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Öldruck Änderung Warm beim SC [gelöst]


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25 Antworten in diesem Thema

#1 Marco Schäfer

Marco Schäfer

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Geschrieben 03 Mai 2012 - 21:18

Guten abend,

Zum Öldruckthema wurde auch hier und im Nachbarforum schon einiges geschrieben und auch Bernd Fiebig hat hier mit seinem Manometer gut zur Beruhigung einiger Öldruck Panik-Attacken beigetragen. Kapier das allerdings trotzdem nicht ganz ?(

Also mein SC hat im kalten und warmen (bis Grenze "weissen Kasten"Öltemp Anzeige ) brav seine 1bar pro 1000U/min.
Ab hohen Temperaturen "weissen Strich" - also über weissen Kasten - ist der Öldruck im Leerlauf bei ca. 0,5 und sieht im oberen Drehzahlbereich die 3 bar kaum.
Das ganze ist auch schön beliebig reproduzierbar nach kurzer Abkühlphase und so exakt bei der angegebenen Temperaturschwelle ( Wechsel von Kasten auf Strich) sprunghaft,dass ich die oftmals gelesene "Öltypen-ändern-Lösung" nicht nachvollziehen kann.Ölviskositäten ändern sich nicht sprunghaft sondern kontinuierlich mit Temperaturveränderungen.

Aber gut : ich hab frisches und gutes mineralische SAE 15W40 drin.

Und übrigens hab ich die Bedienungsanleitung gelesen, dass es "normal" ist.
Wills nur wirklich verstehn.

Kann ein SC Fahrer das Phänomen mal bestätigen. Bzw. mir eine technisch schlüssige Erklärung für das Phänomen geben ?

Danke Gruß Marco
Targa SC, BJ80, MJ81

#2 Udo Ebberg

Udo Ebberg

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Geschrieben 03 Mai 2012 - 22:00

Hallo Marco,

ich hatte mal das Problem, dass sich der Zeiger von der Öldruckanzeige schlagartig runter und wieder rauf bewegt hat. Ursache war eine müffelige Kabelverbindung am Geber. Natürlich kann auch der Geber defekt sein, vielleicht kannst Du ihn mal probeweise gegen einen anderen tauschen. Wenn das nichts bringt, kann es auch am Instrument liegen.
Gruss Udo 3,2 Carrera G-Modell BJ 86, 18" Cargraphic, Cup Spiegel, Koni FW

#3 Georg Wolf

Georg Wolf

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Geschrieben 04 Mai 2012 - 08:22

Ich beobachte das Phänomen bei meinem SC auch, allerdings nicht so drastisch. Meine Theorie (Achtung: unqualifiziertes Halbwissen!) ist, dass ab der Anzeige "Ende weisser Kasten" Dein Motoröl 90 Grad warm ist und dann der Sekundärkreislauf zum Kotflügelkühler aufmacht. Durch die Volumensvergrößerung des Kreislaufs fällt der Druck.

Best, Georg

#4 sry

sry

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Geschrieben 04 Mai 2012 - 09:03

Servus,

bitte nicht übelnehmen falls das gecheckt ist - ist der Ölstand bei richtig warmen Motor (also nach dem der Druck schlagartig fällt) gemessen und sicher ok? Wenn ja, würde IMO eher die Ölpumpe in Frage kommen. Alles unter der Annahme, dass der Druckabfall mit dem Öffnen des großen Kreislaufs kommt und das Instrument zumindest den Trend korrekt anzeigt. Auch Zustand und Qualität des Filters sollten gecheckt werden, es gibt welche die vom Anschluss her passen aber nicht zum durchgehenden Volumen. Ein elektrischer Fehler ist IMO eher unwahrscheinlich wenn das wie gesagt mit dem Öffnen des großen Kreislaufs zusammenhängt, was sollte das in der Elektrik auslösen?

CU
Sándor

Alle Rechte an Texten und Bildern vorbehalten

 

Gewinner suchen nach Lösungen, Verlierer liefern Erklärungen.

 

https://p7h.de
 

 


#5 Matthias Brausch

Matthias Brausch

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Geschrieben 04 Mai 2012 - 10:34

Hi,

das Problem des Druckabfalls bei warmem Öl hat sicherlich nichts mit der Trockensumpfschmierung bzw. dem Öffnen des großen Ölkreislaufs zu tun, denn er ist auch bei Autos mit gewöhnlicher Druckumlaufschmierung und ohne Ölkühler zu beobachten.

