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Rostsuche, Fensterheber?


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14 Antworten in diesem Thema

#1 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 30 August 2005 - 00:30

Hi;

wollte ansich nur mein rechtes Seitenfenster fixieren.
Es verschob sich immer leicht, wenn elektrisch auf und zu gefahren.
Also Verkleidung runter, Türhaut weg und reingeschaut.
Soweit alles okay, verschmutzt, aber nichts vergammelt in der Tür.
Dann habe ich gesehen, das sich das Fenster etwas in der unteren, horizontalen Führung verschiebt.
Nun, da habe ich es mal von oben fest angefasst und gezogen, und schon hatte ich es in der Hand, das Fenster!
Das ist also nur so "eingesetzt", auch cool.
Ohne kann man ja sehr schön an die Mechanik, man konnte sehen, das die Gummifassing für das Fenster ein bisserl verdrückt ist.
Die ganze Schiene dann links und rechts aus den Rollen schieben und aus der Tür holen.
Nun sind nur noch die nackten Scheren und die senkrechten Führungen in der Türe.
Tja, und in dieser ausgebauten Fensterschiene steht der Rost unter dem Gummi "meterhoch"!!
Logisch, weil das ganze Wasser läuft ja am Fenster entlang in die Schiene.
Okay, das ist erstmal nur ein Schönheitsfehler, die Schiene ist auch nicht durchgerostet, aber lassen würde ich es so nicht.
Irgendwann läuft einem dann ggf. auch mal dieser "Rostschmodder" aus den Türablauflöchern, auch nicht so toll.
Nun "restauriere" ich die Schiene, dann den Gummi, und baue es wieder zusammen.
Wieder mal einen Tag Arbeit und danach sieht man.......NICHTS!
Aber man fühlt sich gut!!
Und die andere Tür kommt im Winter dran.

Achso, ist übrigens ein Targa, dürfte beim Cabrio ähnlich sein, bei den Coupes kann man halt die Scheibe nicht so "leicht" ausbauen, denke ich.

Viel Spass

Gruß

Hans Werner

#2 Tobias Kindermann

Tobias Kindermann

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Geschrieben 30 August 2005 - 08:13

Hallo Hans Werner!

Hast Du ein Bild?

Gruß

Tobias

Porsche 911 Carrera 3,2 Jubi-Modell


#3 Juergen Hofmann

Juergen Hofmann

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Geschrieben 30 August 2005 - 08:20

Hallo,

in den Scheibenführungsgummischienen habe ich heuer nichts gefunden, aber bei mir war die Filzleiste, die oben auf der Tür quer unter der Gummidichtlippe für die Scheibe angeklipst ist, total verrostet.
Das ist eine mit filzähnlichem Stoff bezogene Stahlleiste, die auch sehr gerne rostet.
Erkennt man wenn man die Scheibe runtergelassen hat und von in Fahrzeug sitzend unter die Gummilippe der Türoberkante späht.

Gruß
Jürgen
Der Glaube versetzt Berge, das Wissen bringt sie wieder zurück.

#4 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 30 August 2005 - 22:55

Hi;

ne, Bild hatte ich vergessen.
bzw. kann ich probieren, noch eines zu erstellen, suche noch eine vernünftige Kamera.

Jürgen, danke für den Tip, da wollen wir doch gleich mal nachschauen.

Gruß

Hans Werner

#5 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 31 August 2005 - 22:22

Hi;

Photo klappt leider nicht, habe zur Zeit kein Digicam.
Kann aber gerne in der Ersatzteil Liste/Zeichnung das Teil benennen, wenn gewünscht.
Habe mir vor dem Zusammenbau mal die Filzleiste angeschaut, ist ein bisserl angemost, Funktion erfüllt sie aber noch.

Dabei stellt sich mir aber nun die Frage(an Jürgen?):
Wie wird die Filzleiste ausgebaut?
Muss da auch wieder die ganze Verkleidung runter, oder geht das "von außen"?
Dann würde ich sie nämlich demnächst einfach auf Verdacht tauschen.

Der Winter soll lang werden, man braucht Beschäftigung.

