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Prüfung Vorderrad Lager


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18 Antworten in diesem Thema

#1 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 05 August 2005 - 11:04

Hallo;

wie prüft Ihr?

Laut Anweisung soll sich die Scheibe unter der Klemmmutter leicht verschieben lassen.
Darf dann das Vorderrad immer noch leichtes Spiel haben(wenn man oben mit der Hand am Rad wackelt, nicht aufgebockt!!.)
Oder muss bei korrekter Einstellung das Rad absolut spielfrei sein.

Meiner hat neue Lager , die Scheibe lässt sich verschieben(mit Schraubenzieher abgestützt), trotzdem ist leichtes Spiel am Rad spürbar.

Wenn ich das Restspiel durch "Nachspannen" eliminiere, dann sitzt die Scheibe natürlich bombenfest.
Und das, denke ich, geht sehr auf die Lager.

Danke vorab für Infos.

Gruß

Hans Werner

#2 Juergen Hofmann

Juergen Hofmann

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Geschrieben 05 August 2005 - 11:39

Hallo,

also das mit der Scheibe hast Du, soweit ich das jetzt verstanden habe, schon richtig gemacht.
Wer die Lager festballert, der riskiert, daß sie zu heiß werden.

Bist Du sicher, daß das Spiel aus dem Lager (aus der Nabe) kommt oder könnte es auch eine ausgeschlagene Dämpferstange sein? Dann müßte die Nabe eigentlich mitwackeln, das könnte man leicht prüfen.

Gruß
Jürgen
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#3 Wanderdüne

Wanderdüne

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Geschrieben 05 August 2005 - 12:22

Ich sehe das wie der Jürgen, ABER ich habe folgendes festgestellt: Wenn man bei den C1 bei stehendem Auto fest oben am Vorderrad rüttelt- wirklich fest!-, dann gibt es Klackergeräusche, bei denen man denkt, dass sie aus dem Lager kommen. Wenn man ihn mal kurz hochbockt und wieder ablöst, sind sie oft verschwunden- aber nur für kurze Zeit. Wenn jemand kräftig rüttelt und man mit der Hand auf den Dom greift, merkt man auch hier leicht die Bewegung. Das machen alle Autos, bei denen ich das bisher probiert habe.
Viele Grüsse Thorsten

#4 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 05 August 2005 - 17:35

Hi;

Jürgen, das mit dem eventl Spiel im Dämpfer habe ich noch gar nicht bedacht.
Danke.
Auch Thorstens Erfahrung geht ja in diese Richtung.
Also, das werde ich jetzt am Wochenende mal konkret untersuchen.
Info kommt.

Tschau

Hans Werner

#5 Juergen Hofmann

Juergen Hofmann

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Geschrieben 05 August 2005 - 20:51

Hallo,

auch für mich ist Thorstens Aussage nachvollziehbar, ich kenne das auch aus eigener Erfahrung. Im Stand gibts Spiel, hochgehoben eher weniger Spiel.
Das können minimale Verformungen der Lagerringe und Wälzkörper sein, die sich dann auf der der Lastzone gegenüberliegenden Seite als Spiele abbilden.

Vielleicht einfach mal so zum Vergleich (ich weiß auch, daß wir keine normalen Rillenkugellager am Radl haben, aber ich habe solche Beispiele täglich am Tisch liegen):
Ein normales Wald- und Wiesenkugellager ohne besondere Genauigkeit und Stammbaum hat bei einem Radialspiel von ca. 0,010 mm (10 mü) ein Kippspiel von bis zu 300 mü auf einem Ringdurchmesser von 70 mm.
Das sind also 4mü pro mm Ringdurchmesser.

Bei einem Raddurchmesser von 60 cm, das sind so 600 mm würde so ein Lager also 2,4 mm Kippspiel haben.

Das was Du da spürst, dürfte wesentlich weniger sein, sich aber wegen der harten Flächen und des kräftigen Ruckels (Du bist doch eh so ein 1,85x1,0 Meter Riegel, oder?) wesentlich deutlicher offenbaren. In einem deutlichen Anschlaggeräusch, wahrscheinlich sogar mehr im Geräusch als in der optischen Wahrnehmung, weil Du auf dem Gummi des Reifens ja auch noch rumquautschelst.