Grüße
Matthias
964 C2 Cabrio Tiptronic MJ 1991, Schwarzmetallic
924S (946) MJ 1988, Indischrot
924 MJ 1983, Alpinweiß
924 Turbo (931) MJ 1982, Lhasametallic


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#6 Uwe Herrling

Uwe Herrling

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Geschrieben 04 Mai 2012 - 11:56

Original
...ist der Ölstand bei richtig warmem Motor (also nach dem der Druck schlagartig fällt) gemessen und sicher ok?...
Sorry, habe nichts verfolgt, auch nicht in anderen Foren, aber das ist eben der springende Punkt.

Egal wie und wann und warum die Nadel zuckt, sie muss was Akzeptables anzeigen (3 Bar bei warmem Motor nahe erster Strich und Drehzahlen ab 5000 ist zB. nicht akzeptabel), und wenn sie das nicht tut ist was kaputt.

Bezogen auf den Motor heißt das, dass man unbedingt wissen muss wer hier spinnt: Die Messung oder der echte Wert.

Sollte sicher sein, dass die Messung spinnt (und nur dann) würde ich mal Instrument oder Geber + Kabelage dazwischen durchmessen (lassen?) und reparieren. Der Sinn von dem Ding ist, dass man sich drauf verlassen kann, oder? :-)

Ist die Messung echt ist der Motor überholungsbedürftig. Mit der Ölviskosität rumdoktern ist an dieser Stelle Augenwischerei bzw. Selbstbetrug.

Grüße
Uwe
3.2 Targa 86 meteor-metallic, Koni gelb, Distanzen hinten, sonst alles Serie, kein Kat + Smart fortwo

#7 Bernd Ernst

Bernd Ernst

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Geschrieben 04 Mai 2012 - 18:09

Hallo Marco,
kaltes Öl baut in unseren Motoren sehr schnell hohen Druck auf, bei 3000 rpm
steigt der Druck auf 4 - 5 bar,
(mehr sollte man kalt sowie so nicht drehen)
immerhin muß die Öldruckumpe alle Stellen mit ausreichend Öl versorgen.
Wird der Motor und das Öl warm, fällt der Druck, weil die Öldruckpumpe weniger Kraft aufwenden muß, um alle Stellen zu versorgen, und man erreicht bei 3000 rpm nur knapp 3 bar, bei 6000 rpm ca. 5 bar
Das passiert aller Regel nach fließend, ohne Sprünge im Öldruckinstrument.
Tausche doch einfach mal den Öldruckgeber, (kostet Dich bei fvd 12,50 € einschl. MWST und Versand) dann kannst Du schon mal eine Fehlerquelle ausschließen.
Mit luftgekühlten Grüßen aus dem Bergischen
Bernd

"Porsche fährt man nie aus Vernunft sondern immer aus Überzeugung"

911 SC, 9/78, RdW Coupe`, 180 PS, 287 tkm,  H - Zulassung, "matching numbers"


#8 Targa1987

Targa1987

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Geschrieben 04 Mai 2012 - 18:55

Hi :D

Ich hatte dazu ja schon einmal etwas vorbereitet ... nur um es mal genauer zu erkunden ---> KLICK

Bei der Motorrevision habe ich auch die Öldruckdose/Geber erneuert.
Anfangs schien es mir, als zeigt er mehr Druck an. Im kalten Zustand macht er das auch.
Bei warmem Motor ist es immer noch gleich bescheiden.
Leerlauf im 45min. Autobahnstau und warmen Außentemperaturen letzten Freitag --- 0.5 bar
Bei 4300 1/min immerhin jetzt 4 bar.
Vorher ging er so gut wie gar nicht über 3,5 bar am Instrument.
Am Prüfmanometer locker über 4 bar.
Vermutlich liegt das eher an der Motor-Revi als an der neuen Druckdose/Geber.

Öl war letztes Jahr 1oW40 und jetzt 5W40 Vollsynthetik.

Bleibt bei mir eigentlich nur noch das Instrument oder die Kabelverbindung als "krumme Nuss".