Gruß

Hans Werner

#6 Juergen Hofmann

Juergen Hofmann

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Geschrieben 31 August 2005 - 23:07

Hallo

zum Ausbau der Leiste ist eine ganze Reihe von Vorarbeiten erforderlich. Wenn man schon mal halb dort ist, sollte man das eher mitmachen.
In kurzen Worten :D die Aktionsbeschreibung.

Also:
- Türverkleidung ab: Uffpasse, Türverriegelungsknopfrosette, Spiegelverstellschalter und Lautsprechergitter für die Hochtöner sind Schraubverschlüsse. Der Rest der Türverkleidung entweder Kreuzschlitz oder Innensechskant (DIN912 und DIN7984), großes Lautsprechergitter geclipst. Die Dampfsperre (die Folie) muß natürlich auch ab. Wenn sie es überlebt, dann kann man sie mit Sprühkleber oder Klebeband wieder anpappen, wenn nicht, dann Baumarktfolie selberschneiden.
- Dichtleiste der Scheibe außen ab: Nach oben ziehen, ist einfach geclipst. Uffpasse, Lack verkratzt leicht. Daher einen Plastiklöffel oder sowas nehmen, nicht grad ein Montiereisen. Leiste nach oben vorsichtig und gleichmäßig abhebeln, immer zwei oder drei Clipse auf einmal heben, sonst verbiegt die Leiste. Lappen unterlegen ist auch nicht schlecht. Hier kommt uns übrigens auch entgegen, daß original ein Klebeband (schaut aus wie Isolierband ausm Baumarkt) als Schutz unter die Leiste geklebt wurde.
- Scheibe lose machen. Tut mir leid, das muß sein. Sonst gehts nicht. Also Scheibe runterfahren und die hintere Führungsleiste lösen (stirnseitig in der Tür die drei Schrauben DIN 7984). Fensterhebermechanismus auf der Innenseite der Tür lösen (vorher Schrauben anzeichnen, dann gibts keine grauen Haare beim Einstellen (hehehe, kleiner Scherz und zweite Klammerebene)). Die Scheibe nun mal etwas bewegen, dann läßt sich die hintere Führungsleiste nach oben aus dem Schacht rausziehen. Dann ist die Scheibe frei genug, um vorne aus der Führung gezogen zu werden. Scheibe so gut es geht möglichst nahe an der Innenseite der Tür plazieren.
- Filzleiste aushebeln. Leicht gesagt. Die Leiste ist von innen nach außen eingeclipst. Zum aushebeln der Leiste mit dem Schraubendreher einfach zwischen Leiste und der oberen umgefalzten Kante der Türaußenhaut hebeln. Die Leiste wird ohnehin nur bruchstückhaft demontierbar sein, also keine Hemmungen. Allerdings muß man darauf achten, daß man alle Clipse ausbaut.

Nun die neue Leiste einbauen. Hier empfiehlt sich ein Preisvergleich auch mit Anfrage ans PZ ;)

- Die neue Leiste in den Türschacht einfädeln und nun von hinten nach vorne Clip für Clip einrasten. Dabei unbedingt auf zwei Dinge achten.
Erstens: Vorsicht, die Leiste knickt leicht und dann wird sie wellig. Ist erstmal kein Problem, erst wenn man die Tür mit Konservierungsfett behandelt, dann wirds ein Problem.
Zweites: Nie beim Hebeln mit dem Schraubendreher die in der Gegend rumstehende Türscheibe als Gegenlager benutzen, sonst kannst die Scheibe mit dem Staubsauger ausbauen. Immer die Türinnenwand mit irgendwas dazwischen benutzen.
- Dann den Scheibenhebermechanismus und die hintere Führungsleiste grob positionieren. Eine Schraube im Mechanismus, die Leiste lose stecken. Die Scheibe vorne wieder in die Führung stecken.
- Alle Schrauben im Hebermechanismus und der Führungsleiste wieder anbringen. Probelauf ist empfehlenswert, doch auch hier gilt: Bei der kleinsten Ungereimtheit nachschauen, bevor die Scheibe platzt.