Nochmal: Klar, ich weiß auch, daß wir hier leicht vorgespannte Schrägkugellager und Kegelrollenlager (die auch aus unserer Firma stammen) vorliegen haben aber ich wollte einfach mal verdeutlichen, wie stark sich leichtes Radialspiel eines Lagers im Kippspiel auswirkt.

Viel Erfolg bei der Suche
Gruß
Jürgen
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#6 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 06 August 2005 - 19:40

Hi;

Jürgen, exakt 1,86, gut geschätzt!! ;)

Nun der neueste Stand.

Zuerst mal im Stand den "Thorsten Versuch", gleichzeitig den Dom festgehalten, da war nichts zu spüren.
Keine Bewegung im Dombereich, weiterhin Klackern im Lagerbereich.
Das gleiche übrigens in Fahrtrichung rechts probiert, hier rührt sich gar nichts, weder fühl-noch hörbar.

Wagen hochgenommen, am noch montierten Rad gewackel, fühlbares Spiel.
Nichts an der Dämpferstange oder irgendwo sonst aus dem Radträger.
Rad demontiert, direkt an der Bremsscheibe probiert, auch hier ist Spiel fühlbar, natürlich dann weniger aufgrund des kleineren Hebels.
Also Lager Kappe runter und probiert.
Scheibe ist verschiebbar, aber nur mit Abstützen des Schraubendrehers.
(so wie es ja, laut PC Werkstattanleitung NICHT sein soll)
Inbus gelöst, Klenmmutter mal gelockert.
Spiel wird fühlbar größer.
Klemmmutter fester gezogen, bis Scheibe nicht mehr verschiebbar, fast kein Spiel mehr(also wirklich nur noch ganz ganz leicht, mit viel Gewalt an der Bremsscheibe)
Nur, so kanns ja nicht bleiben, Lager wäre zu fest.
Also wieder gelockert, bis die Scheibe, wenn auch schwer, verschiebbar ist, Spiel ist wieder da.
Tja, einen Tod muss man ja sterben, also so habe ich es so gelassen,
also Scheibe ist, mit dem Schraubendreher abgestützt, verschiebbar, Lager hat jetzt etwas weniger Spiel.
Rad drauf, abgelassen, in der Garage hin und her geschoben (es regnet draußen!!), zur Zeit kein Spiel mehr!!?

Jetzt kommt Ihr!
Zu fest, zu locker?

Ich würde es so lassen.
Wie gesagt, beide Lager sind neu(also jetzt ca. 2000 KM).

Und tschüss.


Hans Werner

#7 Matthias Klemp

Matthias Klemp

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Geschrieben 06 August 2005 - 20:11

wenn sich die Scheibe noch verschieben lässt, ist so gut wie immer noch Spiel im Lager.....und so muss es auch sein.

Ein Freund hat bei seinem Caterham immer die Lager schöööön ohne Spiel eingestellt, bis ihm einmal das rechte Radlager festgegangen ist (Radnabe abgeschert !!!). War dummerweise in der Blachimont (ultraschnelle Links in Spa) bei > 220km/h.
Da gabs grosse 8o 8o 8o 8o 8o 8o 8o 8o (zum Glück sonst nix passiert, Puls war aber auf 300 und konnte nur mit einem Päckchen MArlboro GLEICHZEITIG gesenkt werden)
Seit dem haben die Lager vorne auch bei ihm Spiel !!!
911 Carrera 1, Bj 84, 3,6ltr RS-Motor mit ein paar PS mehr, Alu/Titan-Kupplung, Bilstein sportl. Strasse, 24/20mm Stabis, Turbo-Spurstangen, Turbo-Drehstäbe hinten, 304x32mm Bremsen vorne, ein bischen CFK, kein Spoiler, RUF-Felgen

#8 Juergen Hofmann

Juergen Hofmann

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Geschrieben 06 August 2005 - 20:42

Nabend,

im Zweifelsfall das Spiel hinnehmen.
Ich hatte an meinem Opel GT auch mal ein bischen stramm gestellt, da flogen mir sogar die Fettkappen aus den Naben, so warm wurde das Zeug und so kraß hatte sich die Nabe vermutlich durch die Wärme gedehnt.
Das Lager war danach auch hin. Zwei Wälzkörper verschweißt.