"Nur wer seine eigene Melodie hat kann auf den Rest der Welt pfeifen!"


#9 Frank63

Frank63

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Geschrieben 04 Mai 2012 - 20:15

@ Bernd Fiebig

gehört zwar nicht zum Thema aber dein PN-Fach ist voll..... :D

Frank...
Gruß Frank.... ...und den Rest hab ich vergessen....

#10 Marco Schäfer

Marco Schäfer

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Geschrieben 18 Mai 2013 - 21:50

Guten abend,

möchte den Fred nochmal aufwärmen, weil ich das ganze jetzt genauer beobachte und einigen Infos mehr habe als zu Beginn.
Also das Sinken des Öldrucks im warmen Zustand ist auch mit einem Leistungsmangel verbunden. Ein andere Teilnehmer hat das Phänomen mit "fahren mit Bremsfallschirm" ziemlich treffend beschrieben.
Wobei Öldruck geringer, Gasannahme schlechter und Leerlaufdrehzahl ca. 100Upm fallen.

Meine o.g Beobachtungen möchte ich wie folgt präzisieren.
1. Nur wenn Warmgefahren und Thermostat für vorderen Kreislauf offen ist.(kalt gibts das phänomen nicht)
2. Fahrzeug unter Hoher Last betrieben. 5000upm ca. 1 min
3. nach ein paar Lastwechsel , schlechte Gasannahme. öldruck zeiger beginnt auch zu springen zwischen 2-3 bar.
4. anhalten. öldruck unter ca. 0.5 bar im Leerlauf im Stand. leerlaufdrehzahl kämpft bei 900 upm ums Überleben.

dann jedoch .
a. Fahrzeug im Stand im Leerlauf laufen lassen. ca. 20 sek.
b. ölstandsanzeige kommt dann langsam aber kontinuirlich nach oben. ist ja normal, aber...
c. wenn ölstandsanzeige oben dann sprunghaft 1bar druck und leerlauf ok.
d.. losfahren und gasannahme , leistung , öldruck alles ok. (3 bar bei 3000 upm), öldruck hüpft nicht.
teillast betrieb . alles ok.
voll last betrieb = siehe 1.

das ganze lässt sich jederzeit beliebig oft reproduzieren.(Leistungsabfall provozieren, anhalten, regenerieren, losfahren, Normales Verhalten geniessen, .... und wieder von vorne.)

hier noch ein paar fakten :
1.ölstand ok. gemessen wie es sich gehört. im leerlauf, gerade fläche, warmgefagren etc.
2. Ölgeber 5bar gewechselt also neu.
3. benzinfilter gewechselt also neu.
4. kein Kaltstartproblem , kein sägen, WLR Widerstandswert 35 ohm bei 22 grad motor.
5. Thermostatregler ist neu.
6. Mineral öl 15w40

Mein Verdacht ist die Ölpumpe. Kommt die Fördermenge vielleicht nicht hinterher im Vollastbetrieb ? und bei den Stillstandspausen wird der Behälter wieder nachgefüllt ?
Im Auge habe ich Alternativ noch 2 leicht eingedrückte Ölleitungen zwischen Thermostat und vorderen
Ölkühler.
Sitzt Ölsieb falsch in falscher Position ? Ablass-Schraube fluchtet mit Motormittelnaht . Also nicht wie schon oft gesehen auf einer Seite.

Was meint Ihr ?
Ist der WLR vielleicht auch noch ein Kandidat ?

danke für ein paar Messtips.

Gruß Marco
Targa SC, BJ80, MJ81

#11 Marco Schäfer

Marco Schäfer

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Geschrieben 25 Mai 2013 - 12:46

Mahlzeit,

könnt Ihr bitte nochmal zu meinem letzten Post Stellung nehmen , da ich mir unsicher bin, ob ich eher im Bereich von der Spritversorgung / Gemisch, WLR oder aber eher im Bereich des Ölkreises die Untersuchungen weitermachen soll.

Danke
Gruß Marco
Targa SC, BJ80, MJ81

#12 Uwe Herrling

Uwe Herrling

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Geschrieben 25 Mai 2013 - 20:05

Hallo Marco,
deine Hypothese, dass das Öl bei Vollast nicht schnell genug aus dem Sumpf wegkommt (zB. weil Saugseite der Ölpumpe schlapp, oder Absaugstutzen im Motor nicht richtig sitzt etc.) klingt mir nach deiner Beschreibung am plausibelsten. Wäre leider auch am unangenehmsten...

