Dazu eine Frage:

 

Nach meiner Überzeugung hat sich Porsche sicherlich lange genug überlegt, welche Zündkerzen am besten für den Motor geeignet sind. Deshalb halte ich nicht besonders viel von anderen Alternativen. Ich möchte mit dem Wagen kein Rennen gewinnen. Mir ist ein ruhiger Motorlauf am wichtigsten.

 

Nun werden in der Betriebsanleitung zwei mögliche Zündkerzen genannt:

 

- WR 4 CC (Kupfer-Elektrode), die ist aktuell eingebaut

- WR 4 CP (Platin-Elektrode)

 

Würdet Ihr Kupfer oder Platin nehmen?

 

P.S. Ich habe noch eine alte Yamaha RD 250 Bj. 75. Das ist natürlich nicht vergleichbar, da ein Zweitakter. Aber dort fahre ich Platin und hatte noch nie Probleme mit bei Zweitaktern typischen Aussetzern aufgrund Ölkohle. Die Platin-Elektrode scheint sich besser selbst zu reinigen. Mit Kupfer-Kerzen hatte ich oft Probeme.

 

Grüße aus Berlin

Sven

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#2 Bernd Ernst

Bernd Ernst

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Geschrieben 02 Mai 2021 - 17:28

Hallo,

 

da bei meinem 911er (Bj. 87, 231 PS, Gad-Kat nachgerüstet) erste Zündaussetzer auftreten,

 

- Motor warm: leicht unrunder Motorlauf, sporadisches, dumpfes "Ploppen" am Auspuff, nimmt aber gut Gas an

- Motor kalt: etwas stärkerer unrunder Lauf und Ruckeln beim Gasgeben)

 

vermute ich, dass die Zündkerzen raus müssen. Ich sehe gerade, dass die Zündkerzen 8 Jahre alt sind und ca. 3000 km Fahrleistung haben.

 

Dazu eine Frage:

 

Nach meiner Überzeugung hat sich Porsche sicherlich lange genug überlegt, welche Zündkerzen am besten für den Motor geeignet sind. Deshalb halte ich nicht besonders viel von anderen Alternativen. Ich möchte mit dem Wagen kein Rennen gewinnen. Mir ist ein ruhiger Motorlauf am wichtigsten.

 

Nun werden in der Betriebsanleitung zwei mögliche Zündkerzen genannt:

 

- WR 4 CC (Kupfer-Elektrode), die ist aktuell eingebaut

- WR 4 CP (Platin-Elektrode)

 

Würdet Ihr Kupfer oder Platin nehmen?

 

P.S. Ich habe noch eine alte Yamaha RD 250 Bj. 75. Das ist natürlich nicht vergleichbar, da ein Zweitakter. Aber dort fahre ich Platin und hatte noch nie Probleme mit bei Zweitaktern typischen Aussetzern aufgrund Ölkohle. Die Platin-Elektrode scheint sich besser selbst zu reinigen. Mit Kupfer-Kerzen hatte ich oft Probeme.

 

Grüße aus Berlin

Sven

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Hallo Sven,

3000 km sind keine Laufzeit.

Beide genannten sind völlig ausreichend.

Luftgekühlte Grüße

Bernd


"Porsche fährt man nie aus Vernunft sondern immer aus Überzeugung"

911 SC, 9/78, RdW Coupe`, 180 PS, 287 tkm,  H - Zulassung, "matching numbers"


#3 Sven Burkert

Sven Burkert

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Geschrieben 02 Mai 2021 - 19:53

Danke Bernd,

 

mich würde interessieren, ob jemand eine Präferenz für Platin oder Kupfer hat.

 

Grüße



#4 Frank 928

Frank 928

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Geschrieben 05 Mai 2021 - 10:06

Ich hatte/habe im 911 und im 928 Iridium-Zündkerzen von NGK. Bilde mir ein, dass die besser sind, aber das ist natürlich subjektiv.


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1989er 911 Carrera (verkauft), 1993er 928 GTS, Mercedes 420 CDI


#5 Ummi

Ummi

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Geschrieben 05 Mai 2021 - 18:59

- Motor warm: leicht unrunder Motorlauf, sporadisches, dumpfes "Ploppen" am Auspuff, nimmt aber gut Gas an
- Motor kalt: etwas stärkerer unrunder Lauf und Ruckeln beim Gasgeben)

vermute ich, dass die Zündkerzen raus müssen. Ich sehe gerade, dass die Zündkerzen 8 Jahre alt sind und ca. 3000 km Fahrleistung haben.