Ansonsten geht dann alles irgendwie rückwärts wie oben beschrieben. Beim Montieren der Schachtleiste außen (die Gummilippe) muß man wieder schön gleichmäßig über mehrere Clipse drücken, sonst knickt die Leiste. Ich nahm dafür eine Alu-Wasserwaage (weil die halt grad so griffbereit rumstand). Clipse durch Verschieben wieder ausrichten, Konservierungsfett drauf, Wasserwaage aufgelegt und gleichmäßig reingedrückt.

Happy clipsing.
Gruß
Jürgen

Ach ja, für alles gilt natürlich "Messer, Gabel, 911 und Licht.... usw." Außerdem bitte Batterie vorübergehend abklemmen, da die Kabelschuhe der Fensterheberschalter abgezogen werden müssen und sich garantiert der mit "Strom drauf" in der Öffnung der Tür verhakt.
Und aktiviert sind die Strompfade ja, weil wir die Tür geöffnet haben.
Der Glaube versetzt Berge, das Wissen bringt sie wieder zurück.

#7 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 01 September 2005 - 17:01

Hi Jürgen;

soweit alles klar.

Aber nun mein Einwand :]

Die beiden Leisten sind geklipst.
Ausbau geht nur, wenn die Scheibe "weg" ist.
Meine Scheibe ist nur in die horizontal Scheine eingesetzt, da ist nichts geschraubt oder irgendwie fixiert.
Die Führung für die vertikale Bewegung erfolgt auschließlich durch die vorderen und hinteren Schienen im Türinneren, sowie natürlich durch das Dreiecksfenster.
Das bedeutet, ich kann die Scheibe jederzeit nach oben aus der Türe ziehen!
Ist das normal?
Und wenn, dann könnte ich den Leistentausch ohne den ganzen Abbau der Verkleidung erledigen.
Mit der Herausforderung, die Scheibe dann wieder blind einfädeln zu müssen, okay.

Bist Du mit mir konform?

Gruß

Hans Werner

#8 Juergen Hofmann

Juergen Hofmann

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Geschrieben 01 September 2005 - 18:58

Hallo,

klar geh ich mir Dir konform ;) und zwar soweit, daß wir uns einig sind, daß die Scheibe da wegmuß.
Bei mir lies sich die Scheibe nicht aus dem Hebermechanismus ziehen (was sie vermutlich aber irgendwie auch können müßte) und so habe ich den Hebermechanismus einfach gelöst und die losen Teile in der Tür abgelegt.
Das war mir irgendwie auch lieber so, denn mir ist es bei einem anderen Wagen mal passiert, daß der Hebermechanismus nach unten weggefahren ist (wollte Scheibe öffnen) und die Scheibe obenblieb. Aber nur solange, bis ich dann natürlich ausgestiegen bin, um die Karre rum bin und die Tür aufgemacht hatte.
Zack, da war sie drin. Und zwar richtig ganz arg drin. Tiefer und schneller als üblich. Was glaubst Du, woher ich den Ausbau der Türfenster mit dem Staubsauger kenne :D

Wenn Du die Scheibe wirklich nach oben aus der Tür ziehen kannst (ich weiß jetzt nicht, ob die Halteklammer durch den Spalt paßt), dann könnte der Platz für das Austauschen der Leiste reichen.
Notfalls halt noch die obere Leiste an der Türverkleidung demontieren.
Unter dieser Garnierleiste ist übrigens auch noch eine Gummilippe. Die ist auf die Türinnenseite gesteckt, die müßte bei meiner Methode wohl auch runtergezogen werden, bei Deiner vielleicht nicht.
Die äußere Leiste muß auf jeden Fall weg.

Frohes Basteln
Gruß
Jürgen

PS: Wieviel Watt hat Dein Staubsauger?
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#9 Hans Werner Pauli

Hans Werner Pauli

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Geschrieben 02 September 2005 - 10:52

Hi Jürgen;

1200 Watt, sollte reichen, oder?

Tschau bis morgen.