Ich stimme also für Ölkreis.
Kann man erkennen, ob aus der Kurbelgehäuseentlüftung nach Vollast Ölschaum rauskommt ?

Knifflig knifflig!
Uwe
3.2 Targa 86 meteor-metallic, Koni gelb, Distanzen hinten, sonst alles Serie, kein Kat + Smart fortwo

#13 Marco Schäfer

Marco Schäfer

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Geschrieben 26 Mai 2013 - 01:15

Hallo Uwe ,

Das mit dem Schaum muss ich mal überlegen, wie ich das an besten prüfen kann. Sieht man da was über den Öleinfülldeckel ?

Glaubst Du es wäre bedenklich für ein paar weitere Tests das untere Ölsieb vor der Ablass Schraube einfach mal wegzulassen, damit hier ungehindert gesaugt werden kann ?

Gruss Marco
Targa SC, BJ80, MJ81

#14 Karsten M

Karsten M

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Geschrieben 26 Mai 2013 - 11:21

Hallo Marco,
hast Du schon während der Fahrt die Bordnetzspannung überprüft? Das läßt sich ganz einfach per digitalem Multimeter z.B. an der Zig-anzünder-Dose machen.
Auf Unter- und auch Überspannung reagieren zum einen die Instrumente, zum anderen reagiert die Kondensatorzündung extrem empfindlich: Leistungsmangel, Aussetzer etc. Möglicherweise hat Dein Auto gar kein Öldruckproblem !?
Ist ein gutgemeinter Vorschlag + ja auch schnell geprüft. Vor einigen Jahren habe ich mich mal an einem 3,0L mit K-Jetronik + Bosch-HKZ fast "wundgesucht": es lag zeitweiser Leistungsmangel bei mittleren bis hohen Drehzahlen vor. Die Abgaswerte waren dann auch miserabel. Die Ursache waren Übergangswiderstände im Stromkreis des Generators, sowohl masse- als auch plusseitig. Die Bordnetzspannung schwankte dann zw. Batteriespannung und bis zu ca. 17,5V. Genau dann konnte die HKZ nicht mehr die erforderliche Zündenergie liefern.
Gruß, Karsten

89er Carrera 3,2 Coupé, G-50 mit Sperre, ESSD


#15 Uwe Herrling

Uwe Herrling

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Geschrieben 27 Mai 2013 - 17:27

Hallo Marco,
der Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung endet im Voratsbehälter, da wird man vermutlich nix sehen.
Vielleicht geht es indirekt: Sofort nach Vollast + Eintreten der "Erscheinung" Motor abstellen und Öl aus dem Motor (nur von da) ablassen. Sinds mehr als schätzungsweise 2-3 Liter wäre das garantiert zu viel... ist aber auch aufwendig und irgendwie fragwürdig. Vielleicht hat jemand eine bessere Idee...

An Unter/Überspannung (s. Karsten) dachte ich auch schon, das läßt sich auch leicht prüfen.

Kurzzeiig das Sieb entfernen wäre bestimmt ok, aber ob es durchlässig ist siehst du ihm ja auch im Stand an.

Du merkst schon, ich weiß auch nix (kenne außerdem nur 3.2er, keine SC), aber das Problem klingt interessant...

Grüße
Uwe
3.2 Targa 86 meteor-metallic, Koni gelb, Distanzen hinten, sonst alles Serie, kein Kat + Smart fortwo

#16 Marco Schäfer

Marco Schäfer

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Geschrieben 30 Mai 2013 - 09:14

Hallo Karsten und Uwe,

Das mit der Bordspannung werd ich mal in Angriff nehmen.
Das gute an der Problematik ist ja, dass das Phänomen provozierbar und somit reproduzierbar ist und genauso abstellbar ist.(warten im Leerlauf).
Ergo ist der Fehler eingrenzbar. es ist also nur eine Frage der systematischen Herangehensweise und genauer Beobachtung.
Bin Euch da weiterhin für Hinweise dankbar.