Hallo Sven,
pro Jahr gerade mal eine Tankfüllung. Da fallen mir viele Gründe ein, warum ein Motor nicht mehr einwandfrei läuft und die Kerzen stehen da nicht unbedingt ganz vorn auf der Liste ;)
Nach meiner, nicht repräsantiven Erfahrung funktioniert ein gesunder Motor mit den Standardkerzen gut.
Es spricht aber auch nichts dagegen, mal die höherwertigen auszuprobieren. Ich habe mir für die nächste Wartung Iridium-Kerzen besorgt, obwohl ich mit dem Standardkerzen nichts zu beanstanden habe. Bin einfach neugierig, ob ich irgendeinen Unterschied erkennen kann wie manche in den Foren schreiben.
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#6 d911o

d911o

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Geschrieben 06 Mai 2021 - 06:43

Hi Sven,
ich schließe mich Frank an, schau mal in den Verteiler. Ggf. sind die Kontakte in der Kappe oxidiert.
Grüße, Dirk
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997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, LED-H7, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).


#7 Sven Burkert

Sven Burkert

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Geschrieben 06 Mai 2021 - 22:06

Hi Dirk,

ja, Du hast Recht, Verteilerkappe und Verteilerfinger stehen bei mir auch ganz oben auf der Liste. Da kommt man auch erstmal am besten ran. Demnächst schaue ich da mal rein.

Möglicherweise habe ich auch irgendwo in der Kappe einen Kriechstrom, was man an einem schwarzen, blitzartigen Streifen erkennen könnte. So war das jedenfalls damal an meinem Ford Escort.

 

Zu den Kerzen:

Bei den iridium-Kerzen habe ich gelesen, das einige hauptsächlich diese Kerzen wegen der größeren Standzeit verwenden. Das ist bei meiner Kilometerleistung sicher nicht relevant.

 

Vielleicht kann mir doch noch jemand die Frage beantworten, ob er Platin oder Kupfer bevorzugen würde?

 

Grüße aus Berlin



#8 AWR

AWR

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Geschrieben 07 Mai 2021 - 10:08

Auch mein Motor läuft mit den Standardkerzen gut, da diese ohnehin spätestens bei jedem Einstellen des Ventilspiels erneuert werden (und dann in der Regel auch noch ok aussehen), macht es für mich keinen Sinn, wesentlich teurere Premiumkerzen einzubauen. Unrunder Lauf und Ruckeln haben meist andere Ursachen.

 

Viele Grüße

Alex


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#9 landi911

landi911

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Geschrieben 07 Mai 2021 - 13:22

Ich glaube zu spüren das die Platinkerzen besonders im Leerlauf stabiler zünden. Definitiv gemerkt habe ich dies beim Motorrad.
Aber nur mein Gefühl.
Den turbo vergisst man nie!

#10 Sven Burkert

Sven Burkert

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Geschrieben 08 Mai 2021 - 19:07

Hallo und danke für die Antworten,

 

heute habe ich mal die Verteilerkappe abgenommen. Der Verteilerfinger war schon etwas verbruzelt und hatte kleine

Krater. Die habe ich mit einem Abziehstein wieder eingeebnet. Die Gegenstücke in der Kappe waren auch verzundert.

Den Zunder habe ich entfernt und die Kupferflächen auch noch mal abgezogen.

Von den sechs Steckern auf der Verteilerkappe habe ich nur 2 Stk. abbekommen. Darunter war es blitzblank. Die

anderen Stecker ließen sich zwar drehen aber nicht so ohne Weiteres abziehen. Größere Gewaltanwendung habe ich

unterlassen, um nicht unnötigen Schaden anzurichten. Wenn zwei Stecker blitzblank sind, könnte man mit etwas Glück

davon ausgehen, dass die anderen auch o.k. sind.

Vielleicht drehe ich morgen mal eine Runde und mal schauen, ob er besser läuft. Wenn sich was ändert, werde ich mal

Kappe und Finger erneuern.