Gruß
Jürgen
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#9 Dirk Michel

Dirk Michel

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Geschrieben 07 August 2005 - 08:09

@Hans Werner:

Sitzen die Lagerschalen nach der Erneuerung der Radlager auch noch "stramm" in der Radnabe?
Ich hatte schon einmal den Fall, dass sich eine Lagerschale in der Nabe drehte, die konnte man mit 2 Fingern ´rausziehen.
Viele Grüße von -Dirk-

11er: 83er SC mit 993 Motor, KMS-Enginemanagement / 315PS / 392NM
915 mit elektrischer Getriebeölpumpe u. ext. Kühler
930 Turbobremse VA u. HA

Es gibt nichts Gutes - ausser man tut es!

#10 Tobias Kindermann

Tobias Kindermann

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Geschrieben 07 August 2005 - 08:23

Hallo Dirk!

Was macht man in diesem Fall?

Gruß

Tobias

Porsche 911 Carrera 3,2 Jubi-Modell


#11 Dirk Michel

Dirk Michel

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Geschrieben 07 August 2005 - 08:44

@Tobias:

Neue Radnabe... umpf... 8o
Viele Grüße von -Dirk-

11er: 83er SC mit 993 Motor, KMS-Enginemanagement / 315PS / 392NM
915 mit elektrischer Getriebeölpumpe u. ext. Kühler
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Es gibt nichts Gutes - ausser man tut es!

#12 Tobias Kindermann

Tobias Kindermann

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Geschrieben 07 August 2005 - 08:52

Ich habe es befürchtet ;(.

Gruß

Tobias

Porsche 911 Carrera 3,2 Jubi-Modell


#13 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 07 August 2005 - 12:40

Hi;

Dirk, ehrlich gesagt habe ich das nicht geprüft.
Würde heißen das z.B sich die äußere Lagerschale NICHT mit der Bremsscheibe drehen würde, sondern stehen bleibt...
Oder eben umgekehr bei der inneren Lagerschale?
Bzw. locker sitzt, d.h ohne Klemmschraube kommt einem alles entgegen?
Das sah nicht so aus, ich habe aber auch gar nicht probiert, die Lagerschalen zu bewegen.
Andererseits, Mr. Thede hat das Lager gewechselt, und der hätte mir sicher empfohlen, die Nabe zu tauschen, wenn es da Probleme gegeben hätte.
Davon muss ich mal ausgehen.
Und innerhalb 2000 KM sollte sich doch so eine Nabe nicht verabschieden, oder?

Servus

Hans Werner

#14 Juergen Hofmann

Juergen Hofmann

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Geschrieben 07 August 2005 - 13:51

Hallo,

die Innenring des äußeren Radlagers sitzt relativ lose auf der Welle. Klar, der soll ja axial verschiebbar sein.
Der Ring selbst wird also nur von der Reibung zwischen Bohrung des Ringes und dem Achsschenkelbolzen und der Reibung zwischen der Klemmutter/Scheibe und seiner Stirnfläche fixiert.
Das reicht üblicherweise auch aus, da ja sonst niemand weiter versucht den Ring zu drehen (außer die verschweißten Wälzkörper des Lagers, doch wenn diese ihren Job richtig machen, passiert das ja nicht).
Der Außenring des äußeren Lagers ist in der Nabe eingepreßt. Nicht besonders doll aber deutlich.

Wenn Du die Klemmschraube mal wegläßt, dann kommt Dir sicher der ganze Trupp entgegen (gut, der Bremssattel versucht noch ein bischen, über die Bremsscheibe Ordnung zu schaffen) doch ohne diese unscheinbare Klemmutter geht der Innenring und der Wälzkörpersatz ohne große Mühe aus der Nabe raus und somit könnte man das ganze Radl samt Nabe locker vom Achsschenkelbolzen abziehen.
Auf der von Dir als Abziehender dann gesehenen Rückseite der Nabe purzelt dann noch ein Kugelsatz rum, das ist das Gegenlager zum vorderen Kegelrollenlager.
Die Laufbahn des Kugelrollenlagers ist üblicherweise direkt auf den Achsschenkelbolzen geschliffen, es kann aber auch ein aufgepreßter oder aufgesteckter Innenring sein, der Außenring dürfte ebenfalls in der Nabe eingepreßt sein.