Hans Werner

#10 winfried wf911h

winfried wf911h

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Geschrieben 11 Mai 2021 - 17:01

hallo forumfreunde, 

...das thema von 2005 wieder aktiviert: die linke seitenscheibe meines targa fährt nicht mehr korrekt nach unten, sie bleibt in der mitte hängen...

in dieser stellung ist die scheibe lose, man kann sie nach oben ziehen, offensichtlich aus der führung heraus.

kann es sein, dass die scheibe unten nur eingelegt, gesteckt ist? jedenfalls reicht die schwerkraft nicht aus, die scheibe korrekt nach unten zu fahren.

hat jemand erfahrung mit diesem problem?

danke u. grüsse, winnie


1911: Grossvater fährt das erste Auto im Ort! 2011: Nach 100 Jahren; Enkel kauft einen Porsche 911. Es lebe der Neun-Elfer!

#11 Ummi

Ummi

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Geschrieben 11 Mai 2021 - 18:23

Ich habe mit dem Modell keine Erfahrung, aber das hört sich so an, als wenn die Scheibe an seiner Unterkante nur noch locker in der U-Stahlschiene, in die der Fensterheber eingreift, sitzt.
Ich kann mir vorstellen, dass das wie beim Käfer gelöst ist. Um die Unterkante der Glasscheibe wird ein Gummistreifen gelegt und diese Einheit mit dem Gummihammer in die U-Schiene getrieben.

Bau mal die Türverkleidung ab, das Problem sollte selbsterklärend sein.
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#12 AndreasB.

AndreasB.

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Geschrieben 11 Mai 2021 - 19:50

Die Scheibe wird am unteren Ende mit einem Gummi in die Führungsschiene gedrückt.

Wenn sich die Scheibe so einfach rausnehmen lässt, oder locker ist, könnte die Schiene durchgerostet sein.

Meist sind die Abdichtleisten zum Fenster geschrumpft, Wasser läuft an der Scheibe runter und läuft in die Schiene.

Am besten demontierst Du einmal die Türverkleidungen, dann kannst Du das schon sehen.

Meine Schiene war am unteren Ende durchgerostet, Ersatz ist echt teuer.

Bei der Gelegenheit habe ich den gesamten Türmechanismus / Hebemechanismus ausgebaut, überholt und auch die Schachtabdichtung 

erneuert, von der oft nur noch Fragmente vorhanden sind.

 

Grüße

Andreas

 

 



#13 Jens Schumacher

Jens Schumacher

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Geschrieben 11 Mai 2021 - 20:39

Bei mir waren die Plastik-Rollen zerbröselt, dadurch konnte die Scheibe aus der Führung hopsen.

Habe mir neue Räder aus Messing gedreht, Bilder irgendwo auf meiner Homepage...

 

Gruß

Jens

 

PS:

Suche nach "Bestandaufnahme Armaturenbrett", danach noch ca. 20 Bilderreihen runter...

 


Porsche 911SC Targa Bj. 1980

Restaurierung unter:

https://jensschumi.d...911erCorner.php


#14 Uwe

Uwe

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Geschrieben 11 Mai 2021 - 21:02

Und bei mir hing eines Tages auf der Fahrerseite ein Stück Filz von der Führungsleiste weg und die Scheibe lief dann schwer im Gummi.

Auf dem Bild mit Pfeil sieht man wie die unten drin im Gummi im U-Profil steckt.

 

Grüße Uwe

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#15 winfried wf911h

winfried wf911h

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Geschrieben 12 Mai 2021 - 21:20

so, der ausbau der türverkleidung brachte schon mal die erfreuliche erkenntnis, dass die untere schiene intakt ist, kein rost. die scheibe ist nur unten in eine gummifassung eingesetzt. auf der linken seite wird diese basis der scheibe durch ein kunststoffteil in einer weiteren gefetteten schiene geführt. alles soweit intakt. allerdings war auf der rechten seite die gummiführung vom dreiecksfenster nach unten verschlissen. nach einbau einer ersatzdichtung/scheibenführung rechts sitzt jetzt die scheibe wieder an der basis in der u-schiene mit gummifassung, befestigt mit etwas karosseriedichtmasse. 

ausserdem habe ich die scheibenneigung richtung bügeldichtung reduziert, da zu hoch (papierstreifentest). dieser druck hat wohl ebenfalls dazu beigetragen, dass die scheibe beim abwartsgleiten hängenblieb und aus der unteren halterung rutschte. 

funktionsprobe bestanden, zwei stunden fummelarbeit und alles wieder gut. 


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