 

Zu den Kerzen:

Vermutlich werde ich mal die Platin-Kerzen probieren. Sechs Kupferkerzen kosten 13,95 zzgl. 3,90 € Versand. Eine

Platinkerze liegt bei 7,87 €. Die kann ich ohne zusätzliche Versandkosten bekommen. Die Platinkerzen sind zwar

merklich teurer, kosten aber jetzt nicht die Welt.

Übrigens habe ich nun nach mehr als 26 Jahren im gemeinsamen Besitz vom 911 und der Yamaha RD 250 gemrkt,

dass ich sogar in beiden Fahrzeugen fast die gleiche Zündkerze fahren kann. Die Yamaha bekommt schon seit Jahren

eine W 4 CP, also ohne R=unentstört. Dafür habe ich entstörte Zündkerzenstecker. Der Porsche bekommt dann laut

Handbuch eine WR 4 CP.

Dazu noch eine Frage: Könnte man für den Porsche auch die W 4 CP nehmen? Bei der Yamaha fahre ich die unentstörte

Zündkerze, weil ich mal irgenswo gehört habe, dass R-Kerzen bei Zweitaktern eine schlechtere Zündreserve haben, als die

Unentstörten.

Wie gesagt, bei der Yamaha hatte ich zuerst die original empfohlene NGK-Zündkerze BR8ES drin. Die lief sehr bescheiden.

Regelmäßig rausschrauben und putzen oder wechseln, weil verdreckt. Seitdem ich die W 4 CP fahre, keine Probleme.

 

Grüße aus Berlin



#11 AWR

AWR

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Geschrieben 11 Mai 2021 - 08:17

Hallo Sven,

 

gönne Dir eine neue Verteilerkappe/-finger, kostet nicht die Welt. Die Stecker waren bei mir auch an der Kappe festgebacken, wenn man den Gummirand etwas mit einem Zahnstocher o.ä. anhebt und Glasreiniger oder Spüliwasser in den Spalt walkt, bekommt man sie ab.

Ich habe auch eine 43 Jahre alte Yamaha RS100, das ist natürlich keine Rennpferd wie die RD, aber da werde ich es mal mit einer Platinkerze versuchen.

 

Viele Grüße

Alex


Carrera Coupé 3.2, MJ 1988, Grandprix-Weiß, 930/25

#12 Sven Burkert

Sven Burkert

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Geschrieben 11 Mai 2021 - 20:39

Hallo Alex,

 

vielen herzlichen Dank für den Tip mit dem Spülwasser. Solche Ideen und Tipps liebe ich, ganz große Klasse. Ich werde ganz sicher Kappe und Finger erneuern, muss aber mal schauen, wo ich die am besten herkriege. Bei Internet-Bestellungen habe ich immer Bedenken, dass ich die richtigen Modelle bekomme. Neulich bin ich aber auch bei Stahlgruber nach hinten umgekippt, als die den Preis des Aktiv-Kohle-Filters für den Benz aufgerufen haben. Das identische Teil von Mahle habe ich dann bei Amazon zum halben Preis bestellt.

Zu Deiner RS 100: Ein tolles Teil. Sei aber bitte vorsichtig mit dem Wärmewert der Kerze. Ich glaube, dass die Platin-Kerzen ein wenig wärmer werden. Bei meiner RD muss ich mal Schmutz im Benzin gehabt haben. Erst lief sie wie die Hölle und dann kam nach "ganz schnell" "ganz langsam" und ich hatte ein sauberes Loch im Kolben. Das war das übliche Problem bei Zeitaktern. Vermutlich hat sich ein Schmutzpartikel in einer der Düsen gesetzt und das Gemisch abgemagert, und somit den Kolben gelocht. Seitdem fahre ich spezielle, gesinterte Benzinfilter mit geringem Fließ-Widerstand und hatte nie wieder ein solches Problem auch bei Voll-Last und ca. 155 km/h (für das Fahrwerk echt schnell). Trotzdem kann ich nicht ausschließen, dass die Platin-Kerzen den Effekt nicht noch beschleunigt haben.

 

Viele Grüße und danke nochmal

Sven


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#13 Ummi

Ummi

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Geschrieben 11 Mai 2021 - 20:59

Da immer wieder die Zweitakter erwähnt werden, meine Leidenschaft seit über 40 Jahren......