Gruß Marco
Targa SC, BJ80, MJ81

#17 Marco Schäfer

Marco Schäfer

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Geschrieben 08 März 2014 - 21:50

Guten abend,

Fall ist gelöst.
Folgende 2 Ursachen haben das Phänomen beeinflusst :
1. Ölsieb unten defekt. Netz hat sich vom Ring gelöst und somit möglicherweise den Volumenstrom der Öllpumpe behindert.
2. Habe ich beide Öldruckventile getauscht. Ich glaub das eine ist das 5bar ( motorblock links) und das 10bar Sicherheitsventil ( Motorblock unten). Sahen beide noch sehr gut aus. Bei dem einem war ich mir nicht sicher , ob die Feder geklemmt war. Im ausgebauten Zustand unterschieden sich beide Überdruckventile kaum zwischen neu und alt. Also keine Riefen oder so.

zur Lösung beigetragen hat der thread imNachbarforum http://www.elfertref...?t=21614&page=2 siehe beitrag von Summit 09.04.13
und Georg Wolf hier im Forum hatte den Verdacht der Ventile auch gehabt.
Da die Kosten der beiden Ventile mit 10 Eur überschaubar waren sind Sie rausgeflogen.
Der Ausbau auf der linken Seite ist etwas nervig, weil man den linken Wärmetauscher runter nehmen muss. Sonst ist das keine Hexerei.

Übrigen das ganze läuft jetzt wieder tutti und das beste : mit Stinknormalen 15W40 :D :D :D

Danke an die fleissigen Mitdenker.
Gruss Marco
Targa SC, BJ80, MJ81

#18 Andi-XE

Andi-XE

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Geschrieben 20 August 2021 - 07:13

Hallo,

wollte keinen neuen Thread aufmachen, schließ mich hier mal mit an, (in der Hoffnung das es euch recht ist) habe folgendes Problem,

mein Kumpel hat sich seinen 930 Turbomotor überholen lassen (3,3Liter Turbo), Grund, verlor Öl, der Motor lief noch vor dem Zerlegen ohne Geräusche (was schon unheimlich ist) weil....

 

Kurzer Input was alles dabei aufgefallen ist,

beim Zerlegen ist dem Motoreninstandsetzer ein kleines Stück von einem Kolbenhemd entgegen gefallen.....ein Pleuellager vom vordersten Zylinder (nicht Schwungrad-Seite) war extrem eingelaufen, so dass die Lagerschale schon richtig defekt war (aber zum Glück noch nicht um die andere Hälfte geschoben wurde). Das Pleuel war dabei nicht beschädigt, jedoch hatte die Kurbelwelle leichte Kampfspuren gezeigt.

 

Der Instandsetzer wollte dann eine neue Welle einbauen (neu bei RosePassion lieferbar -> 10.0000€) er hatte mich dann nach dem er das gehört hat angerufen, war natürlich ein Schlag für ihn, weil er dachte er braucht nur neu abgedichtet zu werden und jetzt das........

 

Ich (als "alter" Opelschrauber) habe ihm dann etwas Mut gemacht und gesagt, wir können uns die Welle ja mal anschauen und messen, evtl. ist sie ja noch in der Toleranz.....

Gesagt getan, kam mir zwar etwas blöd vor als ich mit in diese Werkstatt bin, aber habe mir halt ein Bild machen wollen, ging ja um 10000€ , um eine gebrauchte die auch um die 3-4000 gehandelt wurden (letzten Winter) oder um vielleicht gar keine...

 

Hab die Teile dann gesehen und gebeten die mitnehmen zu dürfen, damit man die anständig untersuchen kann, war kein Problem, also nahm ich das Teil mit und hab das wie es sich gehört bei 20° mal alles vermessen.

 

Da es sich hier ja um eine Stahlwelle handelt verträgt das Gute Stück natürlich einiges, ich hab die Welle dann geläppt und bin ein paar my unter der Herstellertoleranz gelandet, Herstellertoleranz ist 54.971-54.990mm und ich hatte 54.968, war also 3/1000tel drunter, was ich persönlich für nicht zu schlimm halte.

 

Um auf Nummer sicher zu gehen und einen Gesamtzustand von Pleuel und Kurbelwelle zu erhalten, habe ich eine Abdruck gemacht und da kamen ca. 7/100stel Laufspiel heraus, was in meinen Augen voll O.K. ist.