Gruß
Jürgen
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#15 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 07 August 2005 - 20:03

Hi;

alles klar, habe verstanden, auch die Zeichnungen sagen dies ja aus.
Okay, bin heute gefahren, alles noch dran, keine Hitzeentwicklung an der Nabe, also so weit alles okay, denke ich.
Rad hat auch wieder leichtes Spiel, etwas weniger wie vorher.
Nu lassen wir das mal so, im Frühjahr sollen neue Stossdämpfer und Gummis sowie Spurstangen reinkommen.
Dann soll sich Hr. Thede eventl. nochmal des Themas annehmen.

Tschau

Hans Werner

#16 Mario Bombelli

Mario Bombelli

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Geschrieben 17 Juli 2020 - 15:45

Hallo zusammen,

ich möchte dieses alte Thema gerne wieder zum Leben erwecken und mal eure Erfahrungen lesen.

Habe bei meinem C1 kürzlich ebenfalls Spiel an der VA festgestellt mittels festem Rütteln am Vorderwagen und daraus hörbaren "Klack Geräuschen" und dachte auch,
ass es am Radlagerspiel liegen müsse. Beide Seiten dann das Spiel kontrolliert und gemäss Anleitung für gut befunden. Soll heissen, dass ganz wenig Spiel vorhanden ist.

 

Dabei ist mir das oben von Thorsten erwähnte Spiel zwischen Kolbenstange und Stossdämpfer bei aufgebocktem Wagen aufgefallen.

Die Befestigung oben am Domlager sitz bombenfest, also müsste es am Dämpfer selbst Spiel haben. Es sind Bilstein Patronen im originalem

Boge Gehäuse. Gasdruck ist vorhanden und die Dämpfer sind auch absolut dicht.

Haben das in dem Fall wirklich etliche alte G-Modelle so ?

 

Liebe Grüsse Mario

 



#17 minollerelf

minollerelf

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Geschrieben 17 Juli 2020 - 19:20

Habe ich so noch nie gelesen.

Auch meiner hat sowas nicht.



#18 Christian Stephan

Christian Stephan

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Geschrieben 22 Juli 2020 - 21:24

Nabend,

Meiner Meinung nach kann da kein fühlbare Spiel sein. Auch bei den Radlagern nicht. Das sind ja Kegelrollenlager, die ganz leicht vorgespannt werden. Beim Porsche wie innerer Feld Wald und Wiesen Werkstatt. Anziehen bis die Unterlegscheibensich noch gerade verschieben läßt ohne den Schraubenzieher irgendwo abzustützen.

Bei Opel gab es da schon eine schlauere Anweisung. Bei drehenden Rad mit 25 Nm anziehen. Mehrere Umdrehungen machen. Anschließend Kronenmutter 1/4 Umdrehung lösen. Bei Versatz von splintbohrung und Mutter weiter lösen bis Splint sich montieren läßt. Ein Rückdrehen um insgesamt 1/3 Umdrehung ist anzustreben. Darf aber nicht überschritten werden.

Am Dämpfer darf auch sicher kein Spiel sein. Die kolbenstange ist ja radführend. Ist die große Mutter, die den Dämpfereinsatz in dem Tragrohr hält lose?

Viele Grüße

Christian

#19 Jens Schumacher

Jens Schumacher

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Geschrieben 23 Juli 2020 - 15:03

Ich würde das entsprechend der Opel-Strategie anziehen, dann hat sich das Lager ev. auch gesetzt.

Gfs auch mal ein paar Meter fahren und dann nochmal nachziehen

 

Ist dann ideal, wenn bei kaltem Lager leichtes Spiel vorliegt welches bei warmem Lager weg ist...

 

Gruß

Jens

 


Porsche 911SC Targa Bj. 1980

Restaurierung unter:

https://jensschumi.d...911erCorner.php





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