Die Kerzen an sich machen bei richtiger Auswahl eigentlich keine Probleme. Die sind eben die armen Schweine am Ende der Kette ;) , in der Regel weisen Kerzenprobleme auf nicht optimale Gemischabstimmung hin.
Und dann und wann ein Loch im Kolben gehört zu einem gut gehenden Zweitakter einfach dazu. Die gehen eben am besten wenn sie recht mager abgestimmt sind und dann wird das Eis recht dünn.
Macht ja auch nichts, sind nicht teuer und schnell gewechselt. :)

Auch bei wenig gefahrenen Elfern würde ich die Probleme eher bei der Gemischbildung suchen als bei den Kerzen. Der abgestandene Kraftstoff ist wenig Zündwillig und versifft darüberhinaus z.b. die Einspritzdüsen. Wenn dann ein "wenig optimales Gemisch" im Brennraum ankommt kann die Kerze es auch nicht mehr richten ;)

Meine aktuelle Zwiebacksäge:

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#14 Sven Burkert

Sven Burkert

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Geschrieben 11 Mai 2021 - 21:55

Hallo Ummi,

 

das geht ja heute Schlag auf Schlag. Ich gebe Dir absolut Recht. Der abgestandene Sprit ist nicht gut. Insbesondere weil die Sprit-Qualität heutzutage echt mies geworden ist. Das Zeug ist richtig aggressiv geworden oder es scheint zum Verkleben zu neigen.

Beim Porsche hatte ich vor zwei Jahren ein ordentlches Holpern nach der Winterpause, sowohl mit warmen als auch kaltem Motor. Gefühlsmäßig habe ich auf die Einspritzdüsen getippt. Der Porsche-Reparateur (bis dahin) meines Vertrauens, wollte gleich an alle Enspritzdüsen ran. Dann hat mir mein Histo-Schrauber den Tip gegeben, es erst einmal mit Liqui-Moly Ventil-Reiniger zu versuchen.

Ich habe bis dahin nie viel von Kraftstoffzusätzen gehalten, reine Geldschneiderei. Das klang für mich immer so nach Zaubertrank a'la Miraculix.

Aber ich kann Euch sagen, alle Achtung. Das Zeug reingekippt, nach ca. 5 Minuten lief er wieder wie neu. Es war anscheinend tatsächlich ein versifftes Einspritzventil. Bei dem heutigen Problem habe ich natürlich auch erst auf den Sprit getippt und als Erstes gleichmal das Liqui-Moly reingetan. Die Besserung war aber nur marginal. Außerdem läuft er diesmal anders unrund, als ich das vorher hatte. Deshalb tippe ich immer noch auf die Zündung, speziell wegen diesem sporadischen Ploppen am Auspuff. Erstmal gibt es eine neue Kappe und Finger, wenn nicht besser neue Kerzen.

Ein Tankwart hat mir auch mal sein Leid geklagt, das insbesondere der Bio-Kraftstoffanteil so aggressiv ist und dazu noch beim Befüllen der Tankstellentanks mit dem Tanklastzug sehr zum Schäumen neigt. Er kriegt seine Tanks trotz Anti-Schaum-Mittel (der nächste Scheiss, den wir mitverbrennen) nur sehr langsam voll.

Das dieser Schei...-Sprit aggressiv geworden ist, ist mir erstmalig aufgefallen, als die RD nach der Wintersaison nicht mehr wollte. Die demontierten Haupt-Düsen zeigten weiße, kristalline Ablagerungen. Das sah so aus wie zersetztes Messing. Die Hauptdüsen waren nicht mehr zu retten und mussten neu. Seitdem mach ich immer drei Querstraßen vor zu Hause den Benzinhahn zu und lasse das Moped so lange tuckern, bis die Vergaser leer sind, damit die Hauptdüsen nicht die ganze Zeit in dieser Soße baden. Vorher habe ich bleifrei Normal getankt, weil ich dachte, dass ein Zweitakter nichts besseres braucht. Zusätzlich nehme ich jetzt nur noch Super Plus von Total (auch beim Porsche, weil da wenig Bio mit drin sein soll) und packe noch Kraftstoff-Stabilisator dazu. Im Winter gibt es noch einen Schluck Castrol Kraftstoff-Zusatz zum Überwintern (mache ich auch beim Porsche) dazu. Bisher ist seit dem Ruhe.