 

Anbei ein paar Bilder.

 

Der Motor wurde dann nach und nach zusammengebaut, neue Zylinder/Kolben von Mahle usw.....dann stellte sich noch heraus das der Turbolader defekt ist, also kam ein neuer Gleitlager Turbo rein, da es den Originalen nicht mehr gibt.

 

Seit letzter Woche läuft der Wagen und mein Freund hat ihn endlich abholen dürfen, gestern als ich ihn besucht habe, habe ich mich erkundigt wie alles funktioniert, er sagte das er sich kein Gas geben traut, weil ein Zeiger nach dem Gas geben im Cockpit in ein rotes Feld geht (mein Kumpel ist Maurer....sorry, der hat keine Ahnung) ich hab mir das dann mal angeschaut, gefragt wo das Service Heft ist und habe mir das erstmal durchgelesen.

 

Habe dann die Abläufe befolgt wie es dort niedergeschrieben ist, Motor warm laufen lassen bis Öl 90° hat, dann Ölstand checken, der Zeiger darf beim Gas geben nicht ins rote Feld kommen, hab dann erstmal 1,5Liter Öl nachgefüllt....

 

Und jetzt zum Problem, der Öldruck ist zu gering, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das dies an dem einen Pleuellager liegt, das ein paar "my" zu klein ist....ich habe schon öfters Motoren gebaut die knapp 1/10tel Lagerspiel hatten und kein Öldruckproblem hatten.

 

Mein Frage an euch, die Ölpumpe wurde nicht erneuert, kann man an der Pumpe den Druck evtl. verstellen?

Wir haben im Moment nur knapp 1bar im Leerlauf, bei 2000U/min -> 2 bar und bei 3-4000U/min kommen wir kaum über 3 bar hinaus....meines Erachtens fehlt da 1 bar Druck über den ganzen Bereich.......

 

Hat man irgendeine Möglichkeit da etwas zu verstellen?

Werden solche Pumpen im Laufe der Jahre schlapp?

 

Würde mich über eure Kommentare freuen.....

Grüße Andreas

 

 

 

 

 

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#19 d911o

d911o

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Geschrieben 20 August 2021 - 13:28

Hi Andi,
im Beitrag vorher ist von Öldruckventilen die Rede, ggf. die mal prüfen?
Grüße, Dirk (leider ohne tiefere Ahnung)

997 Coupé, MJ 2006, basaltschwarzmetallic, 19" Carrera S-Felgen mit 5mm Distanzen ab Werk,Änderungen: X51-Ölwanne, X51-Zusatzkühler, 71°C-Kühlwasserthermostat, GTS-Frontlippe, LED-H7, ansonsten Originalzustand.
Wer fliegen will, muss nicht nur Flügel haben, sondern muss sie auch gebrauchen.
Es ist nie falsch, das Richtige zu tun (Mark Twain).


#20 landi911

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Geschrieben 21 August 2021 - 07:18

Hallo Andreas,

Auch ich denke nicht das das Lagerspiel in der Größenordnung die Du beschrieben hast das Problem ist.

Das Problem liegt sicher wo anders wenn man davon ausgeht das der Öldrucksensor und das Kabel intakt sind und richtig anzeigen.

Allerdings können die Ursachen wirklich mannigfaltig sein.
Bei einen Bekannten, beim gleichen Motortyp, war es ein feiner Riss im Gehäuse der komischerweise erst bei der Motorrevision unentdeckt aufgegangen ist Dadurch dann das selbe Phänomen wie bei Dir.
Zu Deiner Frage die Ölpumpe kann man nicht einstellen.
Die Ölpumpe wird auf Verschleiß geprüft. Jedoch bauen viele bei einer Motorrevision eine Neue ein. Es gibt in diesem Motor viele Ölkanäle und Dichtstopfen die bei unsachgemäßer Reinigung dicht sein können bzw fehlen können.
Leider kann man da keine Ferndiagnose machen.

Was sagt denn der Motorbauer? Ist übrigens erstaunlich das der Euch da hat mitbauen lassen. Mein Bekannter würde mich vom Hof jagen oder mir den Motor komplett mitgeben.

Aber wie gesagt Deine Welle ist das sicher nicht.

Gruß
Tilo
Den turbo vergisst man nie!




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