 

Ich schwöre jetzt auf die Zusatz-Mittelchen. Bei meinen anderen Fahrzeugen verwende ich ab und zu einen Kraftstoff-System-Reiniger und natürlich immer Super-Plus von Total. Seitdem läuft der Benz viel besser und der kleine KIA brummt weniger beim Beschleunigen. Der hatte vorher immer eine komische Ton-Resonanz im Schaltknüppel im untertourigen Bereich. Seitdem ich 2-3 Mal im Jahr den Systemreiniger nutze, ist das weg. Offensichtlich läuft er runder.

Nicht das ihr jetzt denkt, ich wäre Vertreter von Kraftstoffzusätzen geworden. Das sind einfach meine persönlichen und vielleicht auch subjektiven Erfahrungen.

 

Viele Grüße

Sven

 


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#15 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 12 Mai 2021 - 08:49

Hi;

 

bei "Zweitakt" muss ich jetzt einfach auch mal reingrätschen..

Vorab:

-fahre beim 3,2er immer die vorgeschriebenen Standardkerzen, nun fast 230.000km, nie Probleme, läuft sehr gut der Motor.

 

Betr. Zweitakter kurz ein Bilde meines Restaurierungs Objektes.

Wird ein eigener Thread.

RD350 LC, seit 1981 in meinem Besitz, aktuell 35.000KM, erste Kolben und Zylinder!

 

Gruß

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#16 Sven Burkert

Sven Burkert

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Geschrieben 13 Mai 2021 - 11:08

Hallo,

 

schönes Restaurationsobjekt. Ich habe einen sehr guten Freund hier in Berlin. Er besitzt ein gutes Dutzend RD's aller Jahrgänge und ist ein echter "RD-Guru".

Er hat auch etliche Ersatzteile auf dem Dachboden.

Ich kann ihn ja mal fragen, ob ich seine Kontaktdaten weitergeben darf.

 

Interesse?



#17 landi911

landi911

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Geschrieben 13 Mai 2021 - 11:51

Viele schmunzeln immer, aber ich kann Euch nur sagen das ich mit Aral 102 keinerlei Probleme habe und mein Motorrad steht mehr als es fährt und auch alle anderen Fahrzeuge haben nie Probleme, selbst die alten KJetronic Burner. Aral 102 hat eben garantiert keinen Bioanteil. Der Motorrad Lippmann bei uns macht’s auch so und hat nie Spritprobleme.
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Den turbo vergisst man nie!

#18 Sven Burkert

Sven Burkert

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Geschrieben 13 Mai 2021 - 13:32

Ich hab nochmal recherchiert. Im Aral Ultimate ist keine Bio-Ethanol, das stimmt. Aber es ist bis zu 15% hochwertiger Bio-Ether (ETBE) zugesetzt. Ich bin zuwenig Fachmann, um das beurteilen zu können. Es soll aber wenig von Schaden sein, da ETBE als Kraftstoff-Verbesserer eingesetzt wird.

Beim Total excellium (was ich momentan tanke) kann man auf der Webside lesen, dass ebenfalls kein Bio-Ethanol beigemengt sein soll.

 

Aber: Auf dem Sicherheitsdatenblatt der Otto-Kraftstoffe von Total steht:

 

Chemische Charakterisierung:

Additiviertes Gemisch bestehend aus paraffinischen, naphthenischen, aromatischen undolefinischen Kohlenwasserstoffen mit Kohlenstoffzahlen überwiegend im Bereich C4 bisC12 und sauerstoffhaltigen Verbindungen. Super, Super Plus und Excellium Super Pluskönnen bis zu 5 % Ethanol enthalten. Super E10 kann bis zu 10 % Ethanol enthalten.

 

Gefährliche Inhaltsstoffe:

Benzin289-220-801-2119471335-3986290-81-5                                                   < 100% Gewichtsanteil

2-Methoxy-2-methylpropan(MTBE)216-653-101-2119452786-271634-04-4         max. 22 % Gewichtsanteil

Ethyl-tert-butylether (ETBE)211-309-701-2119452785-29637-92-3                    max. 22 % Gewichtsanteil

Ethanol200-578-601-2119457610-4364-17-5                                                     0 - 10  % Gewichtsanteil

Methanol200-659-601-211943                                                                              < 3 % Gewichtsanteil

2-Methyl-1-propanol201-148-001-2119484609-2378-83-1                                        < 3 % Gewichtsanteil 

 

Das ist doch ein Hammer, oder? Bis 10% Ethanol und bis 22% ETBE laut Datenblatt.

 

Auf der Total-Webside steht aber:

Besondere Vorteile für Oldtimer.Oldtimer profitieren von der hohen Klopffestigkeit bzw. der hohen Oktanzahl von TOTAL EXCELLIUM Super Plus sowie von der hervorragenden Reinigungswirkung durch unser spezielles EXCELLIUM Additiv. Bei regelmäßiger Anwendung reinigt es den Motor und entfernt alte Ablagerungen (“clean-up”-Effekt). Neue Ablagerungen im Kraftstoffsystem können mit unserem EXCELLIUM Super Plus gar nicht erst entstehen. Diesem Kraftstoff wird kein Ethanol zugesetzt und verursacht deswegen auch keinerlei Probleme mit der Materialbeständigkeit, etwa mit Dichtungen oder mit dem Kraftstoffsystem von Oldtimern. Bitte beachten Sie, dass wir gesetzlich verpflichtet sind, an den Zapfpunkten dieses Produkts den Hinweis „Kann bis zu 5% Ethanol enthalten“ anzubringen, obwohl kein Ethanol zugemischt wurde.

 

Das sich ein Konzern wie Total überhaupt erlaubt, zu behaupten, sie müssten gesetzlich "lügen".

 

Aral widerspricht sich in seinen Angaben nicht. Das Sicherheitsdatenblatt von Aral Ultimate sagt:

 

ABSCHNITT 3: Zusammensetzung/Angaben zu Bestandteilen

Komplexes Gemisch aus flüchtigen Kohlenwasserstoffen, das Paraffine, Naphtene, Olefine und Aromaten mit C-Zahl vorwiegend von 4 - 12 enthält. Kann Sauerstoffverbindungen enthalten. Kann auch geringe Mengen proprietärer leistungssteigernder Additive enthalten.

 

BenzinREACH #: 01-2119471335-39EG: 289-220-8CAS: 86290-81-5Verzeichnis: 649-378-00-4                    <100 % Gewichtsanteil 

(tert-Butyl)methylether (ETBE)                                                                                                                          <= 15% Gewichtsanteil

 

Also kein Methylpropan, kein Ethanol, kein Methanol, kein Propanol und nur bis zu 15% ETBE. Ich glaube, dass ich auf Aral Ultimate umsteigen werde. Es hat auch noch mehr Oktan.

 

Gruß Sven


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#19 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 15 Mai 2021 - 14:25

Hi;

 

Sven man soll nie nie sagen.... :)

 

Meine RD ist ja serienmäßig und komplett, nur kann es trotzdem notwendig sein, neue Teile zu besorgen.

Bei manchen Bauteilen, besonders sichtbaren, wären mir gute gebrauchte fast lieber, da ich auf Partina stehe ;)

 

Also, wen Dein Freund keine Einwände hat, freue mich auch die Kontaktdaten.

Dir schon mal danke für Deine Idee.

 

Gruß

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#20 winfried wf911h

winfried wf911h

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Geschrieben 13 Juni 2021 - 21:28

zum thema kraftstoffe und zündkerzen hat jeder so seine eigenen erfahrungen, je nach motor, km-leistung, fahrzeugalter etc..

mein rezept für ruhigen motorlauf und gute leistung:

- jede zweite tankfüllung wird mit 0,25 l. zweitaktöl ergänzt. das säubert ventile und kerzen und stabilisiert das super e5

- wie hier schon erwähnt, saubere kontakte im verteiler und intaktes zündgeschirr

- zündkerzen von brisk haben sich bewährt, typ LR12 ZS, satz 56€, laufen seit 20tsd. km bestens  und werden demnächst getauscht.

grüsse, winnie


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1911: Grossvater fährt das erste Auto im Ort! 2011: Nach 100 Jahren; Enkel kauft einen Porsche 911. Es lebe der Neun-Elfer!




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